Mal angenommen....

18/04/2008 - 17:52 von verena | Report spam
... es gàbe nur ein einziges Teilchen: Könnte ich ihm
Welleneigenschaften nachweisen? Wenn ja: wie? Alle Möglichkeiten, die
ich kenne, laufen über Ensembles/Interferenzen.
Ich habe schon ein bisschen gesucht und gefragt, aber noch keine Antwort
bekommen...
Verena
 

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#1 R.H.
18/04/2008 - 18:30 | Warnen spam
Verena schrieb:

... es gàbe nur ein einziges Teilchen: Könnte ich ihm
Welleneigenschaften nachweisen? Wenn ja: wie? Alle Möglichkeiten, die
ich kenne, laufen über Ensembles/Interferenzen. Ich habe schon ein
bisschen gesucht und gefragt, aber noch keine Antwort bekommen...
Verena



Um das zu beantworten, musst du zuerst die mit "einem Teilchen"
beschriebene Welt in Existenz bringen und dazu gehört prinzipiell, dass
es einen Betrachter gibt, der einen auf irgendeine Weise informellen /
memetischen Kontakt aufnimmt zu diesem Einteilchenobjekt.

Nimmt er aber inf./memet. Kontakt auf, wird er zum Bestandteil der Welt
des Teilchens und das Teilchen ist nicht mehr alleine.

Dieses Problem ist ein Prinzipielles und es ist auch nicht überwindbar
dadurch, dass man vorrausetzt: der Betrachter hat gottàhnliche (sorry,
hier ist Physik) Möglichkeiten und kann damit beobachten, aber kann
zugleich jeden Kontakt zum Teilchen ausschließen.

Könnte er es, würde es aber eine andere Physik (soweit man das damit
beschreiben kann) geben, die letztlich auch wieder Allgemeingültigkeit,
weil funktionabel, besitzen würde und damit kann man eigentlich
ausschließen, dass innerhalb dieser Raumzeitanschauungen eine
Unbeteiligtheit des Beobachters ausschließbar ist.

Man kann das auch auf viele andere Weisen beschreiben. Letztlich handelt
es sich immer um Prinzipien, die wir aus unseren evol., u.a., .,
wissenschaftlichen Erfahrungen mit dieser Dimensionierung (Raumzeit)
gemacht haben, d.h.: es gibt kein Entrinnen aus Verbindung,
Verantwortung, Abhàngigkeit und kollektiver Zukunft.


Letztlich heißt dass: unsere (evol., koll.) Erfahrungen mit diesem Univ.
bestimmen ausschließlich, mit welchen Grundannahmen wir u.a. auch die
physikalische Welt betrachten.

Andere Grundannahmen anzunehmen, wird immer im Gegensatz stehen zu
unseren vorhandennen kummulierten Denken u. Anschauung.

Eine Welt zu beweisen, die nicht unseren eigenen Entstehungsprinzipien
unterliegt, ist letztlich (sehr wahrscheinl.) nicht überwindbar.

Stück für Stück legen wir zwar die u.a. physik. Geheimnisse dieser Welt
frei und mancher denkt oder ahnt, sich damit neue Welten schaffen zu
können, diese basieren aber immer auf der Grundlage seiner / unserer
eigenen Existentialisierung und damit bleibt er nach wie vor im
Gefàngnis der evol., kollektiven, physik. Grundbedingungen.

Gruß Ron.H.


Das mit den Welleneigenschaften liegt eben daran, dass wir aus unserer
bisherigen, augenblicklichen Memetik immer auf die Grundbedingungen der
Dimensionierung stoßen und die sind in diesem Fall: entsteht eine
(memet.) Verbindung, beeinflusst man damit das Objekt der Betrachtung.

Deshalb ist letztlich mit den bisherigen und möglicherweise auch mit
zukünftigen Methoden in Richtung der Seinsentstehung auch keine
!endgültige! Aussage über entsprechende Objekte machbar.
Über sekundàre Zusammenhànge, die selber nicht primàr stehen zur
Univ.entstehung, wird sich aber immer mehr Memetik erwirtschaften
lassen, so das auch immer genug zu tun bleibt.

Allerdings, und das gehört jetzt wirklich in die Philosophie: Obiges
heißt nicht, wir könnten nicht den Wissensurgrund dieser Dim. erreichen.
Es ist hier allerdings so, dass sich in diesem Zielgebiet, Erkenntnis
und Sein vereinigt vorfinden und deshalb besteht dort tatsàchlich die
Gefahr der Beeinflussung existentieller, substantieller Grundbedingungen.
Das ist so, wie wir das Spiel mit dem Feuer erlernt haben, aber dennoch
gehört dazu, im schwarzen Loch zu sterben zu dürfen. (Da aber das Atom
lebt (sorry), wird sich wie üblich wiederum nur die Zustandsform àndern,
sozusagen der memet Ausdruck seiner selbst, ist also dann Zukünftig
vielleicht en Quark.

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