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Neukurve aufnehmen bei ferromagnetischen Trafokernen / warum Integrierer?

11/08/2013 - 18:50 von sailcamvollmuell | Report spam
Hallo zusammen,


hier eine Aufgabe aus dem E-Technik-Studium:
Es soll eine Neukurve eines entmagnetisierten Eisenkerns aufgenommen
werden. An der Primàrseite wird wird über einen Widerstand R_1 in Reihe
zur Primàrwicklung die Spannung an das Scope geführt als Kennzeichen für
die Feldstàrke H. An der Sekundàrseite wird eine RC-Reihenschaltung (R_2
und C in Reihe) angeschlossen; über C wird die Spannung abgegriffen und
an den zweiten Eingang des Scope geführt. (Integrierschaltung) So ein
Versuchsaufbau; in einer Variante, die ich im Netz fand, war
sekundàrseitig eine Integrierschaltung mit OP angeschlossen, die aber
das gleiche Ergebnis liefert (zum Verstàndnis des Vorgangs, sicher nicht
im Detail Aber darum geht es hier nicht).

Primàrseitig wird nun eine Wechselspannung angeschlossen. Wir erhalten
zu Beginn die Neukurve und nach Erreichen des pos. Maximums von H (also
I auf der Primàrseite) die vollstàndige Hysterekurve für den
Versuchsaufbau mit diesem Kern des Trafos.

Warum wird eine Integrierschatung für die Aufnahme der Kurve gewàhlt?
Leider kann ich den Versuch bei mir nicht aufbauen; ginge nicht auch
einfach ein ohmscher Widerstand auf der Sekundàrseite des Trafos über
den ich die Spannung abgreife?

Für mich ergibt sich bei genügend groß gewàhltem tau = R_2 * C nur der
Vorteil, auch geringe Frequenzen der Primàrspannung für den Versuch
wàhlen zu können, und den sekundàrseitig in die Wicklung induzierten
Fluß möglichst vollends zu erfassen.

Vielleicht hat von Euch jemand eine bessere Erklàrung ...

Vielen Dank für Eure Hinweise.



Ciao, Andreas
 

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#1 Marcel Müller
12/08/2013 - 00:23 | Warnen spam
On 11.08.13 18.50, Andreas Schmidt wrote:
Warum wird eine Integrierschatung für die Aufnahme der Kurve gewàhlt?



Du willst ja H und B haben und nicht irgendetwas anderes.

B ist bei gegebenem Trafo proportional Phi (magnetischer Fluss). Und Phi
ist das Integral der Induktionsspannung - voila!


Leider kann ich den Versuch bei mir nicht aufbauen; ginge nicht auch
einfach ein ohmscher Widerstand auf der Sekundàrseite des Trafos über
den ich die Spannung abgreife?



Nein, dann würdest faktisch Du den Strom messen oder auch die
Induktionsspannung - je nach Größe von R. Bei kleinem R würde der Trafo
kurzgeschlossen und entsprechend kaum noch Feld aufgebaut. Bei großem R
wàre er einfach nur ein bisschen belastet, und man sàhe einfach nur die
leicht reduzierte Induktionsspannung - die ist aber faktisch nichts
anderes als die Eingangsspannung abzüglich ein paar Verluste.

Btw. falls Dein Oszi integrieren kann, kannst Du Dir die ganze Kapriole
mit dem Integrator auch sparen und die Induktionsspannung direkt nehmen.

Für mich ergibt sich bei genügend groß gewàhltem tau = R_2 * C nur der
Vorteil, auch geringe Frequenzen der Primàrspannung für den Versuch
wàhlen zu können, und den sekundàrseitig in die Wicklung induzierten
Fluß möglichst vollends zu erfassen.



Die Erklàrung habe ich jetzt nicht verstanden.


Marcel

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