Motherboard-Elkos

19/10/2007 - 23:28 von Ulrich G. Kliegis | Report spam
Moin,
sowas passiert eigentlich immer nur anderen, bis...

Der PC eines meiner Söhne zeigte seit einiger Zeit zunehmend
Ausfallserscheinungen. Ein RAM-Test ergab Probleme, die aber im Zuge
einer umfangreichen Untersuchung durch den Distributor
(Garantieanspruch) widerlegt wurden. Das ganze Drumrum spar ich mal,
heute entdeckte ich, daß eine Reihe Elkos auf diesem ASRock-Board
(kein Plan hier, welches, ist auch egal) ihren Deckel bedenklich nach
oben wölben. Also klar, da liegt der Wurm.

Nun wollte ich hier nurmal die Lötkolbenauchrichtigrumanfasser und
sonstigen Bescheidwisser fragen, welcher Lieferant, welche
Spannungsklasse und welche Elkos, wenn man es sich denn überhaupt
aussuchen kann, empfehlenswert und bewàhrt sind.


Allfàllige Empfehlungen, doch gleich ein neues Motherboard zu kaufen,
sind legitim und so, aber ich will das anders!

Und ja, ich habe die Lizenz zum Löten, Schachbrettmuster in Teesieb
löten ist noch das gàngigste... :)

Dank vorab für zielführenden Rat, wie immer.

Gruß,
U.
 

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#1 UseNet-Posting-Nospam-74308-
20/10/2007 - 12:08 | Warnen spam
(Ulrich G. Kliegis) 19.10.07 in /kiel/computer:

Moin,
sowas passiert eigentlich immer nur anderen, bis...

Der PC eines meiner Söhne zeigte seit einiger Zeit zunehmend
Ausfallserscheinungen. Ein RAM-Test ergab Probleme, die aber im Zuge
einer umfangreichen Untersuchung durch den Distributor
(Garantieanspruch) widerlegt wurden. Das ganze Drumrum spar ich mal,
heute entdeckte ich, daß eine Reihe Elkos auf diesem ASRock-Board
(kein Plan hier, welches, ist auch egal) ihren Deckel bedenklich nach
oben wölben. Also klar, da liegt der Wurm.



Baujahr 2000...2002?

Nun wollte ich hier nurmal die Lötkolbenauchrichtigrumanfasser und
sonstigen Bescheidwisser fragen,



Schleimer! ;-)

welcher Lieferant,



RS-online

welche Spannungsklasse



Steht drauf, 3..6V
Du wirst kaum andere an die Stellen bekommen als vorgesehen.

und welche Elkos,



Steht drauf. Ja das sind 2200uF und mehr in den kleinen Dingern!
Tc muss 105C sein.
Elkos mit 105C sind dann oft auch "Low-ESR", falls Du mal nur diese
Angabe findest. Kann aber auch Betrug sein...(2. Schlauch über 70C Elko!)

Es MÜSSEN sog. "Low-ESR" sein.
Die Elko glàtten eine hochfrequente Spannung und werden extrem
mit Stromspitzen maltràtiert.
Normale, moderene Elkos (105C) könnten auch gehen:
Wenn sie nicht warm werden ist's ok.
Man kann den ESR auch rel. einfach messen.
Aber wenn Du eh keine Elkos hast: Keine Arme, keine kekse.
Also kauf gleich das Richtige.
Wird nicht billig.
Zumal diese Elkos rel. teuer sind und RS nur sàckchenweise liefert.

wenn man es sich denn überhaupt
aussuchen kann, empfehlenswert und bewàhrt sind.



Panasonic z.B. aber da das Board eh nur noch begrenzte Zeit leben wird:
Egal.


Allfàllige Empfehlungen, doch gleich ein neues Motherboard zu kaufen,
sind legitim und so, aber ich will das anders!



Sach doch gleich:
"Ich habe schon alles, Geld spielt keine Rolle! Ich will Basteln!"

Und ja, ich habe die Lizenz zum Löten, Schachbrettmuster in Teesieb
löten ist noch das gàngigste... :)



Du brauchst schon was dickeres.
70Watt und geregelt(!) sollten es schon sein. Am besten 2 davon.
Die Elkos stecken in massiven, grossen Kupferflàchen und sind
durchgelötet.
Mit Augenschutz die Elkos abkipsen und Draht für Draht raus schont die
Platine. Die Platine mit IR-Stahler oder Heissluft geblàse auf 70C aufheizen
reduziert den Zeit auf und schon die Plaiten.
Vorsicht mit den beiden letzen Geràten! dabei geht auch schon mal ein
SMD-Baustein ab! Also mit Kreppklebeband schützen, und nict zulange a einer
Stelle erhitzen. Du könnte das Board auch ne Stunde bei 70C in den
Backofen schieben, wenn's den LAG nicht stört.
Es lötet sich einfach schöner(durch).
Und vergiss nicht den ROHS aufkleber abzumachen, wenn du kein "bleifrei"
hast... ;-)
(Wird aber keinen ROHS Aufkleber haben)


Achso:
Ich hab das mal gemacht. Es lohnt sich wirklich nur bei Spezial-Boards
oder als Fingerübung um nicht einzurosten.
Ich habe alle Elkos getauscht, da zu der Zeit einen Gross-Betrug mit dem
Elktrolyten gab. (Chinesen haben keine Skrupel! Sie freuen sich,
wenn der Kunde sich über den günstigen Preis freut. Das ist wichtiger
als Qualitàt. Da hatte wer -versucht- den Elektolyten nach zu kochen.
Leider fehlte wohl das eine oder andere Bit beim Knowhow: Er war nicht stabil.
Irgendwo im Netz gibt's ne grosse Story.)


Rainer

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