NAS mit ZFS für Filmsammlung?

27/11/2014 - 14:57 von spamfalle2 | Report spam
Ich geb's ja zu, ich bin ein (Digital-)Messie...

Meine Filmsammlung wàchst und wàchst (dank EyeTV und manchmal auch
OnlineTVRecorder). Derzeit habe ich (immer noch) ein 2-Bay ReadyNAS Duo
mit 2*4TB im RAID-0, welches zu >99% voll ist. SPAN kann es leider
nicht, aber immerhin fàhrt es die Platten runter wenn ca. 15 Minuten
kein Zugriff erfolgte, und ist sehr leise wg. externem Netzteil ohne
Lüfter. Und eine Handvoll (5Stk) 3TB USB 3.0 Platten, die ich
abwechselnd an meinen Mac anschließe um ein Backup zu haben.
Das manuelle Kopieren nervt, und auch dass ich selber die Filme in die
richtigen Ordner auf die richtige Platte kopieren muss.

Wichtige Daten sind auf meinem rMBP (750 GB SSD) sowie 2 TimeMachine
Platten, eine per USB unregelmàßig angeschlossen, die andere hàngt an
der Airport Extreme und ist somit dauerhaft im LAN.

Ich hàtte gerne ein größeres NAS nur für die Filme. Es reicht mir
eigentlich wenn das IMO größte Ausfallrisiko abgedeckt ist, nàmlich dass
eine Platte kaputtgeht. Hatte in den letzten 20 Jahren ca. 10 defekte
Platten, also alle 2 Jahre eine. Einen Überspannungsschutz würde ich
auch noch dafür kaufen, obwohl ich noch nie deswegen Schàden hatte.
Aber die Filme sind nicht so wichtig dass ein zweites NAS nötig wàre.
Wenn die Wohnung abbrennt, sind sie eben weg...

Das NAS sollte primàr wie ein WORM funktionieren - typischerweise kommen
zwar regelmàßig neue Aufnahmen hinzu, aber gelöscht werden eigentlich
nur wirklich schlechte Filme. Speedanforderung ist moderat, zum
Abspielen reichen ja 3-4 GByte pro Stunde...

Ich hàtte gerne sowas àhnliches wie TimeMachine Backups - nur eben auf
dem NAS selber. Wiederherstellungspunkte, damit das versehentliche
Löschen von Dateien/Ordnern ggf. rückgàngig gemacht werden kann. Mit
HardLinks damit die Daten selber nicht doppelt auf der Platte liegen.
Wàren ZFS Snapshots dafür geeignet?


Ich besitze derzeit vier 4TB-Platten (2 im ReadyNAS, 2 einzeln USB), und
fünf (einzeln USB) 3TB-Platten für Filme. Ein FreeNAS mit RaidZ2 sollte
also 6 * 4TB haben für eine Nettokapazitàt von 16TB, was mir wohl die
nàchsten 5 Jahre reichen würde.
Anschaffen müsste ich das (BareBone-) NAS selber, dazu zwei 4TB-Platten.
Die 3TB-Platten könnte ich einmal mit dem aktuellen Stand befüllen und
für Notfàlle einlagern. Das wàre Möglichkeit 1.


Möglichkeit 2: Ein Simpel-NAS welches SPAN beherrscht und mir mit den
4TB-Platten ohne Redundanz ein 16TB-Volume im Netz bereitstellt. Und ein
DAS-Gehàuse welches dasselbe für die fünf 3TB-Platten macht, nur per USB
3.0 statt Ethernet. Die Ordnerstruktur würde ich dann am DAS erzeugen,
und via RSync auf das NAS spiegeln. Nachteil: Ohne Snapshots - Datei
lokal (DAS) löschen, und RSync löscht es auch am NAS. Man könnte
natürlich statt RSync direkt TimeMachine verwenden - und vom
Filmabspieler einfach immer das letzte Backup mounten
(NAS/Backups.backupdb/rMBP/latest/DAS) - aber dagegen spricht meine
Erfahrung mit TM-Disks. Mir sind in den letzten 10 Jahren (seit MacOS X)
eigentlich immer nur TM-Backup-Platten logisch kaputtgegangen (lassen
sich nur noch R/O mounten, MacOS meckert dass man Daten runterkopieren
soll und die Platte neu formattieren), wàhrend zu MacOS 6,7,8,9 -Zeiten
das alle Nase lang mit normalen Festplatten passierte.


Nochmal kurz
1) FreeNAS mit RaidZ2
Kosten: 6-bay PC, am besten mit ECC 16GB RAM, sowie zwei 4TB-Platten
+ : vier existierende 3TB-Platten mit den derzeitigen Daten können
eingelagert werden, neue Filme am NAS können auf die fünfte 3TB-USB
gebackup't werden. RaidZ2 mit Snapshots sehr sicher.
- : Stromverbrauch für sechs Platten 24/7/52

Könnte ein N54L (mit fünfter Platte im CD-Bay und sechster Platte extern
am eSATA) dafür taugen?


2) NAS ohne RAID, plus DAS
Kosten: 4-bay NAS (SPAN-tauglich), sowie 5-bay DAS-Gehàuse (SPAN)
+ : Dauer-Stromverbrauch für vier Platten statt 6 (das DAS wird
ausgeschaltet)
- : DAS und NAS laufen gleichzeitig, RSync fehleranfàlliger als
Snapshots. HFS+


Andere Ideen oder Vorschlàge?


In a world without walls and fences,
who needs windows and gates?
 

Lesen sie die antworten

#1 Thomas Kaiser
27/11/2014 - 16:02 | Warnen spam
Marc Stibane schrieb in <news:
Einen Überspannungsschutz würde ich auch noch dafür kaufen, obwohl ich
noch nie deswegen Schàden hatte.



Da würde ich dann gleich den Griff zu sowas wie einer EnerGenie EG-PMS
empfehlen:

http://geizhals.at/eu/gembird-energ...32667.html

Das hat neben dem Überspannungsschutz dann noch 4 schaltbare Dosen, die
Du simpel per USB schalten kannst (bspw. um externe Platten oder ein
USB-DAS zu schalten)

Ich hàtte gerne sowas àhnliches wie TimeMachine Backups - nur eben auf
dem NAS selber. Wiederherstellungspunkte, damit das versehentliche
Löschen von Dateien/Ordnern ggf. rückgàngig gemacht werden kann. Mit
HardLinks damit die Daten selber nicht doppelt auf der Platte liegen.
Wàren ZFS Snapshots dafür geeignet?



Klar bzw. perfekt. Das Konzept ist zwar anders/besser als Hardlinks aber
prinzipiell ist das genau dafür tauglich. Und bei ZFS verlangsamt eine
unendliche Anzahl Snapshots auch prinzipiell nix (damit haben andere
Ansàtze durchaus massiv Probleme)

Möglichkeit 2: Ein Simpel-NAS welches SPAN beherrscht und mir mit den
4TB-Platten ohne Redundanz ein 16TB-Volume im Netz bereitstellt.



Das kriegst Du mit jedem Simpel-Linux-DIY-Hobel hin (bspw. mittels LVM).
Wenn dann eine Platte ausfallen sollte, sind sogar noch die Blöcke der
anderen Platten existent aber es wird dann schon bisserl hakelig, an
deren Daten zu kommen.

Ohne Snapshots - Datei lokal (DAS) löschen, und RSync löscht es auch
am NAS.



Muß ja nicht sein. Du kannst im Gegensatz zu ZFS bei rsync tatsàchlich
mit Hardlinks nahezu Identisches erreichen:

http://www.mikerubel.org/computers/...snapshots/

Man könnte natürlich statt RSync direkt TimeMachine verwenden - und
vom Filmabspieler einfach immer das letzte Backup mounten
(NAS/Backups.backupdb/rMBP/latest/DAS)



Große Datenmengen auf HFS+ -- Risiko! ;-)

Nur fürs Archiv: Wenn man das mit TimeMachine-Netzwerk-Backups machen
will, kann man ein SparseBundle (auch an einer anderen als der
sichernden Maschine) read-only mounten und per "hdiutil -shadow
[shadowfile]" alle Schreibzugriffe auf eine lokale Datei umbiegen. D.h.
man kann dann auf sowas read-write zugreifen (was manche Programme
unbedingt wollen) ohne die Integritàt des Sparsebundles zu gefàhrden,
weil's in Wirklichkeit nur read-only gemountet wird.

Und weil ZFS schon erwàhnt wurde: Dort kann man àhnlichen Kram auch
direkt auf dem Dateisystem machen, d.h. man erzeugt erst vom produktiven
Storage einen Snapshot, klont den dann

https://docs.oracle.com/cd/E18752_0...gbcxz.html

und hat dann eine read-writeable Kopie des originalen Snapshots, die nur
den zusàtzlichen Speicherbedarf erzeugt, der real anfàllt. Sowas ist
großartig, um produktive Installationen in Sekundenschnelle zu klonen
und bspw. ein neues komplexes Software-Release zu testen ohne dafür
doppelt so viel Storage zu brauchen. Und wenn das neue Software-Release
nix taugt oder amoklàuft, lacht man kurz, schmeißt den Klon weg und
werkelt auf dem alten Snapshot weiter.

1) FreeNAS mit RaidZ2


[...]
- : Stromverbrauch für sechs Platten 24/7/52



Warum müssen die durchlaufen?

Könnte ein N54L (mit fünfter Platte im CD-Bay und sechster Platte
extern am eSATA) dafür taugen?



Ja. Und das dürfte auch die günstigste Variante sein, ein raidz2 mit
maximal 6 Platten in sinnvoll (also mit ECC-RAM) zu betreiben. Und die
sechste Platte kannst Du auch reinstopfen und eSATA nach innen verlegen.
Und das Dings nicht nur als NAS sondern auch noch als Mediacenter
verwenden:

http://www.hardwareluxx.de/communit...52079.html

Wie Patrick neulich hier in einem anderen Thread (der harmlos als
"WD-NAS langsame Kopiergeschwindigkeit" anfing und dann multipel
gehijackt wurde) schon schrieb, kannst Du auch mit ZFS/raidz ohne
Datenverlust spàter mal die Platten durch welche mit höherer Kapazitàt
ersetzen. Einfach der Reihe nach tauschen, resilvern und am Ende hast Du
dann die neue Gesamtkapazitàt. Sofern die anderen Komponenten überleben
ist das also auch relativ zukunftsicher...

Gruss,

Thomas

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