Neue Studie der GSMA: Europäische Wirtschaft hat durch 4G-Investitionen Impulse erhalten

07/12/2015 - 18:22 von Business Wire

Neue Studie der GSMA: Europäische Wirtschaft hat durch 4G-Investitionen Impulse erhaltenJährlicher Beitrag der Mobilfunkbranche zur europäischen Wirtschaft übersteigt 500 Milliarden Euro.

Der Beitrag der Mobilfunkbranche zur Wirtschaft Europas wird sich in den nächsten fünf Jahren mit den zunehmenden Investitionen der Mobilfunkbetreiber in 4G-Netze und -Dienste erhöhen, so eine neue Studie der GSMA. Der neue Bericht „The Mobile Economy: Europe 2015“ prognostiziert, dass der Beitrag der Branche zum europäischen BIP von 500 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 600 Milliarden Euro bis 2020 steigen wird, da die Märkte in der Region von den Verbesserungen in Produktivität und Effizienz profitieren, die durch die Verbreitung neuer Mobilfunktechnologien wie der Machine-to-Machine (M2M)-Kommunikation herbeigeführt werden. Laufende Investitionen durch Mobilfunkbetreiber in 4G-Netzqualität und -abdeckung in Europa werden dazu führen, dass 60 Prozent der Mobilfunkanschlüsse1 auf dem Kontinent bis 2020 auf 4G entfallen werden, während es heute 20 Prozent sind, so der Bericht.

„Europas Mobilfunkbetreiber haben in den letzten Jahren trotz schwieriger makroökonomischer und regulatorischer Bedingungen stark in 4G investiert und wir gehen davon aus, dass die Investitionen in Ausbau, Kapazität und Frequenzen von 4G im Rest des Jahrzehnts anhalten werden“, sagte Alex Sinclair, Acting Director General und Chief Technology Officer der GSMA. „Mobilfunkteilnehmer in Europa profitieren nun von den Downloadgeschwindigkeiten, die weit über dem weltweiten Durchschnitt liegen und nutzen eine Reihe innovativer neuer Dienste, die durch die Netze und Geräte der nächsten Generation ermöglicht werden.“

4G trägt zur Steigerung des Datenaufkommens und zur Umsatzerholung bei

Europa ist eine hoch entwickelte Mobilfunkregion, die sich durch eine hohe Penetrationsrate bezogen auf die Teilnehmer auszeichnet. Bis Ende 2015 wird es in Europa voraussichtlich 430 Millionen individuelle Mobilfunkteilnehmer2 geben, was 79 Prozent der Bevölkerung der Region entspricht. Das macht Europa zur am stärksten durchdrungenen Mobilfunkregion der Welt, die damit um fast zehn Prozentpunkte vor Nordamerika liegt. Dadurch ist der Spielraum für einen künftigen Teilnehmerzuwachs gering: Prognosen zufolge wird die Zahl der individuellen Mobilfunkteilnehmer in Europa 450 Millionen bis zum Jahr 2020 erreichen, was 81 Prozent der erwarteten Einwohnerzahl der Region zu diesem Zeitpunkt entspricht.

Der Umstieg auf 4G-Netze wird durch die wachsende 4G-Abdeckung und die steigende Smartphone-Verbreitung gefördert. Die 4G-Netze haben bis Anfang 2015 mehr als 80 Prozent der europäischen Bevölkerung versorgt und diese Zahl wird bis Ende des Jahrzehnts voraussichtlich auf mehr als 95 Prozent steigen. Die bessere Abdeckung, eine größere Zahl verfügbarer Geräte innerhalb eines größeren Preissegments und die zunehmende Nutzung von Musik- und Video-Streamingdiensten sind einige der Faktoren, welche eine zunehmende Verbreitung von 4G-Geräten fördern. Prognosen zufolge werden auf Smartphones 76 Prozent der europäischen Mobilfunkanschlüsse bis 2020 entfallen, während es in diesem Jahr 60 Prozent waren.

Ein Ausbau der 4G-Abdeckung und die größere Verbreitung von 4G-fähigen Geräten geben zudem Anstoß zu einer höheren mobilen Datennutzung. Cisco3 zufolge wird die durchschnittliche monatliche Datennutzung in Westeuropa von weniger als einem GB pro Monat im Jahr 2014 auf nahezu sechs GB im Jahr 2019 steigen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 45 Prozent entspricht. Viele europäische Betreiber berichten, dass 4G-Kunden mehr als die doppelte Datenmenge als 3G-Nutzer in Anspruch nehmen. Laut dem Bericht helfen die Umsätze aus Mobilfunkdatendiensten zahlreichen Betreibern zudem, nach negativen Wachstumsperioden zu Umsatzwachstum aus Mobilfunkdiensten zurückzukehren.

Mobilfunk trägt zu Wirtschaftswachstum und Innovationen in Europa bei

Die 500 Milliarden Euro, die im vergangenen Jahr von der Mobilfunkbranche in Europa erwirtschaftet wurden, entsprachen 3,2 Prozent des BIP der Region4. Zudem hingen 3,8 Millionen Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Branche ab und trugen rund 84 Milliarden Euro zu den öffentlichen Finanzen in Form von verschiedenen Steuerarten bei. Neben den Steuerbeiträgen beteiligten sich Mobilfunkbetreiber an der öffentlichen Finanzierung durch die Zahlung von Frequenznutzungsgebühren. So wurden beispielsweise 2014 für die Zuweisung von Frequenzlizenzen in Ländern wie Griechenland, Ungarn und Estland insgesamt rund 700 Millionen Euro für die Staatsfinanzen in diesen Ländern erwirtschaftet.

Die Mobilfunkbranche ist Vorreiter bei der digitalen Innovation Europas, insbesondere in Bereichen wie mobiler Handel, intelligente Fertigung, intelligentes Heim und intelligente Gesundheit. Mobilfunknetze bieten zudem die Plattform für die Möglichkeiten rund um das Internet der Dinge (IoT): Die Zahl der M2M-Mobilfunkverbindungen in Europa wird sich voraussichtlich von 68 Millionen in diesem Jahr auf 182 Million bis 2020 erhöhen, ein CAGR von 22 Prozent. Zudem gibt es ein steigendes Interesse an der Nutzung von Low-Power-Wide-Area (LPWA)-Lösungen, die eine wichtige Rolle bei der Vernetzung einer Reihe von IoT-Geräten spielen werden.

Eine zentrale Herausforderung für die Mobilfunkbranche Europas ist jedoch die Fähigkeit, auf einem Kontinent zu wachsen, auf dem viele unterschiedliche nationale ordnungspolitische und rechtliche Rahmenbedingungen herrschen. Der Vorschlag der EU zur Schaffung eines europäischen digitalen Binnenmarktes zielt darauf ab, solche Innovationsbarrieren abzubauen und das künftige Wirtschaftswachstum mithilfe von digitalen Diensten und Netzen zu fördern.

„Die Umgestaltung Europas in eine weltweit führende digitale Ökonomie wird eine umfangreiche Revision der ordnungspolitischen Bestimmungen erforderlich machen, die Investitionen in eine zukunftssichere Infrastruktur fördert und den derzeit fragmentierten Ansatz in Bereichen wie dem Frequenzspektrum in Angriff nimmt“, ergänzte Sinclair. „Die Schaffung eines digitalen Binnenmarktes bietet die einmalige Möglichkeit, einen neuen ordnungspolitischen Rahmen zu entwickeln, der ein neues Zeitalter digitaler Akteure, Dienste und Geschäftsmodelle unterstützt und von modernen mobilen Breitbandverbindungen geprägt ist.“

Den vollständigen Bericht sowie entsprechende Infografiken finden Sie unter: http://www.gsmamobileeconomy.com/europe/.

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 Die Gesamtanzahl der Mobilfunkanschlüsse (aktive SIM-Karten ohne M2M) in Europa betrug 684 Millionen im Jahr 2015 und wird bis 2020 voraussichtlich auf 745 Millionen steigen.

2 Ein individueller Mobilfunkteilnehmer kann mehrere Mobilfunkanschlüsse (SIM-Karten) besitzen.

3 Quelle: Cisco VNI Mobile Forecast, 2015.

4 Der Beitrag zum BIP enthält den direkten und indirekten Beitrag von Mobilfunkbetreibern (0,7 %), verbundenen Branchen wie Geräteherstellern und Infrastrukturanbietern (0,3 %), indirekte wirtschaftliche Auswirkungen (0,6 %) und Produktivitätsverbesserungen (1,6 %).

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