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Neues Mainboard: Pfeifende Spannungswandler

22/06/2011 - 16:13 von Jochen Seemann | Report spam
Hallo,

ich hab' hier einen neuen Rechner mit GA-Z68MX-UD2H-B3 Mainboard [1], einer
i5-2550k CPU und Bequiet E8 450W Netzteil, dafür ohne externe Grafikkarte.
Ich bin nicht der Nutzer, sondern nur der Einrichter.

Die Spulen der Spannungswandler links neben dem CPU-Sockel geben ein
hochfrequentes Pfeifen von sich. Das Pfeifen ist vom Rechnerstart an
vorhanden, wird nach 5 Sekunden einmal und nach weiteren 5 Sekunden nochmals
lauter und ist von da an konstant.

Das erste Board war defekt und wurde getauscht. Grund war, dass der Rechner
beim Hochfahren immer wieder ausging und erst nach mehreren Anlàufen
durchlief. Das Pfeifen war aber ebenfalls schon vorhanden. Das neue Board
pfeift gleichfalls, dafür làuft der Rechner bzw. das Board jetzt normal an.

Irritierenderweise ist das Pfeifen sporadisch mal weg. Offenbar wenn der
Netzstecker abgezogen war. Es kommt aber zuverlàssig mit dem nàchsten
Neustart des Rechner wieder.

Zwischenzeitlich hab' ich schon jede Menge Lösungsansàtze erfolglos
durchprobiert.

Ich hab' in punkto Pfeifen zahlreiche Tipps aus dem Netz und dem Gigabyte-
Forum probiert und diverse Einstellungen im BIOS veràndert, wie das
Deaktivieren aller Stromsparmodi der CPU (C3/C6,EIST,C1E), feste VCore für
die CPU und GPU, Einstellen der VCore auf Normal und Absenken/Erhöhen der
DVID bei CPU und GPU (bei der CPU z.B. bis -0.150V und +0.150V), Absenken
des CPU-Multiplikators von 33 auf 25, RAM statt auf 1600 Mhz (Extreme Memory
Profile) auf 1333 Mhz, Deaktivieren von Spread Spectrum.

Ergebnis: Das Pfeifen bleibt konstant vorhanden. Ich kann auch nicht
feststellen, dass es leiser werden würde oder dass sich die Frequenz àndern
würde.

Hardwaremàßig hab' ich durchprobiert: 2 Netzteile (ein Seasonic M12II-500
und eine Noname-Netzteil beim Hàndler), 2 externe Grafikkarten (inkl.
Deaktivieren der internen GPU), andere CPU (i5-2400), anderen RAM (G.Skill
Ripjaws).

Die SSD, die HDD und den Brenner sowie alle Lüfter (CPU und 2 Gehàuselüfter)
hatte ich probeweise abgesteckt. Es bleibt also nur noch die Kombination aus
CPU und Mainboard als Ursache.

Jetzt hab' ich das Board an Gigabyte geschickt und die können das Problem
prompt nicht reproduzieren (mit dem gleichen Netzteil mit 480W und i5-2400).
Ich mach' allerdings jede Wette, dass es erneut auftaucht, wenn das Board
wieder bei mir ist.

Ich bin jetzt also hànderingend auf der Suche nach einer technischen
Erklàrung für die Pfeiferei bzw. nach weiteren Lösungsmöglichkeiten, um die
Pfeiferei vielleicht doch noch abstellen zu können.

Der einzige Unterschied jetzt noch, dass ich nur in eingebautem Zustand
getestet habe.Am Gehàuse kann es aber nicht liegen. Soll dass heissen, dass
bestimmte Exemplare von Mainboard und CPU einfach nicht zusammen
funktionieren bzw. dass das Pfeifen vielleicht verschwindet, wenn man nur
genug Exemplare von CPU und Mainboard durchprobieren würde?


[1] Komponenten des PCs

Mainboard: GA-Z68MX-UD2H-B3 MicroATX
PSU: be quiet! Straight Power E8 450W ATX 2.3 (E8-450W/BN154)
CPU Kühler: Scythe Katana 3
Ram: Corsair Vengeance schwarz DIMM Kit 8GB PC3-12800U CL9-9-9-24
(CMZ8GX3M2A1600C9)
CPU: Intel Core i5-2500K, 4x 3.30GHz
SSD: Crucial m4 64GB (CT064M4SSD2)
HDD: Samsung EcoGreen F4 2000GB, SATA II (HD204UI)
Gehàuse: Xigmatek Midgard
 

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#1 Ansgar Strickerschmidt
22/06/2011 - 16:26 | Warnen spam
Also schrieb Jochen Seemann:

Hallo,

ich hab' hier einen neuen Rechner mit GA-Z68MX-UD2H-B3 Mainboard [1],
einer
i5-2550k CPU und Bequiet E8 450W Netzteil, dafür ohne externe
Grafikkarte.
Ich bin nicht der Nutzer, sondern nur der Einrichter.

Die Spulen der Spannungswandler links neben dem CPU-Sockel geben ein
hochfrequentes Pfeifen von sich. Das Pfeifen ist vom Rechnerstart an
vorhanden, wird nach 5 Sekunden einmal und nach weiteren 5 Sekunden
nochmals
lauter und ist von da an konstant.

Das erste Board war defekt und wurde getauscht. Grund war, dass der
Rechner
beim Hochfahren immer wieder ausging und erst nach mehreren Anlàufen
durchlief. Das Pfeifen war aber ebenfalls schon vorhanden. Das neue Board
pfeift gleichfalls, dafür làuft der Rechner bzw. das Board jetzt normal
an.

Irritierenderweise ist das Pfeifen sporadisch mal weg. Offenbar wenn der
Netzstecker abgezogen war. Es kommt aber zuverlàssig mit dem nàchsten
Neustart des Rechner wieder.

Zwischenzeitlich hab' ich schon jede Menge Lösungsansàtze erfolglos
durchprobiert.



Mit dem Problem bist Du grundsàtzlich nicht allein.
Die c't hat bei ihren Bauvorschlàgen für Eigenbau-Rechner zuletzt immer
auch einen Kasten im Text spendiert, in welcher Netzteil/Board-Kombination
ein Pfeifen der Spannungswandler auftritt. Das ist leider ein zunehmendes
Phànomen.

MMn kann das dadurch bedingt sein, dass zum einen heutige Wandler
mehrphasig arbeiten und so im Vergleich zu den einphasigen Wandlern
früherer Zeiten verànderte Oberwellenkurven auftreten, und zum anderen
mglw. die Regelungen von Netzteil und Motherboard gegeneinander kàmpfen
bzw. sich vermehrt hörbare Schwebungen zwischen deren Arbeitsfrequenzen
bilden.

Versuch einer Abhilfe: die Spule(n) der Wandler mit hitzefestem Tauchlack
oder "Plastik 70"-Spray aus der Dose behandeln. Oder noch einen oder zwei
Elkos 4700µF auf die +5V und +12V extra parallel hàngen. Parallel dazu je
einen 10µF Tantal und einen 100nF keramischen Kondi.

Ansgar

*** Musik! ***

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