Migration von einem Laptop auf ein anders mit dm-crypt

23/06/2015 - 13:20 von Sebastian Niehaus | Report spam
Moin,

Ich habe ein Thinkpad mit PATA-Platte, darauf làuft Debian Wheezy
(Erstinstalltion war vermutlich Etch, von da an dist-upgrades). Die
Platte ist komplett verschlüsselt mit dm-crypt.


Nun ist die alte Hardware viel zu langsam und Ersatz ist in Sicht, ein
gebrauchtes Thinkpad T410, welches eine (SATA-)SSD spendiert bekommt.

Mir stellt sich die Frage, wie ich das System am besten von der alten
auf die neuen Hardware migriere. Ich habe nicht so recht Anschlüsse
frei, um die SSD und die alte Platte an einem Rechner zu betreiben.

Eine Idee wàre, auf beiden Rechnern ein Live-System zu starten und auf
dem alten ein dd if=/dev/sda und auf dem neuen das als dd of=/dev/sda
neu zu schreiben. Etwa so auf dem alten Laptop:


dd if=/dev/sda | ssh root@neuer-laptop dd of=/dev/sda


Gibt es soweit Einwànde an der Idee? Ein "Problem" sehe ich darin, dass
die neue SSD deutlich größer ist und ich vermutlich so eine
Partitionstabelle bekomme, die nur einen Teil des Speichers ausnutzt;
das ist eigentlich nicht das, was ich will. Kann ich die verschlüsselte
Partition im Nachhinein vergrößern?

Den ungenutzten Rest als weitere Partition zu nutzen, die dann in das
LVM, was dm-crypt benutzt, eingebunden wird erscheint mir nicht optimal,
da ich dann beim Start vermutlich zwei Passwortabfragen bekomme, da ja
zwei Partitionen verschlüsselt sind. Das erscheint mir nicht optimal.


Gibts weitere Tips? Oder ist das doch ein Fall, wo eine Neuinstallation
weniger Ärger macht?


Vielen Dank für Hinweise,

Sebastian


Zum AUSTRAGEN schicken Sie eine Mail an debian-user-german-REQUEST@lists.debian.org
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#1 Klaus Becker
23/06/2015 - 13:40 | Warnen spam
Le mardi 23 juin 2015, 13:14:36 Sebastian Niehaus a écrit :
Moin,

Ich habe ein Thinkpad mit PATA-Platte, darauf làuft Debian Wheezy
(Erstinstalltion war vermutlich Etch, von da an dist-upgrades). Die
Platte ist komplett verschlüsselt mit dm-crypt.


Nun ist die alte Hardware viel zu langsam und Ersatz ist in Sicht,
ein gebrauchtes Thinkpad T410, welches eine (SATA-)SSD spendiert
bekommt.

Mir stellt sich die Frage, wie ich das System am besten von der
alten auf die neuen Hardware migriere. Ich habe nicht so recht
Anschlüsse frei, um die SSD und die alte Platte an einem Rechner zu
betreiben.

Eine Idee wàre, auf beiden Rechnern ein Live-System zu starten und
auf dem alten ein dd if=/dev/sda und auf dem neuen das als dd
of=/dev/sda neu zu schreiben. Etwa so auf dem alten Laptop:


dd if=/dev/sda | ssh dd of=/dev/sda


Gibt es soweit Einwànde an der Idee? Ein "Problem" sehe ich darin,
dass die neue SSD deutlich größer ist und ich vermutlich so eine
Partitionstabelle bekomme, die nur einen Teil des Speichers
ausnutzt; das ist eigentlich nicht das, was ich will. Kann ich die
verschlüsselte Partition im Nachhinein vergrößern?

Den ungenutzten Rest als weitere Partition zu nutzen, die dann in
das LVM, was dm-crypt benutzt, eingebunden wird erscheint mir nicht
optimal, da ich dann beim Start vermutlich zwei Passwortabfragen
bekomme, da ja zwei Partitionen verschlüsselt sind. Das erscheint
mir nicht optimal.


Gibts weitere Tips? Oder ist das doch ein Fall, wo eine
Neuinstallation weniger Ärger macht?


Vielen Dank für Hinweise,

Sebastian




Hallo,

System mit fsarchiver sichern und auf neuen Datentràger restaurieren,
sehr einfach und sicher nach meiner Erfahrung.

$ apt-cache show fsarchiver
...
Description-en: file system archiver
FSArchiver is a system tool that allows you to save the contents of a
file system to a compressed archive file. The file system can be
restored on a partition which has a different size and it can be
restored on a different file system.
Unlike tar/dar, FSArchiver also creates the file system when it
extracts the data to partitions. Everything is checksummed in the
archive in order to protect the data. If the archive is corrupt, you
just lose the current file, not the whole archive.

Natürlich einige Dateien vorher sichern oder nachher anpassen, wie z.
B. /etc/fstab

Gruss

Klaus


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