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Mal ein paar Eindruecke zu KDE 4.2 eines Umsteigers

01/04/2009 - 12:39 von spam.for.the | Report spam
Nachdem ich die letzten Jahre sehr zufrieden mit KDE 3.* war, habe ich den
neuen Rechner jetzt mal komplett in Sachen Desktop runderneuert und Ubuntu
Jaunty mit den aktuellsten KDE 4.2 Paketen installiert.

Da ist noch einiges im argen.

* Das Hinzufügen von Start-Icons ins Panel ist umstàndlich. Bei KDE 3.*
reichte es, ine Applikation aus dem Startmenü in die Leiste zu ziehen.
Jetzt muß man erst in den Konfigurationsmodus. Deutlich mehr
Arbeitsschritte und unflexibler, weil man das Panel nicht mehr aufteilen
kann, sondern alles nebeneinander geklatscht wird.

* Die Einstellungen für compiz-àhnliche Effekte ist furchtbar umstàndlich
und in verschiedene Dialoge aufgeteilt, Beispiel Alt-Tab-Umschalteffekte.

* Daß für jede Änderung der X-Server umkonfiguriert wird, das Bild stockt
und dann der "Einstellungen beibehalten"-Dialog aufpoppt. Hilfe, was soll
das. Bei Compiz wird jede Änderung sofort aktiv, und zwar ohne
irgendwelches visuelles Halbabsturzverhalten.

* Eigene Tastaturkombinationen, z.B. Drehen des Würfels sind nicht
vorgesehen. Im Vergleich dazu sind die Konfigurationsmöglichkeiten von
Compiz zwar sehr umfangreich, aber doch flexibel und übersichtlich.

* Die Ansicht des Kontrollzentrums ist ein Graus. Ich will meine Baumansicht
links zurück.

* Ich will mein Panel durchsichtig und zwar mit einer Grundfarbe meiner
Wahl.

* Man kann das Desktop-Hintergrundbild nicht im erwarteten Dialog für das
Aussehen des Desktops àndern. Aua.

* Die Anzeige für ksysguard im Panel ist ein Witz. Außer der Auswahl von
einigen Sensoren (System, CPU) ist nichts zu konfigurieren. Keine
Beschriftung, keine Anpassung der Meßwertgrenzen, Keine Farbauswahl.
Völlig sinnlos. Bei KDE 3 habe ich alles im Blick: Welche CPU wieviel Last
zieht, welcher CPU-Takt gerade anliegt, Netzwerk-I/O mit verschiedenen
Farben und alles mit einer Skala versehen, die die tatsàchlichen Meßwerte
wiedergibt. Jetzt habe ich drei Anzeigen nebeneinander, alle sind grau,
alle unbeschriftet, ohne Skala und es rauscht irgendein Auf und Ab als
bergiges Zick-Zack vorbei. Bekloppt.

* Die Tagesansicht in den verschiedenen Mailboxen von kmail ist einfach nur
krank und unübersichtlich. Natürlich kann man sie auch nicht im eigentlich
dafür vorgesehenen Einstellungsdialog umstellen. Man kann zwar unter
"View" das àndern, so daß zwar die dicken Tagesbalken bleiben, aber
wenigstens alle, auch gelesene nachrichten, zu sehen sind. Wechslt man in
einen anderen Folder, ist das wieder futsch. Aua.

Es fehlen mir noch diverse kleine Applets, zum Beispiel das Mixer-Appelt, wo
ich auf einen Blick die unterschiedlichen Lautstàrken für PCM, Gesamt und
z.B. CD-Wiedergabe regeln kann. Stattdessen muß man erst mit vielen
Mausclicks umstàndlich den Mixer öffnen. Vom Weather-Applet will ich erst
gar nicht reden. Das mag für VGA-Auflösung lesbar sein, bei 1600x1200 sieht
man gar nix.

Naja, irgendwie netter Versuch, aber noch meilenweit von dem entfernt, was
ich an Brauchbarkeit von KDE 3.5.10 gewohnt bin und ich glaube auch nicht,
daß sich das in absehbarer Zeit àndern wird; das scheint eher Philosophie zu
sein.

Ich suche jetzt mal nach brauchbaren Paketen von 3.5.10 für Jaunty.



Peter Lemken
0711
Nature abhors crude hacks.
 

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#1 Stefan Depta
01/04/2009 - 16:05 | Warnen spam
Peter Lemken wrote:

Nachdem ich die letzten Jahre sehr zufrieden mit KDE 3.* war, habe ich den
neuen Rechner jetzt mal komplett in Sachen Desktop runderneuert und Ubuntu
Jaunty mit den aktuellsten KDE 4.2 Paketen installiert.


Hi.
ich war etwas mutiger und hab, nachdem irgendwie alle für mich notwendigen
Pakete da waren, opensuse 11.1+KDE 4.2 installiert und meine suse 10.3/KDE
3.5. in die Tonne getreten.
Großer Fehler.
Die Probleme mit der Konfiguration der Oberflàche kann ich bestàtigen,
gestern war die Leiste wech, erst nachdem ich alle plasma-Dateien gelöscht
habe, war nach dem Neustart wieder die schwach konfigurierbare Leiste
vorhanden.
Wenn ich unter 3.5 meine Kamera anschliesse, wird digikam gestartet, Karte
ausgelesen. Nach dem Umkopieren kann ich die Karte löschen wie ich will.
Bei 4.2 passiert mal wieder nix, hal schlàft weiter.
Wenn ich digikam starte und die Kamera aufrufe, ist sie da.
Nach dem Kopieren will ich die Bilder löschen, oha.
Nur Bilder mit geraden Nummern lassen sich löschen, die ungeraden nicht
(hÎ?)
Also Kartenleser dran, so gehts auch.
Alle bisher getesteten USB-Geràte wurden erkannt, nur die Kamera nicht.
Und die Oberflàche mit den neuen tollen PLASMOIDS, wasn das?
Ordneransicht ist funktionell, der Rest hat sich mir noch nicht erschlossen.
Ich erkenne weder Sinn noch Zweck der neuen Funktionen.
Nach neuesten Meldungen ist selbst Linus zu gnome geflüchtet, wen wunderts.
Wir schreiben nun schon Version 4.2.1, einiges bessert sich von Update zu
Update.
Aber warum ich, wenn ich Treiber für eine Webcam installieren will, den Xen-
Kernel brauche, ist mir irgendwo zu hoch. 40MB up- und downgrades für 150kb
Treiber.

Ich bete, daß die nàchsten Updates Besserung bringen, neue Versionen braucht
die Welt so schnell nicht.


Stefan Depta, Saarlànder. Linux User und Querulant

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