NAS Selberbau

02/10/2012 - 09:05 von alexander.dietel | Report spam
Hallo,
ich habe hier noch ein großes PC Gehàuse mit Netzteil etc. und dachte
daran, ein NAS daraus zu basteln.
Da ein Mainboard mit P4 drinne ist, stellt sich schon als erstes die
Frage, welche Prozessoren man eher nehmen könnte, weil sparsamer. Dann
stellt sich die Frage nach dem Betriebssystem. NAS Systeme sind ja oft
irgendwelche Linuxe oder tàusche ich mich da?

Danke schon mal für ein paar Anregungen,
Alex
 

Lesen sie die antworten

#1 Michael Landenberger
02/10/2012 - 10:25 | Warnen spam
"" schrieb am 02.10.2012 um 09:05:49:

Da ein Mainboard mit P4 drinne ist, stellt sich schon als erstes die
Frage, welche Prozessoren man eher nehmen könnte, weil sparsamer. Dann
stellt sich die Frage nach dem Betriebssystem. NAS Systeme sind ja oft
irgendwelche Linuxe oder tàusche ich mich da?



Hier làuft ein Fileserver, in dem ein AMD Athlon XP 2000+ werkelt. Der Rechner
ist mit zwei 1-TB-Platten und einem DVD-Brenner sowie mit 2 GB RAM bestückt.
Die Leitungsaufnahme ohne Monitor liegt im Leerlauf bei ca. 50 Watt, unter
Last bei ca. 70 Watt (gemessen mit einem professionellen
Fluke-Effektivwertmultimeter). Ein Monitor ist zwar angeschlossen, aber höchst
selten eingeschaltet, denn der Rechner wird normalerweise über Remote Desktop
von einem anderen Rechner aus administriert. Auch der Rechner làuft nicht
permanent, so dass die vergleichsweise hohe Leistungsaufnahme nicht so sehr
ins Gewicht fàllt wie bei einem Rund-um-die-Uhr-Betrieb.

Auf dem Rechner làuft Windows XP Professional [1][2] und ein Apache Webserver.
Der Grund für Windows als Betriebssystem ist, dass der Rechner auch als
Printserver dient und der Betrieb von preiswerten GDI-Druckern unter Windows
einfacher als unter Linux ist. Ich besitze einen solchen Drucker (Canon) und
wollte den nicht auf den Müll schmeißen, da er noch perfekt funktioniert. Also
habe ich ihm eben das passende Betriebssystem spendiert. War billiger als ein
neuer Drucker ;-)

[1] Windows XP Professional ist eigentlich kein Server-Betriebssystem.
Beispielsweise gibt es Beschrànkungen bei der max. Anzahl der Clients, die
gleichzeitig zugreifen können (10). Für Heimanwendungen spielen diese
Beschrànkungen aber in der Regel keine Rolle. Ich bin jedenfalls noch nie an
irgendwelche Grenzen gestoßen. Für den NAS-Einsatz weitaus wichtigere Features
wie z. B. eine brauchbare Benutzer-/Rechteverwaltung oder besagten Remote
Desktop Server gibt es auch bei Windows XP Professional, dafür braucht man
also kein Server-Windows. Tatsàchlich als Server-Betriebssystem ungeeignet
sind allerdings die Home-Versionen von Windows, weil denen eine brauchbare
Benutzerverwaltung fehlt.

[2] Der Support für Windows XP endet 2014. Danach ist es nicht mehr
uneingeschrànkt empfehlenswert, XP einzusetzen, weil Sicherheitslücken nicht
mehr gepatcht werden. Ich muss noch überlegen, was ich dann mit dem Rechner
mache.

Gruß

Michael

Ähnliche fragen