Netzteil defekt ... oder doch das Mainboard?

26/05/2010 - 20:47 von Uwe Schröder | Report spam
'nabend.

Da komme ich gerade aus dem Urlaub nach Hause, schalte meinen Rechner
ein, und ... nichts passiert :-(

Die Kiste ist zweieinhalb Jahre alt, in der Zeit fast tàglich zwischen
4 und 24 Stunden einwandfrei gelaufen, und war jetzt mal für eine
knappe Woche stromlos. Aus dem Bauch heraus, anhand meiner bisherigen
Erfahrungen mit PC-Hardware, und insbesondere jetzt nach dem Lesen der
vorherrschenden Gruppenmeinung über den Hersteller des Netzteils würde
ich auf selbiges tippen, aber es könnte natürlich auch eine andere
Komponente sein, die irgendeine Schutzschaltung ansprechen làßt und
das Einschalten verhindert.

Normalerweise würde ich jetzt einfach ein neues Netzteil kaufen und
schauen, ob das Problem damit gelöst ist. Dieses hier ist allerdings
noch innerhalb der (dreijàhrigen) Herstellergarantie. Deswegen würde
ich mir die Ausgabe gerne sparen, sofern ich mit meiner Vermutung
richtig liege.

Die relevante Hardware:

- Netzteil: BeQuiet Dark Power BQT-P6-PRO 530W
- Mainboard: ASUS P5KC
- CPU: Intel Core 2 Duo E6850
- GraKa: Gigabyte 8500 GT 256MB fanless

Festplatten, Brenner usw. hatte ich schon von der Stromversorgung
getrennt.

Die Symptome:

Beim Einschalten des Hauptschalters am Netzteil:
- Netzteillüfter làuft an (meistens jedenfalls)
- SB_PWR-LED auf dem Mainboard leuchtet
- LEDs an einer PS2-Tastatur blinken einmal kurz auf

Dann, beim Betàtigen des Frontpanel-Schalters:
- Meistens überhaupt keine Reaktion
- Manchmal flackert die IDE_LED (PLED bleibt dunkel) und das Netzteil
gibt ungesund klingende Klopfzeichen im gleichen Rhythmus von sich
- Ein einziges Mal hat das Einschalten offenbar normal funktioniert
(PLED leuchtet, POST-Beep), da ich aber gerade sàmtliche Peripherie
abgerupft hatte, ist er mit dem Hochfahren nicht weit gekommen

Was sagt die Gruppe? Klingt das Fehlerbild plausibel, um beim
BQ-Support einen Garantiefall anzumelden? Kann man sonst noch
irgendwas testen, ohne das vermutlich defekte Netzteil zu öffnen
(Garantieverlust) und ohne ein zweites zum Austauschen zur Hand zu haben?

Dank an die Experten,
usch


(Früher[tm] hatten Netzteile eine Schmelzsicherung, die hat man dann
gewechselt und gut war's :) *grummel*
 

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#1 Marcel Müller
27/05/2010 - 01:06 | Warnen spam
Hallo!

Uwe Schröder wrote:
Dann, beim Betàtigen des Frontpanel-Schalters:
- Meistens überhaupt keine Reaktion
- Manchmal flackert die IDE_LED (PLED bleibt dunkel) und das Netzteil
gibt ungesund klingende Klopfzeichen im gleichen Rhythmus von sich



Kurzschluss, oder stark instabile Spannung => automatische Abschaltung
gefolgt von erneutem Anlauf.

- Ein einziges Mal hat das Einschalten offenbar normal funktioniert
(PLED leuchtet, POST-Beep), da ich aber gerade sàmtliche Peripherie
abgerupft hatte, ist er mit dem Hochfahren nicht weit gekommen



Vielleicht war die kurzgeschlossene Komponente ab. Das grenzt den Fehler
ggf. ein.


Was sagt die Gruppe? Klingt das Fehlerbild plausibel, um beim
BQ-Support einen Garantiefall anzumelden? Kann man sonst noch
irgendwas testen, ohne das vermutlich defekte Netzteil zu öffnen
(Garantieverlust) und ohne ein zweites zum Austauschen zur Hand zu haben?



Ja, Netzteil ohne bestimmte Komponenten versuchen zu starten. Auch mal
ohne Mainboard (Am ATX-Stecker Steuersignal kurzschließen). Nur bitte
nicht komplett ohne Last, sonst geht es wegen überspannung gleich wieder
aus. Ein paar Platten/CDs oder so sollte man schon anschließen.


(Früher[tm] hatten Netzteile eine Schmelzsicherung, die hat man dann
gewechselt und gut war's :) *grummel*



Ja, damit die nàchste durchbrennt, oder der LS-Automat auslöst.
Den Fall, dass eine Schmelzsicherung um ihrer selbst Willen durchbrennt,
also kein Folgefehler, habe ich in den letzten 15 Jahren nur ein, zwei
mal erlebt.


Marcel

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