Neue Studie der GSMA: Mobilfunkbranche trägt bis 2020 eine Billion US-Dollar zur nordamerikanischen Wirtschaft bei

01/11/2016 - 18:50 von Business Wire

Neue Studie der GSMA: Mobilfunkbranche trägt bis 2020 eine Billion US-Dollar zur nordamerikanischen Wirtschaft beiNordamerikanisches mobiles Ökosystem leistet Wertbeitrag in den Bereichen IoT, M2M und 5G.

Die nordamerikanische Mobilfunkbranche wird bis 2020 fast eine Billion US-Dollar pro Jahr zur Wirtschaft der Region beitragen, so eine neue Studie der GSMA. Der neue Bericht „The Mobile Economy: North America 2016“ prognostiziert, dass durch die Vorreiterrolle der Region Nordamerika in Bereichen wie 5G, das Internet der Dinge (IoT), intelligente Städte und vernetzte Autos der Beitrag der Branche zum voraussichtlichen BIP der Region von 3,6 Prozent (710 Milliarden US-Dollar) im vergangenen Jahr auf 4,5 Prozent (1 Billion US-Dollar) bis Ende des Jahrzehnts steigt. Der Bericht wurde auf der Konferenz „GSMA Mobility Live! – North America“ veröffentlicht, die vom 1. bis 2. November in Atlanta stattfindet und gemeinsam mit der Metro Atlanta Chamber veranstaltet wird.

„Dank der Milliardenbeträge, welche die Mobilfunkbetreiber in den vergangenen Jahren in ihre Netze investiert haben, ist Nordamerika führend bei Mobilfunknutzung und -Engagement, was durch den enormen Datenverbrauch gekennzeichnet ist“, sagte Michael O’Hara, Chief Marketing Officer der GSMA. „Die jüngste Entscheidung der USA, Frequenzen für 5G-Dienste festzulegen und auszuweisen - neben ihrer wegweisenden Rolle auf dem IoT-Markt –, hat die Stellung der Region als einen der weltweit fortschrittlichsten Mobilfunkmärkte untermauert, einem Markt, der die nächste Innovationswelle im Mobilfunk anführt.“

Starke Smartphone- und 4G-Verbreitung treibt die explosionsartige Zunahme mobiler Daten an

Nordamerika ist einer der ausgereiftesten Mobilfunkmärkte der Welt, gekennzeichnet durch die hohen Teilnehmerzahlen und die starke Verbreitung von mobilem Breitband und Smartphones. Ende 2015 gab es in der Region 284 Millionen „Unique Users“, also eindeutige Mobilfunkkunden1 (entspricht 79 Prozent der Bevölkerung), eine Zahl, die bis 2020 Prognosen zufolge auf 315 Millionen (85 Prozent der Bevölkerung) anwachsen wird.

Auf Smartphones entfallen 75 Prozent der Mobilfunkanbindungen der Region2, die höchste Smartphone-Verbreitungsrate weltweit, während mehr als die Hälfte der Verbindungen über 4G-Netze laufen. Diese Situation sorgt für eine erhebliche Zunahme der Datennutzung, in erster Linie zurückzuführen auf Videodienste. Berechnungen zufolge wird bis 2020 mehr als drei Viertel des Datenverbrauchs auf das Videostreaming über 4G-Netze entfallen. Cisco prognostiziert, dass die Datennutzung pro Teilnehmer in Nordamerika von monatlich 2 GB pro Teilnehmer im Jahr 2015 bis Ende des Jahrzehnts auf fast 9 GB pro Monat steigt.

Wachsender Beitrag zur Wirtschaft Nordamerikas

Die Mobilfunkbranche Nordamerikas leistete im vergangenen Jahr einen Wertschöpfungsbeitrag von insgesamt 710 Milliarden US-Dollar

zur US-Wirtschaft. Dies entspricht 3,6 Prozent des jährlichen BIP der Region3. Bis 2020 wird diese Zahl voraussichtlich auf fast eine Billion US-Dollar (4,5 Prozent des BIP) steigen, da die Region ein starkes Produktivitätswachstum aufgrund der raschen Verbreitung neuer Mobilfunktechnologien – wie Machine-to-Machine (M2M)-Kommunikation – sowie eine zunehmende Digitalisierung von Industrie und Dienstleistungen verzeichnet.

Die Branche stellte 2015 zudem direkt und indirekt mehr als 2,3 Millionen Arbeitsplätze in der Region bereit und zahlte 82 Milliarden US-Dollar in die Steuerkassen der Region ein. Dazu kommen die 46 Milliarden US-Dollar, die in dem Jahr über Frequenzversteigerungen in den USA und Kanada vereinnahmt wurden.

Betreiber erfüllen das Internet der Dinge mit Leben

Der Bericht hebt eine Reihe von Bereichen hervor, in denen die Region Nordamerika Mobilfunkinnovationen vorantreibt, insbesondere beim Internet der Dinge. Er stellt fest, dass es Ende des Jahres 2015 in der Region mehr als 60 Millionen M2M-Mobilfunkanbindungen gab, auf die nahezu 15 Prozent der gesamten Mobilfunkanschlüsse entfielen und die laut Prognosen bis 2020 auf 30 Prozent steigen werden. Zudem werden IoT-Geräte durch verschiedene nichtzellulare Technologien vernetzt. So werden in Nordamerika beispielsweise neue Low-Power Wide Area (LPWA)-Netze bereitgestellt, die sowohl lizenzierte als auch unlizenzierte Frequenzen in Anspruch nehmen. Einige Betreiber der Region wie AT&T und Verizon Wireless übernehmen den LTE-M-Standard, um die bestehende 4G-Infrastruktur für LPWA-Dienste zu nutzen.

Betreiber, staatliche Stellen und eine Reihe weiterer Akteure arbeiten zudem bei der Bereitstellung neuer Dienste zusammen, um dazu beizutragen, das Potenzial intelligenter Städte in Nordamerika auszuschöpfen, während die Betreiber die Entwicklung von 5G-Mobilfunknetzen und entsprechenden Apps vorantreiben. Überdies führen die Technologie- und Fahrzeugbranchen Nordamerikas die Entwicklung vernetzter Autos sowie die Sektoren autonomer und selbstfahrender Autos an.

„Während der Teilnehmer- und Smartphonezuwachs vorankommt, streben die Mobilfunkbetreiber Nordamerikas nun an, eine wachsende Bandbreite weiterer Geräte zu vernetzen, angefangen bei Autos bis hin zu Drohnen, und das Internet der Dinge mit Leben zu erfüllen“, ergänzte O’Hara. „In der Region sind einige der innovativsten Unternehmen im breiteren Mobilfunkökosystem beheimatet und es fließt weiterhin Risikokapital in den Mobilfunksektor, was zu einem gesunden Wachstum führt. Die Branche hat zudem von einem im Allgemeinen unterstützenden rechtlichen Umfeld profitiert, wie Maßnahmen zur Vereinbarung von Standards und Ermöglichung der ersten Welle von 5G-Bereitstellungen belegen.“

Der neue Bericht „The Mobile Economy: North America 2016“ wurde von GSMA Intelligence verfasst, dem Forschungszweig der GSMA. Den kompletten Bericht sowie entsprechende Infografiken finden Sie unter: http://www.gsma.com/mobileeconomy/northamerica/

-ENDE-

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai, Mobile World Congress Americas und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 Ein eindeutiger Teilnehmer ist eine Person, auf die mehrere mobile Verbindungen entfallen können (SIM-Karten)

2 Eine mobile Anbindung bezieht sich auf eine aktive SIM-Karte, die bei einem Mobilfunknetz registriert ist, ausgenommen M2M-Anschlüsse. Die Gesamtzahl mobiler Anbindungen in Nordamerika belief sich 2015 auf 371 Millionen und soll bis 2020 voraussichtlich auf 414 Millionen anwachsen. Eine Smartphone-Anbindung ist definiert als registrierte SIM-Karte, die im Lauf des Berichtszeitraums in einem Smartphone-Gerät genutzt wird. Sie bezieht sich nicht auf die Anzahl verkaufter oder ausgelieferter Smartphone-Geräte.

3 Das gesamte BIP enthält direkte Auswirkungen (1,2 %), verwandte Branchen (0,7 %) und Produktivitätsauswirkungen (1,7 %)

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Contacts :

Für die GSMA
Eden Haile
+1 206 576 5560
Eden.Haile@webershandwick.com
oder
Charlie Meredith-Hardy
+44 7917 298428
CMeredith-Hardy@webershandwick.com
oder
GSMA Press Office
pressoffice@gsma.com


Source(s) : GSMA

Schreiben Sie einen Kommentar