mount nfs und locale

08/08/2010 - 23:19 von Anton Blau | Report spam
Hallo Newsgroup,

ich habe von meinem Linux-Client einige Verzeichnisse auf meinem
Linux-Server per nfs gemountet. Leider werden bei den gemounteten
Verzeichnissen die Umlaute nicht korrekt dargestellt.

Auf dem Client ist als locale "de_DE.UTF-8" eingestellt. Auf dem Server
"de_DE@euro". Ich vermute dass es daran liegt. Aus verschiedenen Gründen
kann ich die locale-Einstellungen nicht gleichziehen.

Gibt es eine Möglichkeit, das mounten so einzustellen, dass die Umlaute
korrekt dargestellt werden?

Danke!


Tony
 

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#1 Bernd Petrovitsch
09/08/2010 - 11:45 | Warnen spam
On Sun, 08 Aug 2010 23:19:30 +0200, Anton Blau wrote:
[...]
ich habe von meinem Linux-Client einige Verzeichnisse auf meinem
Linux-Server per nfs gemountet. Leider werden bei den gemounteten
Verzeichnissen die Umlaute nicht korrekt dargestellt.

Auf dem Client ist als locale "de_DE.UTF-8" eingestellt. Auf dem Server
"". Ich vermute dass es daran liegt. Aus verschiedenen Gründen



Und das produziert genau welche Kodierung?
ISO-8859-1? ISO-8859-15? Ganz was anderes?

kann ich die locale-Einstellungen nicht gleichziehen.



Naja, UTF-8 mag hàsslich sein, aber ich seh dazu keine Alternative. Und
neu ist UTF-8 jetzt auch nicht mehr.

Gibt es eine Möglichkeit, das mounten so einzustellen, dass die Umlaute
korrekt dargestellt werden?



Nicht daß ich wüßte (aber ich lasse mich gerne eine besseren belehren).
Die Filenamen sind - vom Kernel betrachtet - Null-terminierte Byte-Strings.
Ob ein Filename UTF-8 oder ISO-8859-15 (oder ganz anders - *eg* EBCDIC)
kodiert sind, ist dem Kernel egal. Und er weiß es auch nicht - woher auch!

Nebenbei: Das gilt für jeden einzelnen Filenamen, d.h. daß im selben
Directory verschieden kodierte Filenamen liegen können. Und ich wüßte
noch nicht mal den (verbreiteten) Ansatz einer Methode, zu einem File
auch noch mitzugeben, wie der Filename (oder auch der Inhalt) kodiert
sind.
Hmm, wenn man so eine Mount-Option hàtte (egal, ob im VFS oder "nur"
im NFS), müßte man sich (zumindest) folgendes überlegen:
- Und wie ist das mit Namensvergleichen in die andere Richtung: Man öffnet
ein File (mit obiger Kodierung) und der làßt sich nicht nach unten
konvertieren.
OK, das geht noch: Der open(2) SysCall liefert einen passenden Fehler.
- was tut man, wenn sich der Name "unten" gar nicht nach oben umschreiben
làßt (z.B. Name auf der Disk sollte eigentlich UTF-8 sein, ist aber kein
legaler UTF-8 String).
Z.B. bei "ls": deshalb sollte nicht schief gehen.
- Soll es nichts anzeigen?
- Soll es "??" stattdessen anzeigen.
- Irgendein Pràfix (welches? was ist, wenn das mit anderen Filenamen
clashen kann?) und dann Hex-Code?
So a la "internationalisierte Domainnamen" (und man tritt sich dien
selben Problemen dahinter ein).
Alles ist für den (End)User mbMn irgendwie eklig.
- Von ganz oben betrachtet: Was tun, wenn es im selben Directory ISO-8859-15
und UTF-Namen gibt?
OK, das kann man mit "muß der User anders lösen" "lösen", aber ich seh
da die nàchsten Diskussionen kommen.

U.U. kannst Du den Umweg über Samba (statt NFS) nehmen - dort ist wohl
ein Standard (übers Netzwerk) de facto "definiert".

Bernd
- Wie erkennt man IYO die offensichtlich ungeeigneten, hinter denen sich
nicht das Genie verbirgt?
- Wie erkennt man das Offensichtliche?
Martina Diel und Volker Birk

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