[NMZ] Sigma DP1

27/11/2014 - 17:38 von Ingo Paschke | Report spam
Hallo!

Ich habe mir aus Neugier auf ebay eine DP1 gekauft (kostet da nicht mehr die
Welt) und heute ein wenig getestet:

https://www.dropbox.com/sc/utt2zkx1...NoFXLPaKsa

Das Objektiv und der Sensor gefallen mir ganz gut, die Bedienung der Kamera
ist tatsàchlich eine reine Zumutung, aber immerhin erzieht das zu etwas mehr
Bedacht beim Betàtigen des Auslösers :-).

Ich war positiv überrascht, dass Lightroom 5 die DP1 unterstützt. Gute Sache,
denn Sigma Photo Pro stürzt sowohl unter OS X 10.9 als auch Windows 8.1
stàndig ab.

Viele Grüße,
Ingo.
 

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#1 Ewald Pfau
29/11/2014 - 19:13 | Warnen spam
Ingo Paschke :
Hallo!


Trali, trala.

Ich habe mir aus Neugier auf ebay eine DP1 gekauft



Wie an der Resonanz hier zu sehen, gibt es da einen Kategorienfehler: Man
kann zwar mit einem unscheinbaren kleinen Geràt feine Fotos machen und
braucht nicht viel Geld ausgeben.

Prompt fehlt dann aber der eisdielen-kompatible Profi-Effekt. Und das geht
schon mal garnicht.

Man lernt auch besser in die Gegenrichtung zu schauen: Was soll das Geràt?
Ausbelichtung bis 30x45 bringt sehr feine Resultate. Für den Schirm isses eh
immer genug.

Ansonsten lernt man bei dem Geràt, vor allem Bilder zu machen, und nicht
stàndig auf die Marke der Basslautsprecher zu schauen, wenn es Wumms macht,
sozusagen, wie im Parallel-Genre.

https://www.dropbox.com/sc/utt2zkx1...NoFXLPaKsa



Deren letztes der Serie ist trotz WW und Blende 8 auf Distanz nicht mehr
scharf?

Hier eines mit 2 sec statt 10 sec (das musste ich nachschauen, im EXIF steht
es nicht mehr), auch Blende 8, scheint mir etwas knackiger

http://ear.at/gegend/s/SDIM2827-SDIM2828.html

trotz magerer Auflösung in der Web-Version (Höhe knapp 800 Punkte statt gut
1200 wie oben). Nur mal dagegen gehalten, dass da kein Verdacht aufkommt, da
fehlte etwas, bei dem Geràt.

Gerne ist auf große Distanz die Luftfeuchtigkeit eher begrenzend als die
Optik. Hier mal ein Fall, wo sich der Dunst freundlicherweise verzogen hat,
& an der Stelle auch nur wg. selbem Verdacht, als müsste man sich gleich
mit den Freuden der kastrierten Sensorformate herumàrgern, nur weil die
Kamera handlich ist:

http://ear.at/gegend/s/SDIM1821.html

Das Objektiv und der Sensor gefallen mir ganz gut,



Na net, Sigma ist Optik-Spezialist, und bei einer Festoptik kann man dann
schon etwas erwarten. Ist da etwas besonderes daran? Etwas besonderes wàre
es in dem Fall, wenn die Optik _nicht_ gut wàre.

die Bedienung der Kamera ist tatsàchlich eine reine Zumutung,



Wenn ich an die Menü-Hopserei meiner kleinen Oly denke, weiß ich, wo mir
eher das Grausen kommt. Letztere dient mir als Halter für antikes Glas und
kann mit der kleinen Sigma nicht mithalten kann - ich hol sie heraus für
kleine Videos oder für 1600 ISO ... was man sich aber auch abgewöhnen kann,
wie ich daran merke, dass das Ding monatelang nur im Schrank liegt.

aber immerhin erzieht das zu etwas mehr Bedacht beim Betàtigen des
Auslösers :-).



Ah ja. Noch nie mit Film geknipst? Fotografieren hatte immer schon etwas
damit zu tun, den richtigen Augenblick zu treffen, auch wenn sich das zu der
Marotte hin verschiebt, bei Dutzender-Salven müsste der passende Moment
hoffentlich dabei sein. Vielleicht.

denn Sigma Photo Pro stürzt sowohl unter OS X 10.9 als auch Windows 8.1
stàndig ab.



Bei mir nicht, 5.5.3 unter Wine via Linux, làuft in abendelangen Sessions so
gut wie klaglos, mit nur seltenen Ausreißern - die Standzeiten rechne ich
eher nach Monaten, nicht nach Stunden - da ist man Stabilitàt gewohnt.

Eine kleine Falle, dass das Programm hàngt: es will die X3F-Datei
zurückschreiben, wenn man den Modus àndert, und wenn es das nicht kann, weil
die Dateirechte auf der Unix-Maschine (wie auch die neueren Macs nun welche
sind) nicht zum Schreiben reichen, dann wartet es brav und wartet und
wartet. Es geht gleich weiter, wenn man von extern die Rechte an der gerade
bearbeiteten Datei dem Zweck entsprechend anpasst.

Ärger gibt es wohl mit den neuesten Versionen 6.+ von SPP, die laufen unter
Wine nicht und auf manchen Macs auch nicht, die Software braucht es aber für
die Q-Serie. Nun denn, das geht mir aber nicht ab. Maximal die M-Serie ist
mit bis dahin eh lieber, und trage dann doch meist nur das einfache
Vorgàngergeràt herum.

Bei diesen Geràten muss man zuerst wissen, was man damit überhaupt will.
Bei dem Wald-und-Wiesen-Bayer-Prinzip ist immer so ein wenig der Hunger nach
mehr eingebaut. Das ist hier nicht der Fall. Das ist der Unterschied, wenn
man gute Chancen auf Treffer hat, bei denen man dann beim Anschauen mit dem
Eindruck belohnt wird, _das_ war's, was man wollte. Da reicht auch die alte
DP1/DP2 für die meisten Sachen noch locker. Gut, bei der DP1X hat es
diverse Verbesserungen gegeben, ebenso wie dann bei der DP2S, bevor die
M-Serie herauskam.

Wàre wohl schade, wenn die Vorgàngergeràte mit der Q-Serie aufgegeben würden
(mit Verteilung der Sensordichte nun 4:1:1), als damit nun doch ein gewisser
kleiner Kompromiss mit dem lausigen Bayer-Prinzip eingegangen wird - dessen
Nachteil sich nur durch ein riesiges Überangebot an Auflösung erschlagen
làsst -, womit der Reiz der echten Foveons (Sensordichte 1:1:1 für die
Grundfarben) durch den Kamin geht.

Für gedankenloses Abdrücken mit Spitzenresultaten ist die Q-Serie nun aber
besser geeignet. Leider verliert man damit aber den Vorteil dieser ganz
speziellen holistischen Schàrfe - bzw. als Mikrokontrast angesprochen: für
jedes einzelne Pixel ist durch die Tiefenschichtung genau klar, wie es von
den Farben her gemeint ist, ohne dass man herumrechnen muss, wie bei den
platten Farbvierteln vom Mainstream nötig. Diese Form von Exaktheit bringt
einen Eindruck mit sich, der sehr wohl als Gewinn zu nutzen ist - wenn man
weiß, was man tut - oder die Umstànde günstig mitspielen, wie oben bei dem
Schönwetterbild vom Dorf beim Almenlandpark. Viele wollen das aber leider
garnicht so genau wissen.

Nun denn, wie gehabt: Eisdielenfaktor ist zum Vergessen. Einfach nur Bilder
machen. Warum auch nicht?

Eher fand ich noch ein Erstaunen über die Festoptik, wenn freundliche
Außenstehende für ein Gruppenfoto zur Hand gehen wollten, und deren erste
Frage war dann, wo ist denn da der Zoom? Am besten sagt man da, das ist
eine richtige Kamera und kein Knipsding, auch wenn der Eindruck tàuscht.

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