Meine kosmologischen "Paradoxa" ...

14/03/2013 - 20:01 von Jon J Panury | Report spam
deren "Lösung" ich mir u.a. durch geeignete Hinweise in dsp erhoffe,
gehen wie folgt:


Wenn eine sehr weit entfernte Galaxie beobachtet wird (ich setze jetzt
mal voraus, dass die Entfernungsbestimmung irgendwie funktioniert,
zumindest im Groben) sehen wir sehr altes Licht, d.h. es ist
unvermeidlich, dass man, je weiter das Objekt entfernt ist, es in
einem desto jüngeren Zustand sieht. Richtig?

Wenn ja:

In einem "jüngeren" Zustand muss, wegen der Expansion des Universums,
das Objekt aber nàher an "uns-hier" dran gewesen sein. Wenn wir aus
den Wellen, die wir *jetzt* empfangen, auf die Entfernung schließen
können, *muss* es sich um die Entfernung zum Zeitpunkt der Entstehung
dieser Wellen handeln.
Kann es dann überhaupt sein, dass die Information aus den Wellen, die
wir heute empfangen, lautet: "sehr jung UND sehr weit entfernt"?
Ich fànde das paradox. Aber vielleicht gibt es das ja auch gar nicht.
Vielleicht ist es ja so, dass wir "sehr alte" Objekte nur in relativ
nàchster Nàhe beobachten.
Aber auch der Befund "sehr alt und sehr weit entfernt" führt m.E. in
ein Paradoxon. Denn wenn das Alter des Universums zB 13 Mrd. Jahre
betràgt, können "sehr alte" Objekte maximal ebenfalls 13Mrd Jahre alt
sein. Nun kann aber das Licht eines 13 Mrd Jahre alten Objekts nicht
aus 13 Mrd Lichtjahren Entfernung jetzt schon bei uns eintreffen -
sondern erst in 13 Mrd Jahren!

Was zur zweiten Frage führt:

Es gilt wohl nach wie vor das Isomorphieprinzip.
Wenn ja: Welchen tieferen Sinn macht die Beobachtung "weit entfernter"
Objekte? Objekte derselben Art müssten sich - wegen Isomorphie - doch
auch "vor der Haustür" finden - oder?

Es gibt natürlich "Lösungen" für diese Fragen, und ich hoffe, mit ein
wenig Einhilfe meinen respektiven Denkfehlern auf die Spur zu kommen.

(Ich habe noch weitere "kosmo-logische" Fragen, aber das hier soll
erstmal genügen.)
 

Lesen sie die antworten

#1 Fritz
14/03/2013 - 20:04 | Warnen spam
Am 14.03.13 20:01, schrieb Jon J Panury:
Es gilt wohl nach wie vor das Isomorphieprinzip.
Wenn ja: Welchen tieferen Sinn macht die Beobachtung "weit entfernter"
Objekte? Objekte derselben Art müssten sich - wegen Isomorphie - doch
auch "vor der Haustür" finden - oder?

Es gibt natürlich "Lösungen" für diese Fragen, und ich hoffe, mit ein
wenig Einhilfe meinen respektiven Denkfehlern auf die Spur zu kommen.



Lies mal die Links von meinem Parallelthread
'ALMA: Unzàhlige Sterne entstanden deutlich früher als gedacht'


Fritz

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