Neue GSMA-Studie: Eine Milliarde neue individuelle Mobilfunkkunden bis 2020

02/03/2015 - 07:00 von Business Wire

Neue GSMA-Studie: Eine Milliarde neue individuelle Mobilfunkkunden bis 2020Der Bericht ,2015 Mobile Economy Report‘ enthüllt die rasante globale Migration auf mobile Breitbandnetze; zunehmender Anteil der Mobilfunkindustrie am globalen BIP, an öffentlichen Finanzierungen und Arbeitsplätzen.

Gemäß den Angaben des neuen bedeutenden und heute auf dem Mobile World Congress veröffentlichten GSMA-Berichts ,The Mobile Economy: 2015‘ wird in den nächsten fünf Jahren eine weitere Milliarde Menschen zu den Mobilfunkkunden zählen. Die prognostizierte Anzahl an individuellen Kunden1 wird sich von 3,6 Milliarden Ende 2014 auf 4,6 Milliarden bis 2020 und somit um 4 Prozent (durchschnittliche Wachstumsrate) erhöhen. Bis 2020 werden somit nahezu 60 Prozent der globalen Bevölkerung Mobilfunkdienste nutzen, gegenüber 50 Prozent Ende 2014.

Die Studie betont ferner die rapide Migration auf mobile 3G/4G-Breitbandnetze sowie eine zunehmende Akzeptanz von Smartphones, einhergehend mit einem Wachstum von neuen mobilen Datendiensten und Anwendungen. Da das mobile Ökosystem weiterhin an Reichweite und Größe zunimmt, dürfte die Mobilfunkindustrie künftig einen steigenden Beitrag zum globalen BIP, zu öffentlichen Finanzierungen und Beschäftigung leisten und damit auch das Leben von Milliarden Bürgern in aller Welt verbessern.

„Vor zehn Jahren war lediglich jeder Fünfte der globalen Bevölkerung Mobilfunkkunde. Inzwischen haben wir den Meilenstein von 50 Prozent überschritten und freuen uns auf die Vernetzung von einer Milliarde neuer Kunden in den nächsten fünf Jahren“, so Anne Bouverot, Director General der GSMA. „Der Mobilfunkbereich ist das Kernstück eines neuen Ökosystems, das die digitalen und physischen Welten vereinigt und das Wirtschaftswachstum ankurbelt. Gleichzeitig dehnen Mobilfunkanbieter die Netze bis in alle Winkel der Erde aus, verbinden bislang unvernetzte Bürger und stellen sich den sozioökonomischen Herausforderungen in Bereichen wie die digitale und finanzbezogene Eingliederung, Gesundheit und Bildung.“

Die mobile Penetration fällt je nach Region jedoch äußerst unterschiedlich aus. In Europa waren Ende 2014 nahezu 80 Prozent der Bevölkerung Mobilfunkkunden, im Vergleich zu Schwarzafrika mit lediglich 39 Prozent. Das Wachstum auf globaler Ebene wird sich in den nächsten fünf Jahren daher auf die Entwicklungsländer konzentrieren, angetrieben durch die zunehmende Erschwinglichkeit mobiler Endgeräte und die schnell steigende mobile Deckung zur Bedienung von bislang unvernetzten Bevölkerungsschichten, insbesondere in ländlichen Gegenden.

Die Anzahl der globalen SIM-Verbindungen2 (mit Ausnahmen von M2M-Verbindungen) soll Prognosen zufolge von 7,1 Milliarden im Jahr 2014 auf 9 Milliarden bis 2020 ansteigen. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum auf jeden individuellen Mobilfunkkunden weiterhin rund 1,8 SIM-Karten im Durchschnitt entfallen. Mobile M2M-Verbindungen sollen sich bis 2020 auf 1 Milliarde erhöhen, wodurch sich die Gesamtzahl der mobilen Verbindungen zu diesem Zeitpunkt auf 10 Milliarden belaufen dürfte.

Rasante Migration auf mobiles Breitband und Smartphones

Bis 2020 wird eine rapide Migration auf mobile Breitbandtechnologien erfolgen, da sich die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von 3G/4G-Netzen erhöht. 2014 entfielen 40 Prozent der SIM-Verbindungen auf mobiles Breitband, die sich bis 2020 auf fast 70 Prozent erhöhen werden, da die Kunden 2G-Netzen und -Geräten den Rücken kehren. Neben einer höheren Reichweite von 3G/4G wird dieser Trend durch die steigende Anzahl an Smartphoneverbindungen vorangetrieben3. Der Anteil von Smartphones belief sich 2014 bei den SIM-Verbindungen auf 37 Prozent, der Prognosen zufolge bis 2020 auf 65 Prozent ansteigen sollte.

Die Akzeptanz von Smartphones liegt in den Industrienationen bereits bei 60 Prozent mit einer Spanne von 51 Prozent der SIM-Verbindungen in Europa und 70 Prozent in Nordamerika. Das Wachstum von Smartphones wird in den nächsten fünf Jahren aufgrund weiterhin rückläufiger durchschnittlicher Verkaufspreise von den Entwicklungsländern angeführt und sollte bis 2020 mit zusätzlichen 2,9 Milliarden Verbindungen zu Buche schlagen.

Unterstützung des Wachstums mit Investitionen

Die zunehmende Nutzung von mobilen breitbandgestützten Smartphones führt derzeit zu einer Explosion des mobilen Datenverkehrs. Laut Cisco4 wird die Erhöhung des globalen mobilen Datenvolumens bis 2019 auf durchschnittlich 57 Prozent jährlich beziffert und dürfte zu diesem Zeitpunkt infolge des steigenden On-Demand-Videokonsums mit mobilen Endgeräten einen Wert von monatlich 24.314 Petabyte erreichen.

Mobilfunkbetreiber tätigen erhebliche Investitionen in mobile Netze der nächsten Generation zur Erfüllung der Kapazitätsanforderungen und Erhöhung der Reichweite. 2014 belief sich der Investitionsaufwand (Capex) auf rund 216 Milliarden USD, ein Anstieg von 9 Prozent im Jahresvergleich. In den nächsten sechs Jahren von 2015 bis 2020 sollte ein Wert von kumulativ 1,4 Billionen USD erreicht werden.

Ein zunehmender Beitrag zur globalen Wirtschaft

Die Mobilfunkindustrie ist ein Grundstein der globalen Wirtschaft. 2014 leistete sie einen Beitrag von 3 Billionen USD zur Weltwirtschaft, was 3,8 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht5. Bis 2020 dürfte sich dieser Beitrag Schätzungen zufolge auf 3,9 Billionen bzw. 4,2 Prozent des projizierten globalen BIP erhöhen.

Die Branche war 2014 weltweit direkter Arbeitgeber von 12,8 Millionen Menschen und hat indirekt weitere 11,8 Millionen Arbeitsplätze unterstützt, wodurch sich die Gesamtzahl auf 24,6 Millionen beläuft. Bis 2020 soll sich diese Zahl Prognosen zufolge mit 15,3 Millionen direkter Jobs durch die Industrie auf 28,7 Millionen erhöhen. Selbst ohne Berücksichtigung von Frequenzgebühren, die staatlichen Stellen letztes Jahr weltweit Erträge von über 14 Milliarden USD einbrachten, sollte die Mobilfunkindustrie 2014 durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge einen Beitrag von 411 Milliarden USD zu den öffentlichen Staatshaushalten leisten, der sich bis 2020 auf 465 Milliarden USD erhöhen dürfte.

„Anbieter benötigen günstige regulatorische Rahmenbedingungen, um dieses neue, auf mobilen Breitbandnetzen, Smartphones und anderen vernetzten Geräten aufbauende digitale Ökosystems zur Verfügung zu stellen“, fügte Bouverot hinzu. „Unser neuer und heute veröffentlichter Bericht beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen, die politische Entscheidungsträger ergreifen können, um Investitionen, Wettbewerb und Innovationen in der mobilorientierten digitalen Wirtschaft anzukurbeln, darunter geringere Beschränkungen bei marktbezogener Restrukturierung, Zugang zu ausreichend Frequenzbändern und Unterstützung von Mobilfunkbetreibern im Hinblick auf eine höhere mobile Netzabdeckung in ländlichen Gebieten auf nachhaltige Art und Weise.“

Ansicht des Gesamtberichts und damit verbundener Infografik unter: http://gsmamobileeconomy.com/.

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen sind verfügbar auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 Ein individueller Mobilfunkkunde ist eine Person, auf die unter Umständen verschiedene Mobilfunkverbindungen entfallen
2 Eine Verbindung bezeichnet eine individuell registrierte SIM-Karte in einem Mobilfunknetz
3 Eine Smartphoneverbindung kennzeichnet eine registrierte SIM-Karte, die in einem Smartphone verwendet wird. Damit ist nicht die Anzahl der verkauften oder ausgelieferten Geräte gemeint
4 Cisco Visual Networking Index: Global Mobile Data Traffic Forecast Update, 2014–2019
5 Zu den Gesamtauswirkungen des BIP 2014 zählen der direkte und indirekte Beitrag von Mobilfunkbetreibern (1,0 %), von verbundenen Branchen, wie Gerätehersteller und Anbieter von Infrastrukturen (0,4 %), allgemeine wirtschaftliche Auswirkungen (0,3 %) und Produktivitätsverbesserungen (2,2 %)

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Source(s) : GSMA

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