Meine kleinste Linuxbox: Asus WL-330N3G

14/11/2012 - 17:51 von Ralph Aichinger | Report spam
Ich verwende Linux schon ziemlich lange, und habe lange Zeit
privat einige Kisten so zum Spielen laufen gehabt: Pentium 100,
PII, PIII, so ziemlich alles was ein paar Jahre obsolet war,
hab ich noch mal ein paar Jahre als Heimserver und/oder Spielgeràt
verwendet.

Im Moment tut sich aber hardwaremàßig soviel, daß mir eher neue
Kisten Spaß machen. Wobei "Kisten" ist vielleicht etwas
hochgegriffen.

Eine davon ist der Raspberry Pi, den man jetzt endlich in
Stückzahlen und mit màßigen Wartefristen geliefert kriegt.
Der ist einfach wunderbar. Für mich hat er genug Rechenleistung
für alles, was nicht ein GUI braucht, und er saugt nur ca. 2-3,5
Watt.

Aber eher zufàllig habe ich eine andere "Kiste" entdeckt,
die ich einfach genial finde, den Asus WL-330N3G. Das ist
eigentlich ein WLAN-Router, der für den mobilen Betrieb mit
USB-Handymodems gedacht ist, und daher hat er einen USB-Port.

http://www.asus.com/Networks/Wirele.../WL330N3G/

Das ist alles gut und schön, mit der mitgelieferten Software
macht er bestimmt auch was versprochen wird, so richtig
toll wird das Ding für mich aber erst wenn man OpenWRT
aufspielt:

http://wiki.openwrt.org/toh/asus/wl-330n

Das ist relativ problemlos, man muß halt eine neue Beta-Version
nehmen. Aber bitte selber mitdenken, wenn wer das Geràt himmelt
möchte ich nicht Schuld sein!

Was kann man mit dem Ding machen? Für mich ist das spannendste,
daß man damit einen seriellen Port "überall" ans Ethernet hàngen
kann. Ein Konsolen- und Terminalserver, der mit gàngigen
seriellen Geràten über einen FTDI-Adapter (übliche USB-Serielle-
Kabel) Daten austauschen kann. Im Moment laufen gerade
NMEA-Sentences aus einem GPS über meinen, entgegengenommen
vom Terminalprogramm "picoterm" das in OpenWRT inkludiert
ist.

Aber auch für andere USB-Geràte gibt es Treiber für diese MIPS-
CPU.

Der Funkempfang ist auch ganz OK für die Größe und die diversen
Routing/Client-Sachen gehen natürlich auch, sofern man mit einem
Ethernet auskommt. Ich hab meinen jetzt als routenden Client für
einen Raspberry Pi eingesetzt. Umgekehrt macht er sich sicher
auch Access-Point gut.

Außerdem hat das Ding eine LED, die man schalten kann, und einen
Knopf (obwohl ich nicht weiß, ob man letzteren unter Linux
auslesen kann) und eine weitere serielle Schnittstelle im Geràt.
Das ladet auch zu Hardwarebasteleien ein, wenn man irgendeine
Schaltung mit WLAN ausstatten möchte.

Der Preis ist mit ca. 35 Euro sehr OK, vor allem weil man
noch einiges an Zubehör dazukriegt: Ein 2A micro-USB-Netzteil,
ein Y-USB-Kabel, ein Ethernetkabel, ein Auto-Netzteil für 12V,
und einen kleinen Tragebeutel.

root@white:~# uname -a
Linux white 3.3.8 #2 Sat Oct 20 14:38:14 UTC 2012 mips GNU/Linux
root@white:~# cat /etc/openwrt_release
DISTRIB_ID="OpenWrt"
DISTRIB_RELEASE="Attitude Adjustment"
DISTRIB_REVISION="r33883"
DISTRIB_CODENAME="attitude_adjustment"
DISTRIB_TARGET="ramips/rt305x"
DISTRIB_DESCRIPTION="OpenWrt Attitude Adjustment 12.09-beta2"

Also für alle Situationen, wo ein WRT54GL immer noch zu groß ist,
ist dieses Geràt mein Tip. Wenn ich Zeit habe, werde ich mein
Dec VT220 vom Dachboden holen, und es dranhàngen, mit 9600 Baud
oder so ;)

/ralph
 

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#1 Ansgar Strickerschmidt
15/11/2012 - 13:24 | Warnen spam
Also schrieb Ralph Aichinger:

Ich verwende Linux schon ziemlich lange, und habe lange Zeit
privat einige Kisten so zum Spielen laufen gehabt: Pentium 100,
PII, PIII, so ziemlich alles was ein paar Jahre obsolet war,
hab ich noch mal ein paar Jahre als Heimserver und/oder Spielgeràt
verwendet.

Im Moment tut sich aber hardwaremàßig soviel, daß mir eher neue
Kisten Spaß machen. Wobei "Kisten" ist vielleicht etwas
hochgegriffen.



Meine kleinste Linux-Box ist (eher: war... das erste hat jetzt meine Frau
übernommen) ein Android-Handy.
Genauer gesagt: ein Samsung Galaxy Fit GT-S5670. Natürlich gerootet, mit
Busybox und Terminal-App. :)
Der Kernel von Gingerbread ist ein etwas spezialisierter 2.6.35.7 .

Jetzt isses ein Galaxy Ace 2 (GT-I8160).

:)

Ansgar

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