Netzteil für Audio-Verstärker

18/05/2010 - 17:57 von Andreas Schroeder | Report spam
Hallo,

ich hab da mal 'ne Frage zu einem Netzteil für einen Audio-Verstàrker. Der
Verstàrker hat ca. 2x50W (2x LM3875). Es geht um ein ungeregeltes Netzteil,
welches dafür aus einem Trafo (Ringkern) eine positive und eine negative
Spannung liefern soll.

Die meisten Schaltungsvorschlàge für Netzteile sehen einen Gleichrichter
(GR) vor, der sozusagen "zwischen der positiven und der negativen Spannung
hàngt"; die Masse wird direkt mit dem Mittelabgriff des Trafos verbunden.

Auf verschiedenen Webseiten wird nun gesagt, es wàre vorteilhaft, für den
positiven und den negativen Ausgang des Netzteils jeweils eigene GRs zu
verwenden und die Masse erst hinter den GR zu verbinden. Ich habe aber
bisher keine Begründung gefunden, warum das besser sein sollte.

Den einzigen relevanten Unterschied sehe ich in der höheren Strombelastung
der GR-Dioden, wenn man nur einen GR einsetzt. Aber da kann man ja einfach
einen stàrker belastbaren GR verwenden, oder?

Damit klar ist, was ich meine, hier die passenden Schaltplàne:
http://www.a-netz.de/graphics/supply-01.png

Gibt es noch andere Unterschiede, die ich bisher übersehen habe?

Viele Grüße,

Andreas

.- - - .
| Andreas Schroeder - www.a-netz.de |
'--'
 

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#1 Marcel Müller
18/05/2010 - 18:22 | Warnen spam
Hallo,

Andreas Schroeder wrote:
Auf verschiedenen Webseiten wird nun gesagt, es wàre vorteilhaft, für den
positiven und den negativen Ausgang des Netzteils jeweils eigene GRs zu
verwenden und die Masse erst hinter den GR zu verbinden. Ich habe aber
bisher keine Begründung gefunden, warum das besser sein sollte.



dann nennt man es "unbegründete Behauptung" und Du weißt, was Du zu tun
hast, oder? :-)


Den einzigen relevanten Unterschied sehe ich in der höheren Strombelastung
der GR-Dioden, wenn man nur einen GR einsetzt. Aber da kann man ja einfach
einen stàrker belastbaren GR verwenden, oder?



Nein. Der Diodenstrom ist identisch, die Verlustleistung aber höher, da
doppelt so viele Dioden im Spiel sind.

Damit klar ist, was ich meine, hier die passenden Schaltplàne:
http://www.a-netz.de/graphics/supply-01.png

Gibt es noch andere Unterschiede, die ich bisher übersehen habe?



Passt schon.

Wenn Du noch etwas gutes tun willst, dann kannst Du der Schaltung
Sekundàrseitig eine (genauer gesagt zwei) PFCs verpassen. Das reduziert
die Trafoverluste und macht die Spannung stabiler, respektive erfordert
kleinere Trafos und Kondensatoren. Allerdings sind getaktete Komponenten
in Audioverstàrkern für Manche ein rotes Tuch, und man muss auch
wirklich etwas aufpassen, dass man nicht durch IM Artefakte im
Hörbereich kriegt, vor allem wenn die zwei PFCs nicht synchron laufen.


Marcel

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