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Mit der Bitte um gnadenvolle Bearbeitung seitens der Profis

14/11/2010 - 19:58 von Frager | Report spam
Vermutung:



Der naive Gedanke ist nun, dass man jedes Element jeder Menge mit
einem Element aus dem Unàrsystem bezeichnet, z.B.

1 = pi
11 = Wurzel(2)
111 = 1/3
1111 = 0,123123...
11111 = (1,1,0,0,0,1,0,0,1,...)_basis_2
111111... = ...
...





Antwort:


Und es ist eben nicht möglich, auf diese Art alle reellen Zahlen zu
bezeichnen. Genau das ist das Resultat, dass die Menge der reellen
Zahlen nicht abzàhlbar ist.



Die Antwort darauf, dass DA2 bei Verwendung vom 1er- statt dem 2er-System
nicht funktioniert, wird damit abgetan, dass das wegen DA2 nicht geht.

Oder wie gesagt wurde:

Diese Argumentation erinnert daran dass, als Galileo Jupitermonde sah,
die Kirche erwiderte, dass das ausgeschlossen sei, da dies bisher mit
allen astronomischen Methoden bereits erfolgreich endgültig widerlegt wurde.

Es wurde zu dieser Zeit auch folgende Alternative erwàhnt:

Man bezeichnet jedes Element jeder Menge mit einem uniquen Element aus
einem oo-stelligen System, so dass Diagonalen ausgeschlossen werden.

Es müsste nun mit elementaren und prinzipiellen Mitteln gezeigt werden,
weshalb die Mathematik nicht die ausreichende Anzahl von Strichen
und/oder nicht ein Zahlensystem mit unendlicher Basis vorràtig hat.

ooooooooo Wichtig!

Dabei ist die besungene Struktur von R VOLLKOMMEN unwichtig, weil das
Argument für ALLE unendlichen Mengen auf der Grundlage des Axioms gilt,
dass die Elemente jeder unendlichen Menge identifizierbar (und/oder
auswàhlbar) sind - entweder unterscheiden sich alle Elemente und es
hat die Mathematik zugleich unbeschrànkt=beliebig viele Striche
vorràtig, oder nicht. Die besondere Struktur der betrachteten
unendlichen Menge, wie R, ist daher LOGISCH vollkommen unwichtig, weil
es hier NUR auf die ANZAHL der Elemente ankommt, und die ist unbeschrànkt,
genauso wie die Menge der in der Mathematik kumulierbaren Striche,
jedenfalls bis auf eine vernünftige, die Struktur der besonderen Menge
EBEN NICHT irgendwie implizierende, Widerlegung.
 

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#1 Christopher Creutzig
15/11/2010 - 22:02 | Warnen spam
On 11/14/10 7:58 PM, Frager wrote:

Die Antwort darauf, dass DA2 bei Verwendung vom 1er- statt dem 2er-System
nicht funktioniert, wird damit abgetan, dass das wegen DA2 nicht geht.



Und? Dann funktioniert genau dieses Argument meinetwegen in genau dem
Kontext nicht (wie auch immer reelle Zahlen im Unàrsystem aussehen
sollen, Nachkommastellen sind da irgendwie nicht offensichtlich). Dass
ein Argument nicht funktioniert, bedeutet ja nicht, dass die damit
gezeigte Aussage falsch wàre. Und in anderen Systemen funktioniert das
Argument, das Cantor ursprünglich übrigens nicht für reelle Zahlen,
sondern für W-M-Folgen formuliert hat, und beweist die Aussage – die
übrigens selbst nicht von irgendeiner Darstellung abhàngt, ihre
Gültigkeit also ganz offenkundig auch nicht von einer solchen abhàngen kann.

Aus einem Waschlappen kann man schnell einen gerissenen Lumpen machen.

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