Nachtspeicherheizung: Verbrauchsumlagerung rechtens?

20/09/2012 - 21:19 von Thomas H. | Report spam
Ich heize meine 52 qm Wohnung mit Strom und habe zwischen 2009 und 2012
Rechnungen von der RWE Vertrieb AG erhalten. Hierbei ist mir nun
aufgefallen, dass bei meinen NT-kWh immer 25% des HT-Verbrauchs
abgezogen wurden. Dieser Anteil wurde dann meines Erachtens völlig
unsinnigerweise zum teureren HT-Tarif berechnet. Die Begründung ist,
dass lediglich der für die elektrische Heizungsanlage verwendete
Wàrmespeicherstrom mit dem NT-Tarif zu berechnen ist. Die RWE Vertrieb
AG geht davon aus, dass 25% des HT-Verbrauchs in den NT-Freigabestunden
(8 h + 2h tàglich) von den Haushaltsgeràten verbraucht werden. Als
gelernter Industrieelektroniker meine ich aber, dass die sogenannte
Verbrauchsumlagerung (15% bzw. 25%) aus technischer Sicht völlig absurd
und damit unzulàssig ist. Der von den Haushaltsgeràten (Kühlschrank,
Unterhaltungselektronik, Beleuchtung, usw.) innerhalb meiner Wohnung
verbrauchte NT-Strom wird von diesen nahezu vollstàndig in Abwàrme
umgewandelt. Diese Heizleistung addiert sich zu der Heizleistung der
Nachtspeicherheizungsanlage bzw. die benötigte Heizleistung für die
Raumaufheizung verringert sich um eben diesen Betrag. Die
Verbrauchsumlagerung ist daher unzulàssig, denn der Haushaltsstrom wirkt
effektiv auch als Wàrmestrom. Ich habe die RWE Vertrieb AG um
Rückerstattung der bei mir insgesamt 1.490 fàlschlicherweise zum
HT-Tarif abgerechneten NT-kWh gebeten. Der Streitwert belàuft sich auf
ca. 140 EUR.

https://www.rwe.de/web/cms/de/11615...espeicher/

Sollte ich klagen, falls die RWE AG sich weigert meinem Anliegen Folge
zu leisten? Diese sogenannte Verbrauchsumlagerung scheint auch bei
anderen Stromlieferanten seit vielen Jahren gàngige Praxis zu sein...
 

Lesen sie die antworten

#1 Peter Liebert-Adelt
20/09/2012 - 21:57 | Warnen spam
Das ist keine ekelektr(on)ische Frage und erst recht keine
wissenschaftliche (sci). Die Frage würde, wenn überhaupt, in einem
juristischen Forum oder einer entsprechenden Newsgroup Sinn ergeben.

Aber ich würde vorher mal die allgemeinen Geschàftsbedingungen, die dem
Versorgungsvertrag zu Grunde liegen, in ihrer vollen Schönheit inhalieren.
Als nàchstes wàre die örtliche Verbraucherberatung mein Ansprechpartner.

Peter

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