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Mainboard-Blues

01/04/2014 - 12:41 von Christian Brandt | Report spam
Welche Mainboards kann man denn heute überhaupt noch blind empfehlen?

Ich habe in den letzten Jahren mit jedem halbwegs wichtigem Hersteller
die haarstràubensten Probleme gehabt und bin langsam am Verzweifeln.
Wenn das so weitergeht verwende ich nur noch Supermicro-Boards mit
ECC-RAM und Xeon-CPUs, sind nur geringfügig teurer als konventionelle
Hardware, sind zwar total langweilig aus Bastlersicht aber KEIN STRESS.

So ein paar Anektoten, grundsàtzlich über mehrere Generationen der
Boards und mehrere Boards beobachtet:

Gigabyte vergisst wegen kleinsten Anlass BIOS-Einstellungen oder gleich
das ganze BIOS. Meine 945 bis P55 Gigabytes stellen bei jedem
Fliegenschiss im BIOS die Defaulteinstellungen wieder her, z.B. Reset im
laufendem Betrieb oder nach dem Trennen von USB-Geràten oder wenn man
den Monitor von VGA auf HDMI umsteckt... Seit dem P65 kommt es noch
besser, jetzt macht zusàtzlich sogar ein Downgrade des BIOS selbst...
Drückste Reset flasht das BIOS beim nàchsten Reboot von der F11 auf die
F3 zurück... Beobachtet bei dutzenden Boards.

MSI nimmt es mit der Voltage nicht so genau. Im Prinzip musste ich bei
JEDEM MSI-Board der Generation P55 bis Z87 (ok, nur drei Stück) jeden
einzelnen Voltage-Wert für RAM und CPU (und das sind SEHR viele) einzeln
durchtesten bis die Boards stabil liefen. Meistens reicht es die CPU-
oder die RAM-Spannung minimal zu erhöhen aber bei einem Board musste ich
wirklich fünf verschiedene Spannungen einzeln umfangreich anpassen.
Ärgerlich.

Asrock verbaut die tollsten Idiotenbauteile (getestet seit der
P65-Generation). Anstelle eines problemlosen NEC-USB3-Chips oder eines
Intel-Realtek-Ethernet-Chips bekommt man USB3 von Etron und Asmedia
(teils sogar zwei verschiedene Chips aufm gleichen Board) mit so tollen
Features wie "bleibt bei 20 Reboots mit 100% Wahrscheinlichkeit einmal
hàngen oder ein Ethernetchip namen "Killer 2200" der zu nichts
kompatibel ist. Richtig toll ist die Fatality-Baureihe, da bekommt man
z.B. auch mal einen Audiochip der nicht HDA-kompatibel ist und bei dem
der Treiber seit vier Jahren keine Updates erhalten hat.

Asus wiederum verhaut serienweise die PCI-Tables. Es wàre echt mal toll
wenn ich ein System mit mehr als einer Steckkarte unter Linux booten
könnte ohne ellenlange PCI-Tables-Korrekturen auf der Kernelcommandline.
Die ich erstmal mit Spezialtools selbst zusammenbasteln muss. Richtig
geil war auch das erste Asus-Board mit EFI, das Ding ist bei jedem
Booten mit Linux so abgeratzt dass man mittels Jumper das Backup-BIOS
aktivieren und rückflashen musste. Der Fairnesshalber, da gabs ein
Update was ich aber dank Umtausch nicht mehr getestet habe.

So und jetzt Supermicro... hat im BIOS zwar zehnmal mehr
Einstellmöglichkeiten als die Konkurrenz (ehrlich, ich habe viel gesehen
aber bei Supermicro ersàuft man in geschàtzt 40-80 Seiten
Konfigeinstellungen) aber das meiste nur im Expertenmodus erreichbar.
Welchen ich nie verwende. Làuft ansonsten ohne Konfig einfach "wie
gewünscht" braucht aber gerne mal 20% mehr Strom Idle. Hat überall die
langweiligsten Bauteile drauf die man sich wünschen kann langweilige
Boards mit grünen PCBs und simplen Alukühlkörpern. Schlicht so hàsslich
dass es schon wieder kultig ist. Ansonsten sehr solide verarbeitet.
Absolut keine fantasievollen Zusatzchips, kein Asmedia, kein Killer,
kein Etron, kein JMicron-Uralthalbkaputt, dafür liebend gerne mal ein
oder zwei PCIE-Slot mehr und (FESTHALTEN) eine vollwertige PCI-Bridge
selbst in aktueller Hardware(!!!). Kurz, kein Stress.

Christian Brandt

life is short and in most cases it ends with death
but my tombstone will carry the hiscore
 

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#1 Shinji Ikari
02/04/2014 - 09:42 | Warnen spam
Guten Tag

Christian Brandt schrieb

Welche Mainboards kann man denn heute überhaupt noch blind empfehlen?



Willst Du eine Liste alle Mainboards oder reichen diverse Hersteller,
die zwar meist teurere Produkte haben, diese aber meist gut supporten?
Bei zweiterem wuerde ich beispielsweise SuperMicro, Tyan und so weiter
nennen.

Ich habe in den letzten Jahren mit jedem halbwegs wichtigem Hersteller
die haarstràubensten Probleme gehabt und bin langsam am Verzweifeln.



Jeder hersteller hat 'mal Mist produziert. Aber der darauffolgende
Support und die anstandslose Fehlerbehebung bis zum kompletten
Boardtausch/Upgrade ist IMHO ein wichtiger Faktor, wenn man wirklich
blind empfehlen will.

So ein paar Anektoten, grundsàtzlich über mehrere Generationen der
Boards und mehrere Boards beobachtet:



<geloescht>

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