Neue GSMA-Studie: Jeder zweite Mobilfunkkunde lebt in der Asien-Pazifik-Region

09/06/2014 - 06:00 von Business Wire

Im Zuge der Investitionen von Betreiberunternehmen trägt das Mobilfunk-Ökosystem verstärkt zum Wirtschaftswachstum im gesamten Asien-Pazifik-Raum bei – eine halbe Milliarde Chinesen nutzen mobiles Internet.

Die GSMA hat heute den neuesten Bericht seiner Reihe „Mobile Economy“ veröffentlicht, demnach bereits die Hälfte aller Mobilfunkkunden weltweit auf den Asien-Pazifik-Raum entfällt. Die Region bleibt zudem bis 2020 und darüber hinaus der am schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt der Welt. Zum Jahresende 2013 nutzten laut „Mobil Economy Asia Pacific 2014“ rund 1,7 Milliarden Kunden Mobilfunkdienste in der Asien-Pazifik-Region. Dies entspricht der Hälfte der globalen Kundenbasis von insgesamt 3,4 Milliarden Mobilfunkteilnehmern. Die Gesamtzahl der Kunden im Asien-Pazifik-Raum wird bis 2020 voraussichtlich um 5,5 Prozent pro Jahr (CAGR) wachsen und die Marke von 2,4 Milliarden Kunden erreichen. Lediglich für Subsahara-Afrika wird im selben Zeitraum ein noch schnelleres Wachstum erwartet. Die Gesamtzahl der Mobilfunkanschlüsse1 im Asien-Pazifik-Raum lag zum Jahresende 2013 bei 3,4 Milliarden und wird der Prognose zufolge bis 2020 auf 4,8 Milliarden steigen.

„Die Asien-Pazifik-Region steht sowohl beim Wachstum der Kundenbasis als auch bei der Serviceinnovation an der Spitze und spiegelt seine große Vielfalt an Märkten und Menschen wider“, so Anne Bouverot, Director General bei der GSMA. „Innovation findet in der Region auf vielen Ebenen statt: von der führenden Rolle bei hochmodernen, extrem schnellen mobilen Diensten in reifen Märkten bis hin zur Bereitstellung essenzieller Dienste wie Bildung, Gesundheit und Finanzen in den Entwicklungsländern. In jedem Fall werden die Investitionen der Mobilfunkbetreiber das Wirtschaftswachstum weiter beschleunigen und neue Arbeitsplätze schaffen.“

Vielfältige Mobilfunkregion

Der Großteil der Mobilfunkkunden im Asien-Pazifik-Raum konzentrieren sich bisher in vier Hauptmärkten: China, Indien, Japan und Indonesien – in der Reihenfolge ihrer Größe. Diese drei Märkte entsprechen zusammen drei Viertel der Kundenbasis der Region und über einem Drittel der globalen Kundenbasis. China, der weltweit größte Mobilfunkmarkt, beheimatete zum Jahresende 2013 rund 630 Millionen Mobilfunkkunden – etwa 46 Prozent der Bevölkerung des Landes. Laut Daten der GSMA Intelligence bestanden 1,13 Milliarden aktive Mobilfunkanschlüsse zum Jahresende 2013. Dies bedeutet: Millionen chinesische Kunden nutzen mehr als eine SIM-Karte oder ein Gerät. Ende 2013 wurden demnach 1,79 SIM-Karten pro chinesischem Kunden eingesetzt.

Die Asien-Pazifik-Region umfasst ein vielfältiges Spektrum an Mobilfunkmärkten – von hoch entwickelten „Digital Pionieers“ mit 4G-Infrastruktur wie Australien, Japan, Singapur und Südkorea bis hin zu „Discoverer“-Märkten wie Indien, wo die Betreiber ihre Netzinfrastruktur in ländlichen Gebieten ausbauen und preisgünstigere mobile Breitbanddienste bereitstellen. Mit derzeit 1,7 Milliarden Mobilfunkkunden lag die Marktdurchdringung Ende 2013 im Asien-Pazifik-Raum bei 43 Prozent. Der weltweite Durchschnitt betrug rund 50 Prozent. Während für Märkte wie Japan eine Marktdurchdringung von über 90 Prozent ermittelt wurde, erreichte die Marktdurchdringung in Märkten wie Myanmar lediglich 15 Prozent, wodurch die starke Diversifizierung der Region deutlich zum Ausdruck kommt.

Mobilfunk fördert Internetnutzung in China

Laut einer heute veröffentlichten Mitteilung von GSMA Intelligence hatten am Ende des letzten Jahres 500 Millionen chinesische Kunden mobile Internetdienste gebucht. Die verbleibenden 130 Millionen chinesischen Kunden nutzten ihre Mobilfunkanschlüsse ausschließlich für Anrufe und Textnachrichten. Schätzungen zufolge lag die Gesamtzahl der chinesischen Internetnutzer im Jahr 20132 bei knapp über 600 Millionen. Demnach greifen mehr als 80 Prozent über das Mobiltelefon auf das Internet zu. Dies verdeutlicht die entscheidende Rolle der Mobilfunknetze für die Bevölkerung bei der Nutzung des Internets.

Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der chinesischen Mobilfunkkunden, die mobile Internetdienste nutzen, stellten die Internetverbindung über mobile Breitbandnetze (3G/4G) her. Alle übrigen verwendeten der Studie nach 2G-Technologie. Chinesische Mobilfunkbetreiber fördern die mobile Internetnutzung durch die Einführung einer zunehmenden Auswahl an erschwinglichen mobilen Breitbandtarifen und subventionierten Mobilfunkgeräten.

Investitionen der Betreiberunternehmen stimulieren Wirtschaftswachstum im Asien-Pazifik-Raum

Im Jahr 2013 hat die Mobilfunkbranche 864 Mrd. US-Dollar zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Asien-Pazifik-Region beigetragen. Dies entspricht einem Anteil von 4,7 Prozent an der Gesamtwirtschaftsleistung. Die Branche schuf und erhielt 3,7 Mio. Arbeitsplätze und leistete Steuerzahlungen in Höhe von 82 Mrd. US-Dollar, ohne Berücksichtigung von Regulierungs- und Frequenzgebühren. Bis 2020 wird die Mobilfunkbranche der Prognose zufolge als Wirtschaftsfaktor weiter an Bedeutung zunehmen und dann 6,9 Prozent zum BIP des Asien-Pazifik-Raums beitragen sowie 6,1 Millionen Arbeitsplätze unterhalten.

Der positive soziale und wirtschaftliche Beitrag der Mobilfunkbranche zur Wirtschaftsleistung des Asien-Pazifik-Raums wird durch erhebliche Infrastrukturinvestitionen durch regionale Mobilfunkbetreiber unterstützt. In den vergangenen sechs Jahren beliefen sich die Investitionsausgaben von Betreiberunternehmen der Asien-Pazifik-Region auf 430 Mrd. US-Dollar. Im Zeitraum von 2014 bis 2020 werden die Betreiberunternehmen voraussichtlich weitere 730 Mrd. US-Dollar investieren.

Migration zu mobilem Breitbandinternet

Sowohl in den entwickelten als auch den aufstrebenden Märkten der Asien-Pazifik-Region ist derzeit ein schneller Migrationsprozess auf mobile 3G/4G-Breitbandnetze zu beobachten. Im Asien-Pazifik-Raum insgesamt nutzten zum Jahresende 2013 rund ein Drittel der 3,4 Milliarden Mobilfunkanschlüsse in der Region 3G-Technologie und drei Prozent 4G-Technologie. Diese Zahlen werden bis 2020 voraussichtlich auf 34 Prozent bzw. 28 Prozent der erwarteten 4,8 Milliarden Mobilfunkanschlüsse ansteigen.

Südkorea ist der modernste 4G-Markt der Welt und versorgt als einziges Land bereits 100 Prozent seiner Bevölkerung mit 4G-Netzinfrastruktur. Zum Jahresende 2013 nutzten mehr als die Hälfte aller Mobilfunkanschlüsse in Südkorea 4G-Technologie und erreichten damit weltweit die höchste 4G-Marktdurchdringung.

Im Dezember 2013 erhielten die Mobilfunkbetreiber in China 4G-Lizenzen und implementieren derzeit im gesamten Land 4G-Netze. Wie jüngste Erkenntnisse von GSMA Intelligence3 zeigen, wird die Einführung von 4G-Diensten in China wahrscheinlich doppelt so schnell wie die Umstellung auf 3G vollzogen werden. Voraussichtlich wird sich die Zahl der 4G-Mobilfunkanschlüsse von derzeit rund 100 Millionen bis Ende 2020 auf fast 900 Millionen erhöhen.

Veröffentlichung von GSMA Studie auf Mobile Asia Expo

Neben dem Bericht Mobile Economy Asia Pacific 2014 hat die GSMA eine GSMA Intelligence-Studie und -Infografik mit Schwerpunkt auf dem Mobilfunkmarkt China herausgegeben. Die Berichte und Studie sind unter folgenden Links verfügbar:

Hinweise an Redakteure

1 Ein Mobilfunkanschluss entspricht einem aktiven SIM-Anschluss und nicht einem Mobilfunkkunden. Ein Mobilfunkkunde kann mehrere SIM-Anschlüsse nutzen.

2 The China Internet Network Information Center: „Report on Internet Development in China“ (Januar 2014)

3 GSMA Intelligence: „China to trigger major shift in global 4G landscape“ (Februar 2014).

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation aus über 220 Ländern wie beispielsweise Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen in Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, Transport und Versorgungsunternehmen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Weitere Informationen sind auf der Website des Unternehmens unter www.gsma.com erhältlich. Folgen Sie GSMA auf Twitter: @GSMA.

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Source(s) : GSMA

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