Neue Studie der GSMA sieht beschleunigte Verbreitung von mobilem Breitband und Smartphones in arabischen Staaten

20/10/2015 - 11:34 von Business Wire

Neue Studie der GSMA sieht beschleunigte Verbreitung von mobilem Breitband und Smartphones in arabischen StaatenMobilfunkbetreiber investieren in arabischen Staaten in Netze, Arbeitsplätze und Innovation.

Bis 2020 werden mehr als zwei Drittel aller Mobilfunkverbindungen in den arabischen Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas über mobile Breitbandnetze laufen, so eine neue Studie der GSMA. Die Studie wurde anlässlich der Konferenz „GSMA Mobile 360 Series – Middle East“ veröffentlicht, die diese Woche in Dubai stattfindet. Die neue Studie „The Mobile Economy – Arab States 2015“ zeigt, dass es 350 Millionen mobile 3G/4G-Breitbandanschlüsse in den arabischen Staaten bis 2020 geben wird, also 69 Prozent der gesamten Anschlüsse der Region bis 2020, während es Ende 2014 nur 34 Prozent waren1. Grund für diese rasche Umstellung auf Mobilfunknetze mit höherer Geschwindigkeit sind Investitionen von Betreibern in 3G- und 4G-Netze und eine steigende Verbreitung von Smartphones. Die Zahl der Smartphone-Anschlüsse2 in der Region wird sich zwischen 2014 und 2020 voraussichtlich nahezu verdreifachen und 327 Millionen erreichen.

„Die Mobilfunklandschaft in den arabischen Staaten, angefangen bei den sich rasch entwickelnden nordafrikanischen Märkten bis hin zu den sehr fortgeschrittenen Staaten des Golfkooperationsrates (GCC), variiert hinsichtlich der Marktreife erheblich, die gesamte Region profitiert jedoch von der Umstellung auf mobile Breitbandnetze und –geräte, die durch die steigenden Investitionen der Mobilfunkbetreiber ausgelöst wird“, sagte Alex Sinclair, Acting Director General und Chief Technology Officer von der GSMA. „Wir rufen die Regierungen der Region dazu auf, eine Politik zu verfolgen, welche die mobile Breitbandverbreitung weiter beschleunigt, indem beispielsweise auf internationaler Ebene stärker harmonisierte Frequenzen freigegeben werden, Anreize eingeführt werden, die den Ausbau der Infrastruktur in abgelegenen und wirtschaftlich schwierigen Gebieten fördern, und die Steuer- und Regulierungspolitik revidiert wird, welche die Einführung innovativer neuer Mobilfunkdienste negativ beeinflussen kann.“

In den letzten vier Jahren haben Mobilfunkbetreiber in den arabischen Staaten mehr als 40 Milliarden US-Dollar bzw. rund 18 Prozent des Gesamtumsatzes in Kapitalanlagen investiert. Die Investitionsschwerpunkte bildeten die Verbesserung der Netzabdeckung, Erhöhung der Netzkapazität und der Ausbau von mobilen 3G/4G-Breitbandnetzen. Dem Bericht zufolge sind in allen Ländern der Region mit einer Ausnahme inzwischen 3G-Netze vorhanden, während zehn Länder der Region über 23 4G-Netze verfügen und die Einführung von 4G-Netzen in weiteren acht Ländern geplant ist.

Vielfältige Mobilfunklandschaft

Die arabischen Staaten umfassen 18 Länder im Nahen Osten und Nordafrika3. Die Zahl der einzelnen Mobilfunkkunden4 in den arabischen Staaten insgesamt belief sich Ende 2014 auf 199 Millionen, was 54 Prozent der Bevölkerung der Region entspricht. Die Marktreife in der Region ist je nach wirtschaftlicher Entwicklung jedoch sehr unterschiedlich; in den arabischen Staaten gibt es drei Länder – Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate - die Penetrationsraten von mehr als 75 Prozent aufweisen, jedoch auch vier (Palästina, Sudan, Syrien und Jemen), in denen weniger als die Hälfte der Bevölkerung einen Mobilfunkvertrag hat.

Die Zahl der einzelnen Mobilfunkkunden in den arabischen Staaten wird laut Prognosen bis 2020 auf 233 Millionen ansteigen, was 57 Prozent der erwarteten Bevölkerungszahl bis zu diesem Zeitpunkt entspricht. Der Nutzerzuwachs wird jedoch langsamer als der weltweite Durchschnitt in diesem Zeitraum voranschreiten und die Penetrationsrate bezogen auf die Teilnehmer wird an die 59 Prozent nicht heranreichen, die bis 2020 auf globaler Ebene erwartet werden. Dies ist auf zahlreiche Faktoren zurückzuführen: das sinkende Wachstumspotenzial in bereits stark durchdrungenen Ländern, die Herausforderung einer steigenden Durchdringung in einkommensschwachen Gruppen und ländlichen Gemeinden in weniger entwickelten Ländern und die instabilen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zurzeit auf zahlreichen regionalen Märkten herrschen.

Mobilfunkbranche trägt zu Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und öffentlichen Finanzen bei

2014 leistete die Mobilfunkbranche der arabischen Staaten einen Gesamtbeitrag von 115 Milliarden US-Dollar zur regionalen Wirtschaft bezogen auf die Wertschöpfung, also rund vier Prozent des gesamten BIP der Region5. Prognosen zufolge wird dieser Beitrag bis 2020 auf 160 Milliarden US-Dollar ansteigen, was 4,5 Prozent des prognostizierten BIP der Region bis zu diesem Zeitpunkt entspricht.

Die Mobilfunkbranche ist zudem eine Hauptquelle für Arbeitsplätze und öffentliche Finanzen in der Region. Berechnungen zufolge hingen in den arabischen Staaten 1,3 Millionen Arbeitsplätze im Jahr 2014 direkt oder indirekt von der Branche ab, eine Zahl, die bis zum Jahr 2020 voraussichtlich auf mehr als 1,5 Millionen steigen wird. Das mobile Ökosystem leistete 2014 zudem einen Steuerbeitrag von insgesamt 12,6 Milliarden US-Dollar zu den öffentlichen Finanzen der Staaten in der Region ohne Berücksichtigung der Regulierungsentgelte und Zahlungen aus der Versteigerung von Frequenzen. Es ist davon auszugehen, dass dieser Beitrag zu den öffentlichen Finanzen bis 2020 auf 14,3 Milliarden US-Dollar steigt.

„Die Mobilfunkbranche spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung sozialer und entwicklungspolitischer Herausforderungen in den arabischen Staaten, Herausforderungen, die sich auf diesen regionalen Märkten mit ihrer hohen Arbeitslosigkeit, einer jungen Bevölkerung und anhaltender sozialer und politischer Instabilität immer weiter verschärfen werden“, ergänzte Sinclair. „Auf vielen aufstrebenden Märkten der Region bindet der Mobilfunk bislang unversorgte Bevölkerungsteile an das Netz an, indem der essentielle Zugang zum Internet dort ermöglicht wird, wo es keine Alternativen gibt, und Lösungen auf Grundlage von Mobilfunk in wichtigen Bereichen wie Bankwesen, Gesundheit und Bildung bereitgestellt werden. Gleichzeitig führen Mobilfunkbetreiber erweiterte Dienste in Bereichen wie digitaler Handel, digitale Identität, digitale Sicherheit und das Internet der Dinge auf entwickelten Märkten ein.“

Den vollständigen Bericht sowie entsprechende Infografiken finden Sie unter: http://www.gsmamobileeconomy.com/arabstates/.

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA

1 Die Gesamtanzahl der Mobilfunkanschlüsse (aktive SIM-Karten ohne M2M) in den arabischen Staaten betrug 406 Millionen im Jahr 2014 und wird bis 2020 voraussichtlich auf 501 Millionen steigen.

2 Ein Smartphone-Anschluss ist gekennzeichnet durch eine registrierte SIM-Karte, die in einem Smartphone zum Einsatz kommt. Sie repräsentiert nicht die Anzahl der verkauften oder ausgelieferten Smartphone-Geräte.

3 Die 18 Märkte, die in dem Bericht den arabischen Staaten zugerechnet werden, sind: Algerien, Bahrain, Ägypten, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Oman, Palästina, Katar, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate, Jemen

4 Ein einzelner Mobilfunkteilnehmer kann mehrere Mobilfunkanschlüsse (SIM-Karten) besitzen.

5 Der Beitrag zum BIP enthält den direkten und indirekten Beitrag von Mobilfunkbetreibern (1,2 %), verbundenen Branchen wie Geräteherstellern und Infrastrukturanbietern (0,4 %), indirekte wirtschaftliche Auswirkungen (0,3 %) und Produktivitätsverbesserungen (2,0 %).

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Source(s) : GSMA

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