Mehr als eine Milliarde 4G-Verbindungen, während Wachstumsmoment bei der mobilen Breitbandnutzung sich auf Entwicklungsländer ausweitet

22/02/2016 - 20:31 von Business Wire

Mehr als eine Milliarde 4G-Verbindungen, während Wachstumsmoment bei der mobilen Breitbandnutzung sich auf Entwicklungsländer ausweitetLaut neuer Studie hat sich der 4G-Markt 2015 verdoppelt; Branche macht 4,2 % des weltweiten BIP aus.

Die Anzahl der 4G-Mobilverbindungen weltweit hat die 1-Milliarde-Marke überschritten und wird bis 2020 ein Drittel aller Mobilverbindungen ausmachen, so eine neue Studie der GSMA. Die globale Ausgabe 2016 der GSMA-Serie „Mobile Economy“ verweist auf eine sich beschleunigende technologische Verlagerung hin zu 3G/4G-Mobilbreitbandnetzen, und zwar sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern. Diese Entwicklung fördert digitale Innovation, Annahme von Smartphones und Mobildatenwachstum. Den Berechnungen der Studie zufolge leistete die Mobilindustrie einen weltwirtschaftlichen Beitrag von 3,1 Billionen US-Dollar, das entspricht 4,2 Prozent des weltweiten BIP.

„Unser neuer Bericht zeigt, dass Mobile Broadband jetzt ein wirklich globales Phänomen darstellt und High-Speed-Konnektivität und -Dienste Menschen in allen Ecken der Erde bietet“, so Mats Granryd, Generaldirektor der GSMA. „Das nie zuvor dagewesene Wachstum im Mobilbreitband-Bereich im vergangenen Jahr spricht für die Milliardenbeträge, die Mobilbetreiber in den letzten Jahren in Netze, Dienste und das Spektrum der nächsten Generation investiert haben. Mobil ist jetzt die am meisten verbreitete Konnektivitäts- und Innovationsplattform für Menschen und Unternehmen in der digitalen Wirtschaft.“

4G machte eine Milliarde der 7,3 Milliarden Mobilverbindungen aus,1 die bis Ende 2015 verzeichnet wurden. Die Zahl der 4G-Verbindungen hat sich im Jahr 2015 verdoppelt, und zwar insbesondere aufgrund des Anstiegs bei 4G-Netzbereitstellungen in Entwicklungsländern. Bis Jahresende waren in 151 Ländern 451 4G-Netze (LTE) freigeschaltet, fast die Hälfte davon in Entwicklungsländern. Prognosen zufolge wird 4G bis 2020 ungefähr ein Drittel der fast neun Milliarden Mobilverbindungen ausmachen. Mobile Broadband-Netze (3G und 4G) machten 2015 50 % der Verbindungen aus, eine Zahl, die sich erwartungsgemäß bis 2020 auf 70 Prozent erhöhen wird.

Die Kombination von zunehmendem Mobile Broadband-Zugang und steigender Smartphone-Annahme trägt zur Explosion bei der Mobildatennutzung bei. Smartphones machten 2015 45 Prozent der Mobilverbindungen aus (ein starker Anstieg gegenüber nur acht Prozent im Jahr 2010). Es wird erwartet, dass weitere 2,6 Mrd. Smartphone-Verbindungen in den nächsten fünf Jahren hinzukommen werden. Die Mobildatenvolumina werden prognosegemäß mit einer CAGR von 49 Prozent über die nächsten fünf Jahre zunehmen, das ist ein Anstieg um mehr als das Siebenfache. Insgesamt werden bis 2020 40 Exabyte pro Monat erreicht werden2. Dies entspricht einem globalen Durchschnitt von sieben Gigabyte pro Abonnent und Monat.

Die Anzahl eindeutiger Mobilabonnenten3 weltweit betrug Ende 2015 4,7 Milliarden, also 63 Prozent der Erdbevölkerung. Die eindeutigen Abonnenten werden Prognosen zufolge bis 2020 auf 5,6 Mrd. ansteigen, womit mehr als 70 Prozent der Erdbevölkerung ein Mobilabonnement haben werden. Mehr als 90 Prozent des Abonnentenwachstums über die nächsten fünf Jahre wird in Entwicklungsländern verzeichnet werden.

Mobilbeitrag zu BIP, Arbeitsplätzen und öffentlichen Finanzen

Die globale Mobilindustrie trug 2015 3,1 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft bei, das entspricht 4,2 Prozent des BIP4. Dieser Betrag wird prognosegemäß bis 2020 auf 3,7 Billionen US-Dollar ansteigen. Außerdem steuerte die Branche direkt und indirekt im Jahr 2015 32 Millionen Arbeitsplätze (bis 2020 wird dieser Wert auf 36 Millionen ansteigen) sowie 430 Mrd. US-Dollar in Form verschiedener Arten von Steuern zu den öffentlichen Finanzen bei. Es wird erwartet, dass sich dieser letzte Wert bei der aktuellen Besteuerung bis 2020 auf 480 Mrd. US-Dollar erhöhen wird. Dieser Beitrag zu den Staatsfinanzen schließt die von Betreibern für Spektrumlizenzen entrichteten Beträge aus, die weltweit dank der Fortsetzung der Spektrumkäufe für Mobile Broadband-Netze durch Betreiber im vergangenen Jahr mehr als 90 Mrd. US-Dollar in die Staatskassen spülten.

Die weite Verbreitung von Mobilnetzen beschleunigt die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Von verbessertem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung und Finanzdienstleistungen bis hin zu intelligenten Landwirtschafts- und Elektrizitätsmanagement-Lösungen, dem Bau einer robusten Infrastruktur und dem Schließen der Kluft zwischen den Geschlechtern ist Mobiltechnologie ein zentraler Bestandteil zum Angehen sozioökonomischer Entwicklungsherausforderungen. Der Bericht betont aber auch, dass die schnelle Innovation von der notwendigen staatlichen Regulierung begleitet werden muss.

„Das hohe Tempo der Veränderungen bedeutet, dass staatliche Auflagen schnell veraltet, irrelevant oder in manchen Fällen sogar schädlich werden können, weil sie den Wettbewerb verzerren, die Innovation bremsen und letztendlich Verbrauchern die Vorteile des technischen Fortschritts vorenthalten können“, fügte Granryd hinzu. „Die Mobilindustrie weiß um diese Herausforderungen und fordert staatliche Entscheidungsträger weltweit auf, veraltete Marktregulierungen an das neue digitale Ökosystem anzupassen.“

Der neue Bericht „The Mobile Economy: 2016“ wurde von GSMA Intelligence verfasst, dem Forschungsbereich der GSMA. Den vollständigen Bericht und damit verbundene Infografiken finden Sie unter: http://gsmamobileeconomy.com/2016/global/.

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 Eine Mobilverbindung bezieht sich auf eine aktive, bei einem Mobilnetz registrierte SIM-Karte ausschließlich M2M-Verbindungen.

2 Quelle: Ericsson Mobility Report

3 Ein eindeutiger Mobilabonnent stellt eine Einzelperson mit einem Account für mehrere Mobilverbindungen (SIM-Karten) dar.

4 BIP-Verteilung umfasst direkten und indirekten Beitrag durch Mobilbetreiber (0,9 %), damit verbundene Player wie z. B. Gerätehersteller und Infrastrukturanbieter (0,6 %), die allgemeine Wirtschaft (0,5 %) und Produktivitätsverbesserungen (2,2 %).

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Source(s) : GSMA

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