Netzteil mit galvanisch getrennten Ausgaengen

12/03/2009 - 00:46 von Sebastian Zuendorf | Report spam
Moin moin,

mich nervt seit geraumer Zeit das Kabelgewirr auf meinem
(Gitarren-)Floorboard, weshalb ich gerade dabei bin, jeweils exakt
passende Klinken-Strippen zu basteln.
Hinzu kommen aber noch extrem nervende Steckernetzteile, weil sie mit
der zugehörigen 3er-Dose nirgendwo sonderlich gut hinpassen, immer im
Weg liegen und auch noch viel zu lange Kabel haben.
Da eines davon jetzt auch noch direkt an der Zugentlastung einen
Kabelbruch hat und (natürlich) vergossen ist, denke ich darüber nach,
es jetzt gleich richtig[tm] zu lösen.

Nichts einfacher als das, Festspannungsregler hat man eh immer
rumliegen, den restlichen Kram auch - aaaber: Eines der verwendeten
Effektgeràte ist digital und verursacht bei gemeinsamer
Stromversorgung ein fieses Brummen im analogen Zweig.
Letzterer dient der Bearbeitung einer Akustikgitarre, wàhrend der
digitale Teil zur E-Gitarre gehört.
Das A-Gitarren Signal làuft durch einen A/B-Schalter, Tuner, ein
Gesangseffekgeràt (welches das Gitarrensignal zum Erkennen von
Akkorden benötigt) und schließlich über eine DI-Box zum Mischpult.
Die E-Gitarre schicke ich nur durch einen Bodentreter und von dort zum
Verstàrker.

Dummerweise gibt es in einigen blöden Fàllen auch Masseschleifen durch
gemeinsame Netzteile, die ich gerne vermeiden würde. Als zusàtzlichen
Ätzfaktor gibt es auch noch einige exotische Effektkisten mit positive
GND, die bei Verwendung eines gemeinsamen Netzteils über das
Klinkenkabel zum Kurzschluß führen.

Ziel wàre also ein kompaktes Netzteil mit galvanisch getrennten
Ausgàngen.

Problem dabei: Ich bràuchte nicht nur entsprechend viele
Spannungsregler mit externer Beschaltung, sondern auch noch einen
Trafo mit entsprechend vielen Sekundàrwicklungen, um das zu
realisieren. Das frisst Platz (den ich eigentlich nicht habe, wenn ich
das Teil unter das Board bauen will) und kostet teuer:
Es gibt einen passenden Ringkerntrafo mit 10 Sekundàrwicklungen, der
für solche Zwecke speziell gewickelt wird. Kostet schlappe 50,- EUR
und hat für meine Anwendung 6 Wicklungen zu viel.

Hat jemand eine bessere Idee, wie man das Brummproblem bei gemeinsamer
Versorgung lösen kann? Mir fàllt da aktuell nichts ein, außer z.B. 4
1:1 Übertrager nach dem Netztrafo und 4 Spannungsregler.

Benötigt werden 3x 9VDC á 200mA max (eher weniger) und 1x 12VDC/300mA.

Zuendi


F: Was ist ein Mathematiker?
A: Ein Geràt das Kaffee in Behauptungen umwandelt.

Die Partyband vom Niederrhein: http://www.stimmtso.net
 

Lesen sie die antworten

#1 Joerg
12/03/2009 - 01:17 | Warnen spam
Sebastian Zuendorf wrote:
Moin moin,

mich nervt seit geraumer Zeit das Kabelgewirr auf meinem
(Gitarren-)Floorboard, weshalb ich gerade dabei bin, jeweils exakt
passende Klinken-Strippen zu basteln.
Hinzu kommen aber noch extrem nervende Steckernetzteile, weil sie mit
der zugehörigen 3er-Dose nirgendwo sonderlich gut hinpassen, immer im
Weg liegen und auch noch viel zu lange Kabel haben.
Da eines davon jetzt auch noch direkt an der Zugentlastung einen
Kabelbruch hat und (natürlich) vergossen ist, denke ich darüber nach,
es jetzt gleich richtig[tm] zu lösen.

Nichts einfacher als das, Festspannungsregler hat man eh immer
rumliegen, den restlichen Kram auch - aaaber: Eines der verwendeten
Effektgeràte ist digital und verursacht bei gemeinsamer
Stromversorgung ein fieses Brummen im analogen Zweig.
Letzterer dient der Bearbeitung einer Akustikgitarre, wàhrend der
digitale Teil zur E-Gitarre gehört.
Das A-Gitarren Signal làuft durch einen A/B-Schalter, Tuner, ein
Gesangseffekgeràt (welches das Gitarrensignal zum Erkennen von
Akkorden benötigt) und schließlich über eine DI-Box zum Mischpult.
Die E-Gitarre schicke ich nur durch einen Bodentreter und von dort zum
Verstàrker.

Dummerweise gibt es in einigen blöden Fàllen auch Masseschleifen durch
gemeinsame Netzteile, die ich gerne vermeiden würde. Als zusàtzlichen
Ätzfaktor gibt es auch noch einige exotische Effektkisten mit positive
GND, die bei Verwendung eines gemeinsamen Netzteils über das
Klinkenkabel zum Kurzschluß führen.

Ziel wàre also ein kompaktes Netzteil mit galvanisch getrennten
Ausgàngen.

Problem dabei: Ich bràuchte nicht nur entsprechend viele
Spannungsregler mit externer Beschaltung, sondern auch noch einen
Trafo mit entsprechend vielen Sekundàrwicklungen, um das zu
realisieren. Das frisst Platz (den ich eigentlich nicht habe, wenn ich
das Teil unter das Board bauen will) und kostet teuer:
Es gibt einen passenden Ringkerntrafo mit 10 Sekundàrwicklungen, der
für solche Zwecke speziell gewickelt wird. Kostet schlappe 50,- EUR
und hat für meine Anwendung 6 Wicklungen zu viel.

Hat jemand eine bessere Idee, wie man das Brummproblem bei gemeinsamer
Versorgung lösen kann? Mir fàllt da aktuell nichts ein, außer z.B. 4
1:1 Übertrager nach dem Netztrafo und 4 Spannungsregler.

Benötigt werden 3x 9VDC á 200mA max (eher weniger) und 1x 12VDC/300mA.




Total andere Anwendung, aber ich hatte das mal damit geloest:

http://www.cooperbussmann.com/pdf/4...6a62c7.pdf

Die 15-20W brutto muesste der rueberbekommen, bei mir waren es nur rund
10W. Du muesstest allerdings irgendwo eine kernige 12V Versorgung
herbekommen, kann ziemlich verdreckt sein. Dann per fetter Bruecke
ungeregelt 100kHz oder so drauf, das ist oberhalb Audio. Am besten so,
dass es sich nicht mit MP3 Sampling Rates beisst. Eventuell schaffen die
Dinger auch weit ueber 200kHz, dann haette man dahingehend Ruhe. Sechs
Wicklungen. Eine primaer, zwei sekundaere in Serie und danach 12V
Linearregler, die drei anderen fuer getrennte 9V mit Linearreglern
dahinter. Die Kondensatoren fallen aufgrund der hohen Frequenz sehr
luett aus, ich hatte nur einige uF keramisch drin. Als Linearregler
wurde ich LM317 nehmen, mit ein paar uF am ADJ Pin, da weiss man was man
hat. Wenn die 12v Chose dabei zu warm wird, kannst Du einige Windungen
runterpellen. Die Brueckengleichrichter sollten von der schnelleren
Sorte sein, Schottky oder so.

Ich hatte den VPH4-0860 genommen, ist bei Digikey aber derzeit nicht
vorraetig (nein, wir hatten ein paar Anstandsstueckchen dagelassen ...).
Ganz sportliche Leute wickeln sich das alles auf einem Schalenkern
selbst, dann passen die Windungsverhaeltnisse besser, weniger Hitze.

Der Vorteil der Sache ist, dass die Brummkopplung ueber Netztrafos
weitgehend vermieden wird, die Kapazitaet zwischen den Wicklungen ist
gering. Schirmwicklung oder -folie haben heutzutage ja die wenigsten und
dann muesste man die eh wieder an Schutzerde anschliessen und schon gibt
es wieder eine kleine Brummschleife.

Last but not least: Der Kurzschlussfall. Koennte man an der
Eingangsseite messen und dann den Oszillator abwuergen, aehnlich wie die
Drehzahlbegrenzer alter VW-Bullis.

Jetzt weiss ich nur nicht wo man solche Uebertrager bei Euch bekommt,
vielleicht hat jemand aus dieser erlauchten Runde einen Tip.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Ähnliche fragen