Merkwürdiges Verhalten des Schutzleiter

26/05/2009 - 14:08 von Dominique Görsch | Report spam
Hallo zusammen,

bereits kurz nach Einzug in diese Wohnung hier, stelle ich fest, dass
sich der Schutzleiter merkwürdig verhàlt:

Sobald im Arbeitszimmer (oder auch im Kinderzimmer) ein PC angeschlossen
wird, scheint sich das Massepotential zu verschieben. Ich hab damals mal
ein bissl mit dem Multimeter gemessen, habe aber leider die Werte
nichtmehr im Kopf. Jedenfalls war es so, dass ich ohne Verbraucher am
Netz zwischen Außenleiter und Neutralleiter die selben Ergebnisse wie
zwischen Außenleiter und Schutzleiter hatte (rund 230V müssten es
gewesen sein). Mit Verbrauchern mit Schukosteckern am Netz, verschiebt
es sich: zwischen Außenleiter und Neutralleiter bleibt es bei den 230V,
zwischen Außenleiter und Schutzleiter war es deutlich weniger (ich meine
ich hatte damals Ergebnisse zwischen 50 und 90V Differenz). Diese
Differenz ist auch zwischen Neutralleiter und Schutzleiter, oder
Schutzleiter und Heizungsrohr messbar und - was mich doch ein wenig
beunruhigt - wenn man mit empfindlichen Körperstellen die Metallgehàuse
berührt, auch spürbar.

Im Laufe der weiteren Installation meiner PC- und Netzwerkltechnik,
stellte ich dann fest, dass sich das ganze wieder aufhebt sobald mein
Kabelmodem angeschlossen ist. Es scheint also so, als wenn meine gesamte
Infrastruktur nun durch die Netzwerkleitungen und Switche, hindurch
durchs Kabelmodem und Antennenkabel im Keller auf der
Potentialausgleichsschiene sauber geerdet ist.

Ein damals auf mein Bitten und Betteln von der Hausverwaltung gerufener
Elektroinstallateur hat wie auch ich zuvor diverse Dinge mit dem
Multimeter gemessen (mal mit, mal ohne Kabelmodem) und meinte nur, wenn
im Endeffekt alles passt, ists doch OK. Ich seh' das allerdings anders,
die Tatsache, dass anscheinend sàmtliche Fehlerströme durch meine
Netzwerkinstallation und mein Kabelmodem zur Potentialausgleichsschiene
gelangen, gefàllt mir absolut nicht. Bisher funktioniert zwar alles,
aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass dadurch Geràte auf
Dauer oder durch Fehlerstromspitzen schaden nehmen.

Wie sehen das die Fachleute hier? Was kann man dagegen tun - mal
abgesehen von neuem Kabelverhau, diesbezüglich hatte ich schonmal bei
der Hausverwaltung vorgehorcht, keine Chance. Hilft es, wenn ich in
meinem Arbeitszimmer hingehe und den Schutzleiter zusàtzlich gegen das
Heizungsrohr erde? Bei Bedarf führe ich meine Messungen von damals noch
einmal durch und liefere dann genaue Werte.

Gruß
Dominique Görsch

PS: Der einzige vorhandene FI (fürs Badezimmer) ist entweder defekt oder
gar nicht angeschlossen, der Löst nicht einmal beim Drücken der
Test-Taste aus.
 

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#1 Ansgar Strickerschmidt
26/05/2009 - 14:18 | Warnen spam
Am 26.05.2009, 14:08 Uhr, schrieb Dominique Görsch :

[Schwebender PE]
Wie sehen das die Fachleute hier? Was kann man dagegen tun - mal
abgesehen von neuem Kabelverhau, diesbezüglich hatte ich schonmal bei
der Hausverwaltung vorgehorcht, keine Chance.



Dann derselbigen gehörig in den Arsch treten. Tschulligung, aber das
musste raus.
Schlimmstenfalls, wenn sich die Zipfelmützen dauerhaft querlegen, selber
einen fàhigen techn. Sachverstàndigen beauftragen, der erstmal genau
feststellen soll, *dass* da gefàhrlicher Pfusch unterwegs ist. Dann die HV
damit konfrontieren. Notfalls verklagen, wenn sie sich weiterhin stur
stellen.

PS: Der einzige vorhandene FI (fürs Badezimmer) ist entweder defekt oder
gar nicht angeschlossen, der Löst nicht einmal beim Drücken der
Test-Taste aus.



Noch einmal kràftig nachtreten.

Ansgar

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