Multiversen - Vielwelteninterpretation der QM

29/02/2016 - 23:31 von hannover.epost | Report spam
Hallo Zusammen,

viel mich mal als Laien bzgl. QM und Kosmologie bezeichnen.
Es gibt ja die "Vielewelten"-Interpretation der Quantenmechanik, nach der sich alle "Alternativen" von QM-Zustànden in verschiedenen "Welten" (Universen) realisiert.

Dazu mal zwei Nachfragen an die Fachleute..

1) Wie verhàlt sich der Energieerhaltungssatz dazu, wenn man die Multiversen zusammen als verbundenes System sieht. Woher kommt die Energie der Multiversen?

2) Im Folge vomn 1) sollten ja alle Multiversen die gleiche Historie im Ursprung haben. Hàngt dann die Energie des - bisher angenommenen - Urknalls von der Zukunft ab, also der Anzahl der Multiversen?

BG Andreas
 

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#1 ram
03/03/2016 - 02:44 | Warnen spam
writes:
Es gibt ja die "Vielewelten"-Interpretation der
Quantenmechanik, nach der sich alle "Alternativen" von
QM-Zustànden in verschiedenen "Welten" (Universen)
realisiert.



Das kommt darauf an, was »realisieren« bedeutet.

Normalerweise ist etwas real, das man beobachten
und veràndern kann. Wenn etwas in einer »Parallelwelt«
ist, dann kann man dies aber nicht.

1) Wie verhàlt sich der Energieerhaltungssatz dazu, wenn man
die Multiversen zusammen als verbundenes System sieht. Woher
kommt die Energie der Multiversen?



Die Energieerhaltung wird nur für gewisse Prozesse
gefordert. Etwa auch wegen der kosmologischen
Rotverschiebung kann man beispielsweise nicht unbedingt
sagen, daß die Energie für das Universum als ganzes erhalten
bleibt.

Für die »Aufspaltung« in Zweige wird zunàchst keine
Energieerhaltung postuliert. Wir kennen aber das
Doppelspaltexperiment, wo man noch Interferenzen zwischen
den beiden Zweigen beobachten kann. Dort ist die Natur
dieser Interferenzen gerade so, daß in jedem einzelnen Zweig
die Energie erhalten bleibt.

2) Im Folge vomn 1) sollten ja alle Multiversen die gleiche
Historie im Ursprung haben.



Zwar scheint es erst einmal so zu sein, daß die Zahl der
Zweige lokal in Richtung Zukunft zunimmt. Aber, ich weiß
nicht, ob man eine »globale Zahl der Zweige« definieren kann
und dann sagen kann, daß sie jemals gleich 1 war.

Da die Grundgleichungen der Quantenmechanik keine
Zeitrichtung auszeichnen, könnte es auch so sein, daß die
Zahl der Zweige unter bestimmten Umstànden lokal auch in
Richtung der »Vergangenheit« als zunehmend erscheint.

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