Neuer GSMA-Bericht prognostiziert für das Jahr 2020 eine halbe Milliarde Mobilfunkteilnehmer in Schwarzafrika

06/11/2014 - 16:15 von Business Wire

Neuer GSMA-Bericht prognostiziert für das Jahr 2020 eine halbe Milliarde Mobilfunkteilnehmer in SchwarzafrikaNahezu jeder zweite Bürger der weltweit am schnellsten wachsenden Mobilregion nimmt bis 2020 am Mobilfunk teil; Beitrag der Mobilfunkindustrie zum regionalen BIP: 5,4 Prozent.

Die Anzahl der individuellen Mobilfunkkunden in Schwarzafrika wird die Schwelle einer halben Milliarde im Jahr 2020 überschreiten, da mobile Dienste für die derzeit Millionen unvernetzter Bürger in dieser Region zunehmend erschwinglich und zugänglich werden. Laut „Mobile Economy 2014: Sub-Saharan Africa", dem neuen GSMA-Bericht, der heute auf der Konferenz Mobile 360-Africa in Kapstadt veröffentlicht wurde, ist die Region gemessen an den Mobilfunkteilnehmern und Verbindungen in den letzten fünf Jahren im Mobilbereich weltweit am schnellsten gewachsen und soll bis 2020 das globale Wachstum weiterhin anführen. Die Penetration der Mobilfunkkunden als Prozentsatz der Bevölkerung wird bis zu diesem Zeitpunkt auf 49 Prozent anwachsen.

„Die Mobilfunkindustrie hat das Leben von Millionen Menschen in Schwarzafrika grundlegend verändert, nicht nur in Bezug auf Konnektivität, sondern auch als wichtiger Zugang zu einer breiten Palette an Gesundheits-, Bildungs- und Finanzdienstleistungen”, so Anne Bouverot, Director General der GSMA. „Wie der heutige Bericht zeigt, werden weitere Millionen Bürger in den nächsten sechs Jahren Mobilfunkteilnehmer. Viele davon erhalten erstmalig Internetzugang anhand von kostengünstigen Smartphones und mobilen Breitbandnetzen. Betreiber und andere Akteure des Ökosystems sowie Regierungen und Aufsichtsbehörden spielen alle eine Rolle um sicherzustellen, dass erschwingliche Mobilfunkdienste auf die gesamte Region ausgeweitet werden können.”

Die weltweit am schnellsten wachsende mobile Region

Schwarzafrika umfasst insgesamt 46 Länder. Die sechs größten Märkte sind der Größe nach Nigeria, Südafrika, Äthiopien, Kenia, Demokratische Republik Kongo und Tansania, auf die gemeinsam über die Hälfte der Mobilfunkkunden entfallen. Ende Juni 2014 nutzten 329 Millionen individuelle Kunden in Schwarzafrika mobile Dienste. Das sind 38 Prozent der Gesamtbevölkerung der Region. Dieser Wert soll jährlich im Durchschnitt um bis zu 7 Prozent (CAGR) und bis zum Jahr 2020 auf 49 Prozent ansteigen und somit die Schwelle einer halben Milliarde überschreiten. Zu diesem Zeitpunkt wird Schwarzafrika Europa überholt haben und der weltweit zweitgrößte Mobilfunkmarkt nach Asien-Pazifik sein.

Die Anzahl der Mobilfunkverbindungen1 belief sich im Juni 2014 auf 608 Millionen in der Region und soll bis 2020 auf 975 Millionen anwachsen. Ferner wird eine rasante Migration zu mobilem Breitband beobachtet. Auf 3G entfielen lediglich 17 Prozent aller Verbindungen im Juni 2014, wobei bis zum Jahr 2020 voraussichtlich über die Hälfte der Verbindungen über 3G zur Verfügung stehen wird, da lokale Anbieter neue mobile Breitbandnetze einsetzen und Smartphones erschwinglicher werden. Der Einsatz von 4G befindet sich in dieser Region derzeit noch im Frühstadium, wobei 4G-Netze voraussichtlich bis 2020 ebenfalls einen Anstieg auf 4 Prozent aller Verbindungen verzeichnen werden.

Den Prognosen zufolge wird Schwarzafrika außerdem weltweit das stärkste Wachstum bei der Anzahl der Smartphone-Verbindungen2 in den nächsten sechs Jahren verzeichnen, die bis 2020 auf 525 Millionen ansteigen. Die zunehmende Nutzung von Smartphones und anderen datenfähigen Geräten wie Tablets und Dongles tragen zu einer wesentlichen Erhöhung des mobilen Datenverkehrs bei. Laut Ericsson3 wird der mobile Datenverkehr in Schwarzafrika zwischen 2013 und 2019 um das Zwanzigfache ansteigen und sich monatlich von 37.500 Terabyte im Jahr 2013 auf 764.000 Terabyte im Jahr 2019 erhöhen. Diese Wachstumsrate ist doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt im gleichen Zeitraum.

Antrieb der afrikanischen Volkswirtschaften

Die Mobilfunkindustrie liefert einen wertvollen und wachsenden Beitrag für die regionalen Märkte Schwarzafrikas. 2013 entfielen 5,4 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf diese Region, gleichbedeutend mit 75 Mrd. US-Dollar. Darin enthalten ist ein direkter Beitrag der Mobilfunkbetreiber in Höhe von 27 Mrd. US-Dollar bzw. 1,9 Prozent des BIP4. Schätzungen zufolge wird die Mobilfunkindustrie bis 2020 die Wirtschaft der Region mit insgesamt 104 Mrd. US-Dollar unterstützen, das sind 6,2 Prozent des für diesen Zeitpunkt prognostizierten BIP.

Die Branche ist zudem eine bedeutende Quelle für die Schaffung von Beschäftigung und Arbeitsstellen. 2013 war das mobile Ökosystem direkter Arbeitgeber von nahezu 2,4 Millionen Menschen, und indirekt wurden weitere 3,7 Millionen Arbeitsplätze unterstützt. Die Industrie leistet außerdem einen bedeutenden Beitrag zur öffentlichen Finanzierung in Form der allgemeinen Versteuerung (13 Mrd. US-Dollar im Jahr 2013) sowie durch Lizenzen und aufsichtsrechtliche Gebühren und Frequenzauktionen.

Mobilfunkanbieter der Region haben in den letzten sechs Jahren (2008 bis 2013) über 45 Mrd. US-Dollar für die Erhöhung der Netzkapazität investiert. Die Investitionsausgaben werden sich Prognosen zufolge in den nächsten sieben Jahren (2014 bis 2020) auf circa 97 Mrd. US-Dollar belaufen, da Betreiber bestrebt sind, die steigende Nachfrage nach mobilen Datendiensten so schnell wie möglich zu erfüllen.

Vernetzung der bislang Ausgeschlossenen

Trotz des starken Anstiegs der Mobilfunkteilnehmer ist Schwarzafrika weltweit noch immer die Region mit der geringsten mobilen Penetration. Lokale Mobilfunkanbieter stehen verschiedenen Herausforderungen gegenüber, um die Netzabdeckung kostengünstig für bislang unvernetzte Bevölkerungsgruppen zu erweitern. Dem Bericht zufolge sind kommerzielle Verträge für gemeinsame Netznutzung und die Sicherstellung einer zeitgerechten Freigabe der Frequenzen aus der digitalen Dividende wichtige Faktoren, um dieses Ziel zu erreichen.

Aufgrund der mangelnden Festnetzinfrastruktur in der Region wird der Mobilfunk primär als Internetzugang genutzt. Ende 2013 verwendeten dort nahezu 150 Millionen Menschen Mobilgeräte für den Internetzugang, über 60 Prozent davon mit 2G-Geräten. Die mobile Internetpenetrationsrate in Schwarzafrika soll sich bis zum Jahr 2020 auf 37 Prozent erhöhen, wobei weitere 240 Millionen Menschen im Laufe dieses Zeitraums zu mobilen Internetnutzern werden.

„Um das Transformative Mobilpotenzial in Schwarzafrika vollumfänglich zu nutzen, benötigt die Mobilfunkindustrie ein unterstützendes regulatorisches Rahmenwerk, das langfristige Stabilität bietet und Investitionen fördert”, so Anne Bouverot. „Dazu gehören klare und transparente Frequenzverwaltungsprozesse sowie die Senkung hoher Steuersätze in einigen Märkten. Die Bewältigung dieser Herausforderungen wird es dem Mobilbereich ermöglichen, mit einer frischen Wachstumswelle und neuen Innovationen in dieser sich schnell entwickelnden Region durchzustarten.”

Den vollständigen Bericht finden Sie unter: ssa.gsmamobileeconomy.com.

Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber weltweit sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation aus über 220 Ländern, wie beispielsweise Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen sowie Unternehmen in Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Medien, Transport und Versorgungsunternehmen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress und die Mobile Asia Expo.

Weitere Informationen finden Sie auf der Unternehmenswebsite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

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1 Auf einen individuellen Mobilfunkteilnehmer können zahlreiche Mobilverbindungen entfallen, in denen auch M2M-Verbindungen (Machine-to-Machine) enthalten sind.

2 Eine Smartphone-Verbindung bezieht sich auf Verbindungen mit registrierten, in einem Smartphone genutzten SIM-Karten. Die Zahl repräsentiert nicht die Anzahl der verkauften oder gelieferten Geräte.

3 Ericsson Mobility Report, Juni 2014

4 BIP enthält den direkten und indirekten Beitrag von Mobilfunkbetreibern (1,9 %), damit in Zusammenhang stehenden Akteuren, z.B. Gerätehesteller und Infrastrukturanbieter (0,6 %), allgemeine wirtschaftliche Auswirkungen (0,5 %) und Produktivitätsverbesserungen (2,4 %)

 

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