.NET vs. WINAPI ?

06/11/2007 - 09:05 von leslie eldrige | Report spam
Hallo Zusammen,

Weiss jemand etwas genauer wie es zukünftig mit WINAPI aussehen wird? Noch
vor einigen Jahren war die Rede davon, dass WINAPI gànzlich verschwinden und
durch .NET ersetzt wird! Nun habe ich das Gefühl, dass die ganze Welt im NET
programmiert nur nicht Microsoft weil die Office Versionen und Betriebssystem
(z.B: VISTA) sind meiner Meinung nach sicher mit C++ wenn auch nicht C
programmiert!

Oder sind die Computer noch immer zu schwach damit man eine Applikation wie
Office oder gar OS mit NET programmieren könnte!?

Gruss
les
 

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#1 Thomas Scheidegger
06/11/2007 - 11:14 | Warnen spam
Hallo Leslie

sind die Computer noch immer zu schwach damit man eine Applikation wie
Office oder gar OS mit NET programmieren könnte!?



nein, aktuelle Rechner ('DualCore', ~3GHz, 2GB RAM) würden heute durchaus genügen...
Es gibt höchstens einige wenige Low-Level-Operationen die man per C++-Hilfsbibliothek
auf Performance/'Realtime' tunen müsste.
Natürlich gilt dies nur für User-Mode Software, Kern/Treiber des OS bleiben (vorerst) unmanaged/C++.

Ich persönlich sehe aber kaum Sinn darin,
wenn es bloss darum gehen würde Office 2007 oà in .NET nochmals 1:1 'nachzuprogrammieren'.
Man müsste schon wirklich neue, innovative Konzepte dazunehmen,
beginnend mindestens mit zB WPF/XPS.
Ein Office alleine wàre auch ein sehr isolierter Fall, etwa die Windows-Shell müsste
entsprechend mitziehen.


Weiss jemand etwas genauer wie es zukünftig mit WINAPI aussehen wird? Noch
vor einigen Jahren war die Rede davon, dass WINAPI gànzlich verschwinden und
durch .NET ersetzt wird! Nun habe ich das Gefühl, dass die ganze Welt im NET
programmiert nur nicht Microsoft weil die Office Versionen und Betriebssystem
(z.B: VISTA) sind meiner Meinung nach sicher mit C++ wenn auch nicht C programmiert!




IMHO:
Microsoft befindet sich da offenbar in einem Dilemma:
1.) Die 'unmanaged' SW ist (noch) viel zu erfolgreich.
2.) rund um Win32 ('WINAPI') gibt es ein enormes 'Oekosystem' von Drittherstellern,
welche in der Win32-Kompatibiliàt gefangen/befangen sind.
3.) besonders bedenklich: Vista war so gesehen für .NET schlussendlich eine ~teure Nullrunde~.

Ich sehe da mittel/làngerfristig besonders diese Lösung:
1.) Verbannung der Win32-Kompatibilitàt in eine VM (Hypervisor usw).
2.) ein 'neuer' 64-Bit Kernel [evtl. noch teils Driver-compat. zu NT]
und dazu ein primàr managed-Usermode-API (.NET).
3.) Shell und meiste Dienste in managed Code
und vielen offen dokumentierten, managed OS-Schnittstellen.

es scheint Microsoft-intern durchaus 'Ansàtze' in eine solche Richtung zu geben, zB Indizien
http://en.wikipedia.org/wiki/Windows_7
http://www.istartedsomething.com/20...-7-minwin/

aber andererseits scheinen sich einige Microsoft-Produktegruppen/Mitarbeiter (gemàss div. Blogs)
auf lange Zeit in Win32/COM verbissen zu haben ;-)





Thomas Scheidegger - 'NETMaster'
http://www.cetus-links.org/oo_dotnet.html - http://dnetmaster.net/

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