Niedriges Gamma an neuem Monitor - normal ?

12/11/2010 - 11:36 von klappnase | Report spam
Hallo an alle,

mein alter CRT hat das zeitliche gesegnet, also musste ein neuer
Monitor her. Beim Anschliessen stellte ich fest, dass das Bild für
einen "neuen" erstaunlich schlecht war. Nach einigem rumprobieren (bin
kein grosser Monitorexperte :) stellte ich fest, dass das Problem ein
niedriger Gammawert des Monitors zu sein scheint. Wenn ich mit nvidia-
settings die Gammakorrektur auf ca. 0,65 - 0,70 herunterregele
verbessert sich das Bild deutlich. Einigen "Gammaschàtzseiten" im
Internet die ich probierte zufolge, hat mein Monitor ein Gamma von ca.
1,25-1,30 , was ja auch gut zu meiner Erfahrung mit der Gammakorrektur
zu passen scheint. Der Monitor selbst hat auch eine Möglichkeit den
Gammawert von 1,8 - 2,6 einzustellen (im Moment ist die Einstellung
auf 2,2), allerdings ist die sichtbare Verànderung dabei nur minimal.

Meine eigentliche Frage jetzt: ist eine solche Diskrepanz im Gamma
(angebliche 2,2 sehen aus wie 1,3) eine normale "Fertigungstoleranz"
bei Monitoren oder ist das ein deutliches Zeichen, dass bei dem Geràt
schon ein Defekt "ab Werk" vorliegt?
Es handlet sich übrigens um einen Philips 220S, falls das eine Rolle
spielt.

Vielen Dank schon mal im Voraus!

Michael
 

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#1 Marcel Müller
12/11/2010 - 13:07 | Warnen spam
Hallo,

klappnase wrote:
mein alter CRT hat das zeitliche gesegnet, also musste ein neuer
Monitor her. Beim Anschliessen stellte ich fest, dass das Bild für
einen "neuen" erstaunlich schlecht war. Nach einigem rumprobieren (bin
kein grosser Monitorexperte :) stellte ich fest, dass das Problem ein
niedriger Gammawert des Monitors zu sein scheint.



nur mal zur Kontrolle, damit wir über das gleiche sprechen:

Ein zu niedriges Gamma des Monitors bedeutet, das mittlere Farbtöne zu
hell dargestellt werden. Ist das so?

Wenn ich mit nvidia-
settings die Gammakorrektur auf ca. 0,65 - 0,70 herunterregele
verbessert sich das Bild deutlich. Einigen "Gammaschàtzseiten" im
Internet die ich probierte zufolge, hat mein Monitor ein Gamma von ca.
1,25-1,30 , was ja auch gut zu meiner Erfahrung mit der Gammakorrektur
zu passen scheint. Der Monitor selbst hat auch eine Möglichkeit den
Gammawert von 1,8 - 2,6 einzustellen (im Moment ist die Einstellung
auf 2,2), allerdings ist die sichtbare Verànderung dabei nur minimal.



Bevor man irgendetwas über Gammawerte spekuliert, muss erst einmal der
Schwarzwert stimmen. Tut er das?
Die Behauptung, die Gammawertregelung bewirkt nichts, spricht dagegen.

2,2 ist in etwa der (bauartbedingte) Gammawert von Röhrenmonitoren. Da
sich alle an diesen Farbfehler gewöhnt haben, emulieren das die LCDs
meist. Allerdings gibt es zwei verschiedene Skalen für die Gamma-Werte.
In der anderen Skala hàtte ein CRT 1,6.

Meine eigentliche Frage jetzt: ist eine solche Diskrepanz im Gamma
(angebliche 2,2 sehen aus wie 1,3) eine normale "Fertigungstoleranz"
bei Monitoren oder ist das ein deutliches Zeichen, dass bei dem Geràt
schon ein Defekt "ab Werk" vorliegt?
Es handlet sich übrigens um einen Philips 220S, falls das eine Rolle
spielt.



Davon gibt es, wenn ich es recht sehe, ein halbes duzend verschiedene.

Allen gemein dürfte allerdings das TN-Panel sein. Die schaffen
üblicherweise höchstens 262144 Farben. Der Rest wird halt durch
Zeitliches oder örtliches Dithering interpoliert. Dolle Farben haben die
alle nicht. Mit Gamma hat das aber nichts zu tun.


Marcel

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