Neuinstallation opensuse 11.3 - Bootproblem

07/10/2010 - 22:27 von Stefan Gruber | Report spam
Hallo,

mir ist heute mit opensuse erstmals passiert, dass nach einer
Neuinstallation der Rechner gar nicht mehr bootet.

Es handelt sich um eines Freundes neuen Rechner, der sich auf meine Anregung
hin ernsthaft auf GNU/Linux zubewegen möchte. Ich wollte ihm Linux neben Win
als Dualboot-System einrichten.

Nach Verkleinerung der Windows7-Partition und der Grundinstallation kamen
wir einmal auf den erwarteten KDE-Desktop. Doch beim ersten eigenstàndigen
Booten meldet das System, dass *keine* bootbare Festplatte auffindbar ist.

So vermute ich den Fehler in der Konfiguration des Bootloaders GRUB.

Leider fand ich auf der Installations-DVD keine Reparaturoptionen mehr, die
ich von früher her kenne.

So musste ich (in Zeitnot) das Geràt erstmal völlig unbenutzbar
hinterlassen, und habe erst wieder in Kürze Zugriff darauf.

Was könnte schief gegangen sein?

Ins Schleudern kam ich durch den Partitionsvorschlag, der zunàchst von der
500 GB-HD Windows und Linux je 250 GB zuteilen wollte.
Da erschien im Bootloader-Abschnitt der Grundeinstellungen eine Meldung,
dass die Boot-Partition nicht vollstàndig innerhalb der ersten 128 GB làge,
und dass das System eventuell nicht booten würde (Sah ich zum erstenmal!).
Deswegen verkleinerte ich die Windowsseite soweit auf 100GB, dass die 20GB-
Rootpartition noch komplett unter dieser Schwelle lag, und die Warnung ging
weg.
Die Linuxpartitionen liegen allesamt in einer erweiterten Partition.

War das wirklich nötig? Wie ernst war die Meldung mit den 128 GB zu nehmen?

Dann wàhlte ich IIRC als Ort für den Bootloader "root-Partition", weil von
der Installation in den MBR abgeraten wurde bei mehreren Betriebssystemen,
bin aber unschlüssig, ob das so richtig war.

War das ev. nicht empfehlenswert?

Auf meinem eigenen System steht, wie ich spàter sah, "erweiterte Partition".

Jedenfalls ist der Fall eingetreten, vor dem gewarnt wurde.

Große Hoffnung setze ich nun auf die SuperGRUBDisk, die ich mir gerade
heruntergeladen habe, und mit der ich Betriebssysteme von allen Partitionen
laden kann.

Aber was ist die wahrscheinlichste Ursache für das Problem?

Morgen kann ich mich nochmal für eine Stunde an die Kiste setzen, um es zu
beheben.

Gruß
Stefan Gruber
 

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#1 Uwe Premer
08/10/2010 - 00:27 | Warnen spam
Am 07.10.2010 schrieb Stefan Gruber:

Hallo,



Hallo Stefan,

mir ist heute mit opensuse erstmals passiert, dass nach einer
Neuinstallation der Rechner gar nicht mehr bootet.

Es handelt sich um eines Freundes neuen Rechner, der sich auf meine Anregung
hin ernsthaft auf GNU/Linux zubewegen möchte. Ich wollte ihm Linux neben Win
als Dualboot-System einrichten.

Nach Verkleinerung der Windows7-Partition und der Grundinstallation kamen
wir einmal auf den erwarteten KDE-Desktop. Doch beim ersten eigenstàndigen
Booten meldet das System, dass *keine* bootbare Festplatte auffindbar ist.

So vermute ich den Fehler in der Konfiguration des Bootloaders GRUB.



Nach deinen Schilderungen denke ich das auch.

Was könnte schief gegangen sein?

Ins Schleudern kam ich durch den Partitionsvorschlag, der zunàchst von der
500 GB-HD Windows und Linux je 250 GB zuteilen wollte.
Da erschien im Bootloader-Abschnitt der Grundeinstellungen eine Meldung,
dass die Boot-Partition nicht vollstàndig innerhalb der ersten 128 GB làge,
und dass das System eventuell nicht booten würde (Sah ich zum erstenmal!).
Deswegen verkleinerte ich die Windowsseite soweit auf 100GB, dass die 20GB-
Rootpartition noch komplett unter dieser Schwelle lag, und die Warnung ging
weg.
Die Linuxpartitionen liegen allesamt in einer erweiterten Partition.

War das wirklich nötig? Wie ernst war die Meldung mit den 128 GB zu nehmen?

Dann wàhlte ich IIRC als Ort für den Bootloader "root-Partition", weil von
der Installation in den MBR abgeraten wurde bei mehreren Betriebssystemen,
bin aber unschlüssig, ob das so richtig war.

War das ev. nicht empfehlenswert?



Ich habe Probleme dieser Art von Anfang an wie folgt umgangen auf einer
320 GB-Platte, auf der 2x Windows XP Pro, 1x openSUSE 11.3 und 1x Ubuntu
10.04 installiert sind (dazu noch eine Wiederherstellungspartition von
Lenovo):
Ich habe auf einer winzigen kleinen Extra-Partition einen externen
Bootmanager namens XOSL (DOS-Programm!) installiert, der mir sàmtliche
Systeme booten kann.
Dazu habe ich bei den Linuxen den Grub jeweils auch in die jeweilige
Root-Partition installiert.
Der Bootvorgang làuft also wie folgt ab:
Rechner bootet mit XOSL ins grafische OS-Auswahlmenü (mausgesteuert),
ich klicke auf openSUSE und start. Danach startet XOSL den Grub von
openSUSE, aus dem ich dann wiederum die volle Auswahl habe, welches
System ich booten möchte. Ich könnte dann also immer noch eines der
Windosen booten.

Für die Installation von XOSL braucht man übrigens eine funktionierende
DOS-Bootdiskette und logischerweise ein Diskettenlaufwerk (3,5").
XOSL gibt es hier: <http://www.ranish.com/part>.

Es gibt auch noch andere Freeware-Bootmanager, die in der Lage sind,
DOSen und Linuxe zu booten.

Eine andere Möglichkeit wàre dann vielleicht noch, in eine kleine
separate Bootpartition einfach den Grub hineinzuinstallieren und diese
Partition dann als bootbar zu markieren.

Oder, was auch geht, und was ich auf einem anderen Rechner gemacht habe:
Grub in den MBR der Platte installieren, der startet dann bei mir sowohl
Vista als auch ein noch anderes Linux.

Uwe

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