Mikrophonbeschaltung?

05/07/2010 - 12:36 von David Kastrup | Report spam
Hi, ich habe hier ein Mikrophon, mit dessen Beschaltung ich kàmpfe, ich
habe aber auch herzlich wenig Ahnung. Es ist in einem Akkordeon
eingebaut, die Mikrophonkapsel ist in einem Schaumstoffblock und nicht
von außen einsehbar und ich möchte sie auch nicht freischneiden.

Zuleitungen sind zweiadrig abgeschirmt, weiß, rot, Schirm, rausgeleitet
auf eine Buchse für Lemostecker.

Wenn ich das Ding stupide an ein Zoom H2 anschließe, zweipolige Klinke
mit Schirm, dann bekomme ich heraus:

Ohne Tonaderspeisung (?) (irgendwas wie 2.5V): nichts.
Mit Tonaderspeisung: Signal auf beiden Adern, aber wohl gegenphasig.
Pegel dürftig und meines Erachtens nicht identisch.

Ich kann im Prinzip einen Batteriepack an eine der beiden Adern
anschließen, und habe dann Signal auf der anderen Ader, aber mit hohem
Gleichspannungsanteil (sowas wie 2.3V von 2.7, habe die Zahlen gerade
nicht im Kopf, kann aber bei Bedarf nachliefern).

Vertauschen von Batteriepack und Vorverstàrkereingang funktioniert auch,
ebenfalls mit Resultat eines Signals auf der anderen Ader, ebenfalls mit
fettem Gleichanteil.

Und in beiden Fàllen SNR, das nicht wirklich der Weisheit letzter Schluß
ist.

Also irgendwie ist mir nicht klar, welche Speisung da nun gedacht ist.
Wie wahrscheinlich ist normale Kondensatormikrophonspeisung bei einer
verbauten Kapsel für instrumentinterne Aufnahme? Und was ist überhaupt
normale Kondensatormikrophonspeisung? Hat jemand einen brauchbaren Link
für die typische Verschaltung? Wikipedia erzàhlt erstaunlich viel und
sagt erstaunlich wenig.

Schonmal danke,

David Kastrup
 

Lesen sie die antworten

#1 Ban
05/07/2010 - 13:01 | Warnen spam
"David Kastrup" schrieb im Newsbeitrag
news:

Hi, ich habe hier ein Mikrophon, mit dessen Beschaltung ich kàmpfe, ich
habe aber auch herzlich wenig Ahnung. Es ist in einem Akkordeon
eingebaut, die Mikrophonkapsel ist in einem Schaumstoffblock und nicht
von außen einsehbar und ich möchte sie auch nicht freischneiden.

Zuleitungen sind zweiadrig abgeschirmt, weiß, rot, Schirm, rausgeleitet
auf eine Buchse für Lemostecker.

Wenn ich das Ding stupide an ein Zoom H2 anschließe, zweipolige Klinke
mit Schirm, dann bekomme ich heraus:

Ohne Tonaderspeisung (?) (irgendwas wie 2.5V): nichts.
Mit Tonaderspeisung: Signal auf beiden Adern, aber wohl gegenphasig.
Pegel dürftig und meines Erachtens nicht identisch.

Ich kann im Prinzip einen Batteriepack an eine der beiden Adern
anschließen, und habe dann Signal auf der anderen Ader, aber mit hohem
Gleichspannungsanteil (sowas wie 2.3V von 2.7, habe die Zahlen gerade
nicht im Kopf, kann aber bei Bedarf nachliefern).

Vertauschen von Batteriepack und Vorverstàrkereingang funktioniert auch,
ebenfalls mit Resultat eines Signals auf der anderen Ader, ebenfalls mit
fettem Gleichanteil.

Und in beiden Fàllen SNR, das nicht wirklich der Weisheit letzter Schluß
ist.

Also irgendwie ist mir nicht klar, welche Speisung da nun gedacht ist.
Wie wahrscheinlich ist normale Kondensatormikrophonspeisung bei einer
verbauten Kapsel für instrumentinterne Aufnahme? Und was ist überhaupt
normale Kondensatormikrophonspeisung? Hat jemand einen brauchbaren Link
für die typische Verschaltung? Wikipedia erzàhlt erstaunlich viel und
sagt erstaunlich wenig.




Wenn das ein professionelles Teil ist, wird es wohl mit Phantomspeisung
betrieben.
2* 6.8k von +48V auf die beiden innenleiter und Masse an die Abschirmung.
Dann mit 2 Kondensatoren bipolar 10uF die hohe Gleichspannung vom recorder
eingang abblocken und langsam die 48V hochregeln, um nicht den recorder zu
zerschießen.
oder mir XLR Adapter mal probehalber im Musikladen an einen micpre
anschließen.
Bansuri von Roon
Apricale, Italy

Ähnliche fragen