Neue GSMA-Studie untermauert wichtigen Beitrag von 4G zur Erholung des europäischen Mobilfunksektors

09/12/2014 - 02:25 von Business Wire

Neue GSMA-Studie untermauert wichtigen Beitrag von 4G zur Erholung des europäischen MobilfunksektorsMehr als die Hälfte der europäischen Mobilfunkanschlüsse nutzen bis zum Jahr 2020 die 4G-Technologie – Beitrag der Branche zur Erholung der europäischen Wirtschaft und Förderung der digitalen Zukunft während sich das Wachstum der Netzwerkinvestitionen beschleunigt.

Die Migration innerhalb des europäischen Mobilfunksektors zu Diensten und Geräten auf 4G leistet einen wichtigen Beitrag zur Erholung dieses Sektors, so das Ergebnis eines neuen GSMA-Berichts, der heute auf dem GSMA Mobile 360-Europe Kongress in Brüssel veröffentlicht wurde. Die neue Studie „Mobile Economy: Europe 2014” zeigt, dass in Europa bis zum Jahr 2020 mehr als die Hälfte aller Mobilfunkanschlüsse die 4G-Technologie nutzen werden. Dies entspricht einer signifikanten Steigerung gegenüber 10 Prozent zu Beginn des Jahres 2015. Dieser Trend treibt die Nachfrage nach innovativen Mobilfunkdiensten in die Höhe und unterstützt die europäischen Betreiber auf ihrem Weg zu einer Stabilisierung ihrer Einkommen und Margen nach mehreren rückläufigen Jahren in einer der weltweit wettbewerbsintensivsten Mobilfunkregionen.

Der Bericht verlangt nach einer neuen Ära der Partnerschaft zwischen der Mobilfunkbranche und Entscheidungsträgern der EU, die darauf abzielt, Investitionen in hochmoderne Netzwerke und Innovationen in diesem Bereich sowie den Aufbau eines dynamischen digitalen Binnenmarktes zu fördern.

„Es gibt äußerst ermutigende Vorzeichen für eine Erholung der europäischen Mobilfunkbranche, da im Verlauf der letzten Jahre sowohl Betreiber als auch Verbraucher den Nutzen der millionenschweren Investitionen in 4G-Netze mehr und mehr zu schätzen wissen”, so Anne Bouverot, Director General der GSMA. „Die europäischen Mobilfunkbetreiber begrüßen neue Technologien und neuartige Geschäftsmodelle, bahnbrechende Innovationen in Bereichen wie M2M, digitalen Handel, mobile Identität und moderne Netzwerkdienste.

„Dennoch sind diese positiven Aussichten in der Tat nicht verlässlich angesichts neuer Bedenken im Hinblick auf die makroökonomische Situation in Europa. Die Branche blickt daher mit Optimismus auf die Zusammenarbeit mit der neuen Europäischen Kommission und dem neuen Europäischen Parlament bei der Ausarbeitung einer gemeinsamen Agenda, die eine nachhaltige Erholung ermöglicht und eine der weltweit führenden digitalen und vernetzten Gesellschaften in die Zukunft führen soll.”

Netzwerkinvestitionen und Smartphones steigern die 4G-Akzeptanz

Bis zum Jahresende werden in Europa voraussichtlich 431 Millionen individuelle Mobilfunkteilnehmer1 registriert sein. Dies entspricht 79 Prozent der Bevölkerung in der Region – und somit der höchsten Marktdurchdringungsrate aller Regionen weltweit. Die Anzahl der individuellen Teilnehmer wird bis zum Jahr 2020 voraussichtlich auf 454 Millionen Teilnehmer ansteigen. Dies entspricht einer Marktdurchdringungsrate von 82 Prozent. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse unter Ausschluss von M2M beträgt gegenwärtig 688 Millionen und wird bis zum Jahr 2020 auf 762 Millionen ansteigen. 4G wird bis zu diesem Zeitpunkt einen Anteil von 53 Prozent an allen Mobilfunkanschlüssen in Europa erreichen. Dies entspricht einem signifikanten Anstieg gegenüber lediglich 5 Prozent zum Jahresbeginn 2014 und gegenüber 10 Prozent zu Beginn des Jahres 2015. Dieser rasche Technologiewandel wird angetrieben durch eine zunehmende 4G-Netzwerkabdeckung und die steigende Akzeptanz von 4G-Smartphones, Tablet-PCs, Dongles und anderen Datengeräten.

4G-Netzwerke sind gegenwärtig für 63 Prozent der europäischen Bevölkerung zugänglich, nachdem im Verlauf des Jahres die Schwelle von 50 Prozent durchbrochen und somit ein wichtiger Meilenstein erreicht wurde. Die Installation von 4G-Netzwerken in Europa profitiert zunehmend von der „Digitalen Dividende“ und ihrem frei werdenden Frequenzspektrum für den Mobilfunksektor aufgrund des Übergangs vom analogen zum digitalen Fernsehen, was zudem eine breitere Abdeckung ermöglicht. 4G-Netzwerke werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich für 83 Prozent der europäischen Bevölkerung zugänglich sein.

Ende des Jahres 2015 entfällt mehr als die Hälfte aller Mobilfunkanschlüsse in der Region auf Smartphones – ein Meilenstein, der bereits auch in anderen Märkten erreicht wurde, darunter Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien. Bis zum Jahr 2020 werden voraussichtlich 564 Millionen Smartphone-Anschlüsse2 in Europa erreicht. Dies entspricht nahezu drei Vierteln aller Verbindungen zu diesem Zeitpunkt.

Die Ausbreitung von 4G-Netzwerken und -Geräten trägt zur Steigerung des mobilen Datenaufkommens bei. Laut Cisco3 wird das mobile Datenaufkommen in Westeuropa von 253.679 Terabytes pro Monat im Jahr 2013 auf 1.900.486 Terabytes pro Monat im Jahr 2018 zunehmen und in diesem Zeitraum um 50 Prozent jährlich anwachsen (CAGR), da die Verbraucher von neuen Anwendungen und Serviceleistungen (insbesondere im Bereich von Video-Inhalten) profitieren werden, die mittels 4G zur Verfügung gestellt werden. Europäische Betreiber monetarisieren das Wachstum des Datenstroms bereits erfolgreich durch die Nutzung von gestaffelten und Gruppentarifen.

Beitrag zur Erholung des europäischen Mobilfunksektors

Der europäische Mobilfunksektor hat seit einigen Jahren signifikante Umsatzeinbußen und Gewinnrückgänge als Folge eines verschärften Wettbewerbs, strengerer regulatorischer Auflagen und schwieriger makroökonomischer Bedingungen erlebt. Während einerseits die Umsatzentwicklung in Europa in den nächsten zwei bis drei Jahren voraussichtlich rückläufig ist, zeigen die finanziellen Aussichten für das Jahr 2014 aufgrund der Auswirkungen des 4G-Ausbaus und des wachsenden mobilen Datenaufkommens bereits erste Anzeichen einer Erholung, die dazu führte, dass die Betreiber Rückgänge bei ihren herkömmlichen Diensten ausgleichen konnten.

Die Fähigkeit der Betreiber, Investitionen in Netzwerke und Dienste aufrechtzuerhalten, wird von der weiteren positiven Entwicklung der finanziellen Rahmenbedingungen der Branche abhängen. Die Investitionsaufwendungen (Capex) aufseiten der europäischen Betreiber für den Zeitraum zwischen 2008 und 2014 werden insgesamt 155 Mrd. EUR betragen. Sie könnten auch das Niveau der folgenden 6 Jahre (2015 bis 2020) in Höhe von 170 Mrd. EUR erreichen, wenn sich die Betreiber weiterhin auf den Ausbau der Netzwerkkapazitäten und die Verbreiterung der 4G-Abdeckung konzentrieren.

Die Mobilfunkbranche spielt mit einem Anteil von 3,1 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIB) im Jahr 2013 eine bedeutende Rolle als Konjunkturmotor. Dieser Anteil entspricht einem Volumen von 433 Mrd. EUR4, darunter 105 Mrd. EUR, die direkt von Mobilfunkbetreibern erwirtschaftet werden. Bis zum Jahr 2020 wird die Branche voraussichtlich einen ökonomischen Gesamtwert in Höhe von 492 Mrd. EUR erreichen.

Im Jahr 2013 waren in diesem Sektor in Europa rund 1,8 Millionen Personen beschäftigt. Weitere 600.000 Arbeitsplätze wurden indirekt unterstützt. Die Steuerabgaben in Höhe von 74 Mrd. EUR im Jahr 2013 leisteten einen bedeutenden Beitrag zu den Staatsfinanzen in der Region. Hierbei wurden Frequenzversteigerungen nicht berücksichtigt, die im letzten Jahr in Europa ein Volumen von 3,2 Mrd. EUR erreicht haben.

„Die fortgesetzten Investitionen in Netzwerke und Dienste und insbesondere die Verbreiterung der Netzwerkabdeckung werden für die Erholung der europäischen Wirtschaft und die Bereitstellung erstklassiger Konnektivität, die erforderlich ist, um in einer zunehmend digitalen globalen Wirtschaft erfolgreich zu agieren, von ausschlaggebender Bedeutung sein”, ergänzte Anne Bouverot. „Die europäischen Betreiber müssen über die wirtschaftliche Freiheit verfügen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, Innovationen auf Netzwerk- und Serviceebene umzusetzen und maßgeschneiderte Serviceleistungen anzubieten, die Investitionen anziehen und Innovationskraft und Wettbewerb auf globaler Ebene fördern können.”

Den vollständigen Bericht erhalten Sie unter: europe.gsmamobileeconomy.com

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie unserem Unternehmen auf Twitter: @GSMA.

1 Ein individueller Mobilfunkteilnehmer kann für mehrere Mobilfunkanschlüsse verantwortlich sein.

2 Ein Smartphone-Anschluss ist gekennzeichnet durch eine registrierte SIM-Karte, die in einem Smartphone zum Einsatz kommt. Sie repräsentiert nicht die Anzahl der verkauften oder ausgelieferten Smartphone-Geräte.

3 Cisco Visual Networking Index: Global Mobile Data Traffic Forecast Update, 2013–2018

4 Das Gesamtbruttoinlandsprodukt umfasst den direkten und indirekten Beitrag vonseiten der Mobilfunkbetreiber (105 Mrd. EUR, 0,8 %), damit in Zusammenhang stehender Akteure, z.B. Gerätehersteller und Infrastruktur-Anbieter (39 Mrd. EUR, 0,3 %), die allgemeinen ökonomischen Auswirkungen (29 Mrd. EUR, 0,2 %) und Produktivitätssteigerungen (260 Mrd. EUR, 1,9 %).

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts :

Ansprechpartner für Medienvertreter
Für die GSMA:
Charlie Meredith-Hardy: +44 7917 298428
CMeredith-Hardy@webershandwick.com
oder
(Brüssel)
Christian Prior: +32 (0) 2 894 90 13
CPrior@webershandwick.com
oder
GSMA Pressebüro
pressoffice@gsma.com


Source(s) : GSMA