Mogelpackung oder Feature? Voltcraft VC-5060

17/05/2008 - 11:05 von Andreas Bockelmann | Report spam
Hallo liebe Zielgruppe,

am vergangenen Dienstag war ich beim blauen Klaus in Dortmund und suchte
ein analoges Multimeter, da mein Digitaldingen ohnehin lügt. (Die
angezeigten Werte suggerieren eine Messgenauigkeit, die nicht vorhanden
ist.)

Es sollte ein analoges Instrument werden, da ich kurze Spannungssprünge
qualitativ betrachten will. (Spannungssprünge an einer Lambdasonde im
Umschaltmoment Benzin/Autogas).

Die Wahl fiel auf das VC-5060, da dieses eine "Input Impedance" von
10MOhm habe.

Mit einem integrierten Messverstàrker habe ich somit gerechnet, aber es
viel mir auf, dass der Zeiger recht langsam in seine Messwertposition
fàhrt und eine 3,6-Volt Lithiumbatterie den Zeiger im 2,5 Volt
Spannungsbereich zwar ans Skalenende fàhrt aber nicht direkt an einen
Anschlag.

Also habe ich mal das Gehàuse geöffnet und reingeschaut. (Vorweg: Die
Plastikhülsen, in die die Gehàuseschrauben eingreifen waren beide
abgebrochen, das erwarte ich bei Restboxen vom Max, nicht bei Neuware
von Klaus. Ich habe dann etwas làngere Schrauben verwendet, um das
Gehàuse zu schließen. Im Innenleben ein paar Widerstànde, Sicherungen
und Trimmer zum Kalibrieren und ein Baustein, auf dem ein Chip vergossen
ist und etwas Hühnerfutter.

Vom Aufbau her möchte ich behaupten, dass es sich von der Technik her um
ein Digitalmultimeter handelt mit integriertem D/A-Wandler zur
Zeigeransteuerung. Das hat zwar den Vorteil, dass man sein Messgeràt
nicht so schnell ruinieren kann und im DC-Bereich der Absolutwert
angezeigt wird (negative Werte erhaloten zusàtzlich ein rotes
Lichtlein), nur ist die Mimik genauso langsam wie ein DMM. Da der Zeiger
erst noch dem berechneten Wert folgen muss, ist es sogar noch langsamer.

Jetzt mal eine Frage dazu: Warum geht man in diesem Multimeter den Weg
über die Digitalisierung? Kostengründe nach dem Motto DMM-Chips gibt's
wie Sand am Meer und eine Analogausgabe auf dem Chip stört im
Massenartikel DMM nicht?


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#1 MaWin
17/05/2008 - 11:26 | Warnen spam
"Andreas Bockelmann" schrieb im Newsbeitrag
news:482ea19b$0$6552$

Die Wahl fiel auf das VC-5060, da dieses eine "Input Impedance" von 10MOhm
habe.
Vom Aufbau her möchte ich behaupten, dass es sich von der Technik her um ein
Digitalmultimeter handelt mit integriertem D/A-Wandler zur Zeigeransteuerung.



Auf der Produktseite steht 10kOhm,
im Anleitungs-PDF 10MOhm.

Der Chip ist wohl kaum ein A/D-D/A-Wandler,
wie waere es mit einem OpAmp als Gleichrichter/Polaritaetserkenner ?
Fuer Kapazitaetsbereich noch Osziallator.
Also ein LM324 :-)
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.
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