Metallfilmwiderstände

06/12/2007 - 23:10 von Peter Engels | Report spam
Hallo zusammen,

mir liegen zwei vielleicht ziemlich einfàltige Fragen auf dem Herzen:

1) Woran kann man rein àußerlich einen Metallfilmwiderstand von einem
Kohleschichtwiderstand unterscheiden?

Hintergrund: Ich habe jahrelang alles was als 1% oder 2% markiert war
und vier Kennzeichnungsringe zur Angabe des Wertes hatte, als
Metallfilm eingeordnet und in der der Bastelkiste gesammelt. 5% oder
mehr oder nur drei Ringe war für mich Kohleschicht. Letzteres ist
vermutlich richtig, ersteres aber anscheinend falsch, denn ich musste
in einer temperaturempfindlichen Anwendung feststellen, dass mir die
Messwerte mit der Temperatur heftig wegliefen, obwohl ich nur
Widerstànde mit vier Ringen und höchstens zwei Prozent verbaut hatte.

Es gab gleich zwei Übeltàter, ihnen war die Farbe des Grundkörpers
gemeinsam: beige. Die echten Metallfilmwiderstànde hatten grüne oder
blaue Körper. Ist das ein sicheres Unterscheidungsmerkmal?

2) Wenn ich nicht einen völligen Knoten im Hirn habe, muss es nach den
Messwerten so sein, dass diese beigen Widerstànde mit zunehmender
Temperatur ihre Werte verkleinert haben! Das widerspricht aber doch der
Physik...

MfG / Regards

Peter Engels

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#1 Kai-Martin Knaak
06/12/2007 - 23:56 | Warnen spam
On Thu, 06 Dec 2007 23:10:44 +0100, Peter Engels wrote:

2) Wenn ich nicht einen völligen Knoten im Hirn habe, muss es nach den
Messwerten so sein, dass diese beigen Widerstànde mit zunehmender
Temperatur ihre Werte verkleinert haben! Das widerspricht aber doch der
Physik...



Na ja, es gibt durchaus Effekte, die den Widerstand mit steigender
Temperatur erniedrigen. Das ist vorzugsweise bei Halbleitern der Fall.
Man nutzt diesen Effekt für Temperatursensoren aus. Das Stichwort zum
Thema ist "negative temperature coefficient", abgekürzt "NTC".

Ein Kohle, oder Metallfilm-Widerstand sollte allerdings einen positiven
Temperaturkoeffizienten haben.

<(kaimartin)>
Kai-Martin Knaak
http://lilalaser.de/blog

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