Migration Access -> SQL Server ???

17/06/2009 - 16:49 von Matthias Schuppe | Report spam
Hallo zusammen,

wir haben den Lieferanten einer von uns eingesetzten Software
beauftragt, selbige von Access auf SQL Server zu migrieren. Er
realisierte dies so, dass die Access-Datenbank beibehalten wurde,
lediglich die Tabellen in der *.mdb-Datei sind jetzt keine echten
Tabellen mehr, sondern Verknüpfungen auf die entsprechenden Tabellen
in der SQL-Datenbank.

Hierzu würde ich euch gerne mal nach eurer Meinung fragen. Ist das
wirklich eine Migration? Hat das so entstandene Gesamtsystem wirklich
die von uns geforderten Vorteile bezüglich Mehr-Benutzer-Betrieb,
Datensicherheit und Stabilitàt? Sind in dieser Kombination aus Access
und SQL Server eventuell "neue" Probleme zu erwarten?

Gruß,

Matthias
 

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#1 Elmar Boye
17/06/2009 - 17:39 | Warnen spam
Hallo Matthias,

"Matthias Schuppe" schrieb ...
wir haben den Lieferanten einer von uns eingesetzten Software
beauftragt, selbige von Access auf SQL Server zu migrieren. Er
realisierte dies so, dass die Access-Datenbank beibehalten wurde,
lediglich die Tabellen in der *.mdb-Datei sind jetzt keine echten
Tabellen mehr, sondern Verknüpfungen auf die entsprechenden Tabellen
in der SQL-Datenbank.

Hierzu würde ich euch gerne mal nach eurer Meinung fragen. Ist das
wirklich eine Migration?



Ja. Nur ob es den Anforderungen entspricht,
hàngt von euren Maßgaben an diese Migration ab.

Hat das so entstandene Gesamtsystem wirklich die von uns geforderten
Vorteile bezüglich Mehr-Benutzer-Betrieb, Datensicherheit und Stabilitàt?



Ein SQL Server Backend kann durchaus die Stabilitàt und
auch die Verfügarkeit wie Durchsatz einer Software erhöhen.
Grundsàtzlich ist Access seit jeher auch für einen Betrieb
im Client/Server Betrieb via ODBC ausgelegt.

Nur bedarf das generell einer sorgfàltigeren Programmierung,
was den Datenzugriff angeht. Denn an vielen Stellen verhàlt
sich Access dort - teilweise diffizil - anders.

Eine bloßes Umstellen auf SQL Server Tabellen und diese
einbinden ist nur in den seltensten Fàllen (bei einfachsten
Systemen) ausreichend.

Bei Migrationen, von denen ich in früheren Jahren einige gemacht
habe, war in der Regel ein größerer Teil des Datenzugriffs neu
zu programmieren, wenn die Anwendung ursprünglich ohne Hinblick
auf Client/Server erstellt wurde.

Sind in dieser Kombination aus Access
und SQL Server eventuell "neue" Probleme zu erwarten?



Das làßt sich pauschal nicht beantworten.
Ich rate euch, Belastungstests vorzunehmen, insbesondere bei
tàglichen Aufgaben, die üblicherweise parallel von mehreren
Leuten wahrgenommen werden, wie z. B. Auftragseingabe
oder vergleichbares.

Gruß Elmar
(Hinweis: Ehemaliger Access Client / Server MVP bis 2003.)

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