Newtonsches Universum

29/01/2012 - 22:58 von Vogel | Report spam




Ein sogenanntes kosmologisch 'stationàres' Universum ist in vollem
Einklang mit der ART. Es reicht die Newtonsche Gravitationstheorie und
die SRT aus, um die Gravitation zu beschreiben. Allerdings trifft der
Begriff 'stationaer' auf das Newtonsche Universum nicht zu.




Unter Beachtung des Energieerhaltungsatzes(wer will darf auch den
Virialsatz heranziehen)




Ekin + Epot = 0




Erhàlt man




v^2 = - 2Phi(r)




Ebenfalls unter Beachtung des Energieerhaltungsatzes erhàlt man für Phi
das lokale Potential




Phi(r) = - k*1/r, also:




v^2 = 2k/r




Daraus ergibt sich ein kosmologisches Potential




Phi(r) = - H^2*r^2/2




Damit erhalten wir aus der Newtonschen G-Theorie die Friedmann-Gleichung




(v/r)^2 = 8PI/3*G*rho




Allein aus der Newtonscher G-Theorie erhàlt man so




v = H*r




Aus der Newtonschen G-Theorie ergibt sich die Interpretation für v als
die relative Geschwindigkeit zweier Körper im Abstand r, beim relativen
freien Fall zueinander, unter Annahme einer konstanten Materiedichte im
Universum bei grossraeumigen Abstaenden. Die Richtung der
Geschschwindigkeit v relativ zur Verbindungslinie beider Koerper ist
dabei beliebig(làsst sich mathematisch beweisen).




Also auch das Newtonsche Universum kann nicht statisch sein, denn v kann
niemals Null sein. Allerdings benötigt man dazu keine Raumexpansion.





Mit den experimentell gemessenen Werten




H = 72 [km/s/Mpc]




G = 6,673840E-11 [m3/kg/s2]




Erhàlt man:




eine aktuell Mittlere Materiedichte(wie in der ART):




rho = 3H^2/(8PI*g) = 9,7379940964754800E-48 [g/cm3]




rho - mittlere Materiedichte der gravitativ wirkenden Materie im
Universum. Diese wurde bisher experimentell noch nicht genau bestimmt.
Obige Materiedichte ist jedoch nur ein theoretisch gemittelter Wert.




Grösse des Universums




r_max = c/H = 13,589849 Mljd. LJ




Das ist der Radius des Ereignishorizontes welchen jeden Punkt des
Universums umgibt. Was ausserhalb dieses Radius geschieht gehört nicht
mehr zur Realitàt des Beobachters. Solange c und H konstante Grössen
sind, kann sich die Groesse des Universums also nicht àndern.


 

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#1 Simpel-X
06/02/2012 - 00:09 | Warnen spam
On 29 Jan., 22:58, Vogel wrote:
Ein sogenanntes kosmologisch 'stationàres' Universum ist in vollem
Einklang mit der ART. Es reicht die Newtonsche Gravitationstheorie und
die SRT aus, um die Gravitation zu beschreiben. Allerdings trifft der
Begriff 'stationaer' auf das Newtonsche Universum nicht zu.



Vorab zur Klàrung der Begriffe :
Was genau ist mit kosmologisch stationàrem Universum gemeint?

Aus der Newtonschen G-Theorie ergibt sich die Interpretation für v als
die relative Geschwindigkeit zweier Körper im Abstand r, beim  relativen
freien Fall zueinander, unter Annahme einer konstanten Materiedichte im
Universum bei grossraeumigen Abstaenden. Die Richtung der
Geschschwindigkeit v relativ zur Verbindungslinie beider Koerper ist
dabei beliebig(làsst sich mathematisch beweisen).



Wenn die beiden Körper Zeit genug hatten eine stabile Umlaufbahn zu
erreichen, dann müssten wir zwischen v_k (mittlerer
Kreisbahngeschwindigkeit) und v_z (mittlerer Fallgeschwindigkeit)
unterscheiden. Die mittlere Fallgeschwindigkeit veràndert sich nicht,
im Gegensatz zum direkten freien Fall eines Körpers der die
Kreisbahngeschwindigkeit nicht erreicht hat (z.B. ein hochgeworfener
Stein der auf die Erde zurückfàllt).


Also auch das Newtonsche Universum kann nicht statisch sein, denn v kann
niemals Null sein. Allerdings benötigt man dazu keine Raumexpansion.



Ich meine schon, dass das Newtonsche Universum "statisch" sein kann,
also stabil sein kann ohne Expansion.
Wie dies funktionieren kann, weiß man im Prinzip schon, seit man
Kugelsternhaufen beobachtet hat, nàmlich durch Rotation der Sterne um
das Zentrum des Kugelsternhaufens.
Übrigens wurde das Zentrum der Milchstraße durch Baade dadurch
bestimmt, dass er den gemeinsamen Bahnmittelpunkt der Kugelsternhaufen
berechnet hatte.
Hier verlor nun auch die Sonne endgültig ihren Status "Mittelpunkt des
Universums" zu sein, den rd. 400 Jahre vorher die Erde schon verloren
hatte.
Als Mittelpunkt des Universums galt nun das Zentrum der Milchstraße.
Es dauerde nicht lange, dann war auch klar dass die Milchstraße nicht
identisch mit dem Universum war, sondern nur eine Galaxie unter
vielen. Der Überbringer dieser schlechten Nachricht war hier Hubble.
Er entdeckte auch noch die Rotverschiebung und schloß daraus auf die
allgemeine Galaxienflucht. Damit konnte man erklàren, warum die
Galaxien aufgrund ihrer Gravitation nicht alle aufeinander zustürzen.
Es schien nun das Gegenteil der Fall zu sein. Das Galaxien auch kleine
und größere Systeme bilden (lokale Galaxiengruppen Galaxienhaufen und
Superhaufen), war da noch gar nicht bekannt. Als man die entdeckt
hatte, entdeckte man auch, dass die Galaxienhaufen aus dem gleichen
Grunde stabil sind, wie die Kugelsternhaufen.
Bislang hat man keine größeren Strukturen entdeckt als die Voids.
Deren Filamente sehen aber eher aus, wie die Filamente der Reste einer
Supernova. Ich hab noch nichts darüber gelesen, was sich im Zentrum
eines der vielen Voids befindet.
Ach ja, ich hàtte es beinahe verdràngt, dass wird wohl die "Dunkle
Materie" sein. Die ist ja jetzt überall zu finden, außer in unserem
Sonnensystem ;-)

Grösse des Universums

r_max = c/H = 13,589849 Mljd. LJ



Meinst Du damit lediglich die Größe des zur Zeit beobachtbaren
Universums?

Das ist der Radius des Ereignishorizontes welchen jeden Punkt des
Universums umgibt. Was ausserhalb dieses Radius geschieht gehört nicht
mehr zur Realitàt des Beobachters. Solange c und H konstante Grössen
sind, kann sich die Groesse des Universums also nicht àndern.



Das könnte entweder der Radius des Ereignishorizontes unseres
"lokalen" Universums sein oder die Grenze der Beobachtung aufgrund der
maximal wahrnehmbaren Rotverschiebung oder ganz simpel: einfach wieder
mal die vorlàufige Grenze der Beobachtung (Auflösung) aufgrund
fehlender besserer Beobachtungsinstrumente ;-)
Diese Fragen werden aber garantiert nicht durch bloßes Nachdenken
gelöst, sondern durch überprüfen mithilfe von genaueren Beobachtungen/
Messungen.
Nur auf diese Weise ist zum erstenmal eine Grundsatzfrage der
Kosmologie entschieden worden. Ich meine Tycho Brahes genaue(re)
Messungen der Planetenbahnen und der daraus resultierenden Keplerschen
Gesetze.

Simpel grüßt aus Borbeck

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