Neue GSMA-Studie: Über die Hälfte aller Bürger der arabischen Staaten nutzt inzwischen Mobilfunknetze

13/10/2014 - 05:00 von Business Wire

Mobilfunkindustrie in den arabischen Staaten wächst schneller als der globale Durchschnitt; Branche trägt 4,4 Prozent zum regionalen BIP bei und erhält eine Million Arbeitsplätze.

Über die Hälfte der Bevölkerung in den arabischen Staaten von Nahost und Nordafrika ist mittlerweile Kunde eines Mobilfunkdienstes, wodurch die Region die einzigartige Chance erhält, die mobile Technologie zur Steigerung von Sozial- und Wirtschaftswachstum zu nutzen. Laut dem neuen GSMA-Bericht „Arabische Staaten: Mobile Wirtschaft 2014“ verfügte die Region Ende 2013 über 195 Millionen individuelle Mobilfunkkunden, was einer Penetrationsrate von 53 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Die Gesamtzahl aller Mobilfunkverbindungen1 belief sich am Jahresende auf 404 Millionen.

„Mobilfunkdienste haben sich in den letzten fünf Jahren in den arabischen Staaten dramatisch erhöht, wodurch jedem der Länder ein erheblicher sozioökonomischer Nutzen entsteht“, so Anne Bouverot, Director General, GSMA. „Während die regionalen Mobilfunkbetreiber weiterhin in mobile Breitbandnetze und Dienste investieren, appellieren wir an die Regierungen der Region, mit der Mobilfunkindustrie im Hinblick auf verschiedene Zielsetzungen zusammenzuarbeiten. Das beginnt mit dem Ausbau unserer Netze und geht bis zur Erschließung der unterversorgten Gebiete Nordafrikas um sicherzustellen, dass die richtige Infrastruktur zur Unterstützung der globalen Wirtschaftsdrehkreuze so wie in Dubai zur Verfügung steht.

„In den Schwellenmärkten erhalten ländliche Bevölkerungsgruppen durch mobile Commerce-Lösungen Zugang zu Finanzdienstleistungen, was zur Überbrückung der digitalen Kluft beiträgt. In den Golfstaaten sind Mobilfunkdienste ein Innovationstreiber in Bereichen wie Machine-to-Machine und Smart-City-Lösungen. Ferner wird deutlich, dass Mobilfunknetze eine wichtige Rolle bei Katastropheneinsätzen und Krisenmanagement spielen“, erklärte Bouverot.

Eine diversifizierte mobile Landschaft

Zu den 19 Märkten der arabischen Staaten gehören sowohl die fortschrittlichen Golfstaaten als auch zahlreiche Schwellenländer in Nordafrika. Diese beiden Unterregionen sind äußerst unterschiedlich in Bezug auf Sozioökonomie, mobile Penetration, technologische Ausreifung und regulatorische Vorgaben.

Eine Reihe von Golfstaaten, darunter Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verfügen bereits über einzigartige Penetrationsraten der Mobilfunkkunden von über 75 Prozent, im Gegensatz zu lediglich 16 Prozent der Bevölkerung im Südsudan (siehe Tabelle). Ägypten war Ende 2013 der größte Markt der Region mit 44 Millionen individuellen Mobilfunknutzern, das entspricht 23 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zu den fünf größten Märkten zählen neben Ägypten, Saudi-Arabien, Irak, Algerien und Marokko, auf die gemeinsam knapp zwei Drittel aller individuellen Mobilfunkkunden der Region entfallen.

Arabische Staaten, Penetration Mobilfunkkunden 2013 (% der Bevölkerung)

Algerien   48 %
Bahrain   76 %
Ägypten   53 %
Irak   60 %
Jordanien   71 %
Kuwait   77 %
Libanon   51 %
Libyen   61 %
Marokko   51 %
Oman   72 %
Palästina   46 %
Qatar   73 %
Saudi-Arabien   74 %
Südsudan   16 %
Sudan   41 %
Syrien   42 %
Tunesien   53 %
Vereinigte Arabische Emirate   83 %
Yemen   45 %

Arabische Staaten (Summe)

 

53 %

Quelle: GSMA Intelligence

Eine schnell wachsende Region

Die Mobilfunkindustrie in den arabischen Staaten ist in den letzten fünf Jahren schneller als der globale Durchschnitt gewachsen. Bei den individuellen Mobilfunkkunden betrug das Wachstum zwischen 2008 und 2013 durchschnittlich 9,5 Prozent pro Jahr, verglichen mit einem globalen Durchschnittswachstum von 8,2 Prozent. Die Zahl der Mobilfunkverbindungen ist im gleichen Zeitraum um jährlich 13,2 Prozent gestiegen, im Vergleich zu 11 Prozent auf globaler Ebene.

Der allgemeine Mangel einer Festnetzinfrastruktur in der Region bedeutet, dass der Mobilfunk bereits das wichtigste Kommunikationsmittel darstellt und zunehmend auch primär für den Internetzugang genutzt wird. Mobilfunkdienste spielen ferner eine aktive Rolle bei der Überbrückung der digitalen Kluft und bei der finanziellen Integration von zuvor unterversorgten Bevölkerungsgruppen, insbesondere in Teilen Nordafrikas.

Obwohl die arabischen Staaten global gesehen erst relativ spät Hochgeschwindigkeitsnetze eingeführt haben, werden die Golfstaaten als globale Technologieführer angesehen. Heute entfällt gut ein Drittel aller Verbindungen über mobiles Breitband (3G/4G) auf die Golfstaaten, das sind 60 Prozent aller Verbindungen in Qatar, Saudi Arabien und den VAE. Die beiden Märkte Qatar und die VAE verfügen zudem über die höchste Smartphone-Penetrationsrate der Welt (80 Prozent der Verbindungen).

Ferner bestehen Anzeichen einer beschleunigten Technologiemigration in Nordafrika. Länder wie Marokko verzeichnen einen rasanten Anstieg der 3G-Verbindungen. Die beschleunigte Einführung mobiler Breitbandnetze zusammen mit der steigenden Smartphonepenetration ist ein Wachstumstreiber von mobilen Datendiensten in der Region. Für die überwiegende Mehrheit der lokalen Mobilfunkanbieter entfällt inzwischen ein erheblicher und schnell wachsender Anteil aller Serviceumsätze auf mobile Datendienste.

Beitrag für die Wirtschaft

Mobilfunkdienste leisten einen wichtigen Beitrag für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Region. 2013 entfielen 122 Mrd. US-Dollar bzw. 4,4 Prozent des BIPs auf diese Branche2. In diesem Jahr waren nahezu eine Million Arbeitnehmer direkt in der Mobilfunkindustrie beschäftigt, und weitere 600.000 Arbeitsplätze wurden durch den Mobilfunksektor in anderen Wirtschaftszweigen infolge diesbezüglicher Aktivitäten unterstützt. Neben Abgaben and Frequenznutzungsgebühren leistet die lokale Mobilfunkbranche zudem einen wesentlichen Beitrag zum Steueraufkommen (13 Mrd. US-Dollar im Jahr 2013).

Mobilfunkanbieter der Region konnten ihre Umsätze in den letzten fünf Jahren um durchschnittlich 7 Prozent jährlich erhöhen, was erheblich über dem globalen Durchschnitt von 4,6 Prozent liegt. Die Betreiber haben in den letzten sechs Jahren 75 Mrd. US-Dollar in bessere Netze, höhere Netzkapazitäten und die Bereitstellung mobiler Breitbandnetze investiert.

„Der Mobilfunkbereich ist ein Wachstumstreiber für innovative neue Dienste und Anwendungen in der Region, obwohl sich das positive Transformationspotenzial von mobilem Breitband gerade erst zeigt“, erklärte Bouverot abschließend. „Regionale Anbieter sind gut positioniert, um neue Lösungen zur Verfügung zu stellen, die sich mit den Herausforderungen von sozialen, wirtschaftlichen und öffentlichen Diensten befassen. Die GSMA ist hoch erfreut über die Zusammenarbeit mit lokalen Anbietern, Regierungen und anderen Interessensvertretern, um die Markteinführung dieser Dienste zu fördern.“

Zur Ansicht des gesamten Berichts besuchen Sie bitte arabstates.gsmamobileeconomy.com.

-ENDE-

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation aus über 220 Ländern, wie beispielsweise Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen in Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, Transport und Versorgungsunternehmen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Weitere Informationen sind verfügbar auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 Auf einen individuellen Mobilfunkkunden können mehrere mobile Verbindungen entfallen. Zu den mobilen Verbindungen zählen auch M2M-Verbindungen (Machine-to-Machine).

2 Der direkte BIP-Beitrag von Mobilfunkanbietern beträgt 35 Mrd. US-Dollar (1,3 Prozent des BIP).

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts :

Für die GSMA:
Sara Bosco
sbosco@webershandwick.com
+971557761895
oder
Charlie Meredith-Hardy
+44 7917 298428
CMeredith-Hardy@webershandwick.com
oder
GSMA Pressebüro
pressoffice@gsma.com


Source(s) : GSMA

Schreiben Sie einen Kommentar