Neue atheistische Religion: Fromm sein ohne Gott?

10/08/2008 - 00:16 von Wolfgang Amadeus Kieloben | Report spam
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Fromm sein ohne Gott?

Es klingt wie ein Widerspruch in sich: Für eine Frömmigkeit der
Gottlosen plàdieren Intellektuelle in Frankreich und Deutschland. Zu
ihnen gehört der französische Philosophieprofessor André
Comte-Sponville (Paris), der sich einen „atheistischen Christen“ nennt.

Er ist Autor des Buches „Woran glaubt ein Atheist?“ (Diogenes-Verlag
Zürich). Er will Konfessionslose wie Atheisten ermutigen, ein
spirituelles Profil im Spannungsfeld zwischen Mystik und Ethik zu
entwickeln. In einem katholischen Umfeld aufgewachsen, glaubt
Comte-Sponville nicht mehr an die Existenz Gottes. Seine Frömmigkeit
bestehe im Respekt vor der Natur. Sein Ziel sei es, innere Gelassenheit
zu erfahren und daraus Kraft zu schöpfen. „Die Ewigkeit ist jetzt, die
Welt ist unser Ort, der Himmel ist unser Horizont“, lautet das
Glaubensbekenntnis des Philosophen. Er setzt sich für traditionelle
Verhaltensweisen ein, etwa Maßhalten, Genügsamkeit und Höflichkeit. Um
gegen Fundamentalismus und Nihilismus anzukàmpfen, will er eine Allianz
aus Christen und Atheisten schmieden. Sein „atheistisches
Erbauungsbuch“ sei in christlichen Kreisen Frankreichs sehr positiv
aufgenommen worden.

Meditierender Atheist

Auch der Vorsitzende des atheistisch gepràgten Humanistischen Verbandes
Deutschland, der Berliner Kulturwissenschaftler Horst Groschopp, ist
der Überzeugung, dass Atheisten Spiritualitàt brauchen. In einer rein
naturwissenschaftlichen oder materialistischen Weltanschauung fànden
sie kein tragendes Lebensfundament. Der Berliner
Informationswissenschaftler Frank Spade hat nach eigenen Angaben stets
eine „Meditationsbank“ griffbereit. Für ihn als „spirituellen
Atheisten“ sei Meditation ein „psycho-hygienischer Reinigungsprozess“.
Atheistische Spiritualitàt bedeute für ihn, dass er dem Kosmos mit
Ehrfurcht begegne, ohne an einen Schöpfer zu glauben. Atheistische
Humanisten in Belgien und den Niederlanden bieten Beratung und Rituale
zu Bestattung, Trauung und Geburt an. Die atheistischen Verbànde in
Deutschland haben zusammen etwa 20.000 Mitglieder.

http://www.idea.de/index.php?id‘7&tx_ttnews[tt_news]g061&tx_ttnews[backPid]&cHashA05291c3f

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Ein Kommentar hierzu:


Ehrfurcht vor dem Geschaffenen, Ablehnung des Schöpfers... es geschieht
wirklich nichts Neues unter der Sonne.

Römer 1 sagt hier schon alles: "Denn was man von Gott erkennen kann,
ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes
unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit
der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie
wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben. Denn obwohl sie von
Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt,
sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr
unverstàndiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten,
sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des
unvergànglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines
vergànglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der
kriechenden Tiere."
(Röm 1,19-23)

Was man angesichts dieses Artikels aber besonders gut erkennen kann:
den gottlos-heidnischen Ursprung der Mystik und ihrer Praktiken
(Meditation etc.).

Manchmal möchte man echt resignieren angesichts der Legion kràftiger
Irrtümer im geistlichen Bereich, die diese Endzeit kennzeichnen.

Wolfgang Amadeus Kieloben
 

Lesen sie die antworten

#1 Christian F.
10/08/2008 - 00:57 | Warnen spam
Ich, als bekennender Atheist, finde jetzt an diesem Artikel nichts neues.
Ich brauche keinen Gott, noch brauche ich fromm sein, um "nachhaltig",
"höflich" und "maßvoll" zu agieren. Sicherlich gibt es Leute, die weder
"nachhaltig" noch "maßvoll" agieren, aber diese Leute gibt es in glàubig
und unglàubig.

Insofern stimme ich überein, toll, dass dieser Typ all diese "klassischen
Tugenden" (unter dem Namen kenne ich sie) auch als Atheist beherrscht,
aber mit Religion hat das nichts zu tun.

Über Bibelzitate zu dem Thema làsst sich jetzt natürlich mit mir als
Atheist super streiten... der Herr wird mich verbannen und in die ewigen
Jagdgründe stecken, wenn ich mal alt bin und sterbe. Schade nur, dass ich
an solch einen Schwachsinn nicht glaube - ich weiß auch warum ;)

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