Netzteile aussortieren. Nach welchen Kriterien?

03/06/2009 - 17:03 von Hartmut Scholz | Report spam
Hallo

Ein flüchtiger Blick durch meine Vorràte hat mir die Vermutung (oder
Befürchtung) nahegelegt, daß ich in Kisten, Ecken und Winkeln und wo immer
Platz sein könnte, so an die hundert mehr oder weniger gebrauchte Netzteile
liegen haben, AT und ATX, tlw Sonderformate aus OEM-PCs. Nun schàtze ich es
sehr, wenn ich eines brauche, einfach zu greifen und aus mehreren passenden
das scheinbar beste auszuwàhlen. Aber hundert (in Zahlen: 100) sind nun
wirklich nicht nötig.
So möchte ich die Zahl deutlich reduzieren und die "schlechten" Teile
entsorgen. Aber wonach kann ich auswàhlen? Leistungswerte allein sind ja
leider wenig aussagekràftig. Die 145W-Teile aus àlteren Siemens-Rechnern
sind oft vertrauenerweckender als die mit 300W ausgezeichneten von
Kistenschieber. Gibt es Möglichkeiten, Netzteile unter vertretbarem Aufwand
zu testen: Einhalten der Spannungswerte, Stabilitàt unter Last etc? Oder muß
ich nach Gefühl und Erfahrung entscheiden? Oder aufschrauben und an den
Elkos schnuppern?

Bin für jeden Hinweis dankbar.

MfG
Hartmut Scholz
 

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#1 Marcel Müller
03/06/2009 - 18:52 | Warnen spam
Hallo!

Hartmut Scholz wrote:
So möchte ich die Zahl deutlich reduzieren und die "schlechten" Teile
entsorgen. Aber wonach kann ich auswàhlen? Leistungswerte allein sind ja
leider wenig aussagekràftig. Die 145W-Teile aus àlteren Siemens-Rechnern
sind oft vertrauenerweckender als die mit 300W ausgezeichneten von
Kistenschieber. Gibt es Möglichkeiten, Netzteile unter vertretbarem Aufwand
zu testen: Einhalten der Spannungswerte, Stabilitàt unter Last etc? Oder muß
ich nach Gefühl und Erfahrung entscheiden? Oder aufschrauben und an den
Elkos schnuppern?



Wie viel Aufwand darf es denn werden und welches Equipment steht zur
Verfügung?
Als Last könnte man entweder einen realen PC nehmen oder man bastelt
sich eine Ohmsche Last aus 17W-Keramikwiderstànden mit ATX- respektive
BAT Buchse. Was daran nicht vernünftig hoch kommt - und tschüss.

Falls ein Oszi vorhanden ist, könnte man das gleich noch im AC-Modus mit
an die Testbuchsen anstecken und wenigstens die zwei wichtigsten
Spannungen prüfen. +12/+5 bei BAT und +12/+3,3 bei ATX. Wenn da nach dem
einpendeln etwas erkennbar zappelt, ist das NT auch hinüber.

Plan B ist, die wichtigsten Spannungen mit einem Hochpass an ein paar
Lautsprecher anzuschließen. Ein gepolter 100µF-Elko sollte es als
Hochpass tun. Auch hier sollte bei einem vernünftigen NT unter Last
nichts zu hören sein. Das ist ein sehr schnell durchführbarer Test.
Allerdings wird man flaue Elkos im NT damit nur bedingt erkennen, da nur
die Subharmonischen im Hörbereich liegen. Selbige kommen nur bei
instabiler Regelung signifikant hervor.


Marcel

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