Nochmal - Loet-Apparat

10/04/2014 - 15:01 von Heinz Schmitz | Report spam
Kürzlich gabs hier einen Thread dazu, aber ich finde ihn leider nicht
mehr - bitte habt Nachsicht. Ich habe mir jetzt im Web Hühneraugen
gesucht, ohne zu einem ganz überzeugenden Schluß gekommen zu
sein. Nàmlich:

In größeren Làden finde ich keine kompletten Geràte, sondern
24-Volt-Single-Lötkolben. Sind 24-Volt-Netzteile so gàngig (auch
steckermàßig), daß die Lötkolben widerspruchslos dazu passen?

Es werden viele Lötstationen (Netzteil und Kolben) so um 60 Euro
angeboten. Kann das zu dem Preis ordentlich sein?

Die Lötstationen so um 130 Euro sehen vernünftig aus, werden
aber zu Mehrpreis auch als "antistatisch" angeboten. Reicht es
nicht, das zu bearbeitende Geràt mit der vorhandenen Erd-Buchse
der Lötstation zu verbinden, wenn empfindliche Sachen drauf sind?

Warum sind soviele mit Digitalanzeige für Temperatur versehen?
Ich kann mir nicht recht vorstellen, daß das bei einer einfachen
an-aus-Regelung soviel bringt.

Die nàchst teurere Generation ist dann um sehr viel teurer, ohne
daß ersichtlich ist, ob da ein dem Mehrpreis entsprechender
Mehrwert reingepackt wurde und was der sein könnte.

Wie ist das mit den Lötkolben-Ablagen bei den "Stationen": Kann
man die Kolben da heiß oder noch eingeschaltet ablegen? Die
"Ablagen" aus gebogenem Draht bei den Single-Lötkolben sind
doch nur ein Witz.

Einige Rezensenten meckern an, daß die Kabel vom Kolben zur
Station zu wenig flexibel und nicht mit hitzebestàndigem Mantel
ausgerüstet wàren.

Bisher steht oben auf meiner Liste die 60 Watt Lötstation von Ersa.
Allerdings schreibt MaWin in der Faq, daß die Ersa-Qualiàt seit der
Übernahme (durch XY) nachgelassen habe.

Auch Tips zum Material der Lötspitzen werden dankbar entgegen
genommen. Angesichts diverser Typen von Lot ist das wohl komlizierter
als früher. Üblicherweise verwende ich noch SnPb. Allerdings steht
hier auch ein ganz alter Tek-Kapazitàtmesser, der schon silberhaltiges
Lot haben möchte.

Wer nennt einen sinnvollen Geràte-Typ und ermutigt mich zum Kauf?

Mit Dank und Gruß,
H.
 

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#1 Stefan
10/04/2014 - 16:06 | Warnen spam
Am 10.04.2014 15:01, schrieb Heinz Schmitz:

In größeren Làden finde ich keine kompletten Geràte, sondern
24-Volt-Single-Lötkolben. Sind 24-Volt-Netzteile so gàngig (auch
steckermàßig), daß die Lötkolben widerspruchslos dazu passen?



Das ist mir bisher so nicht aufgefallen. Es gibt Ersatzlötkolben für
Lötstationen und da auch welche mit 24V. Ich selbst bevorzuge da einen
Weller WTCP von 1987.

Es werden viele Lötstationen (Netzteil und Kolben) so um 60 Euro
angeboten. Kann das zu dem Preis ordentlich sein?



Klingt ok. Ich habe auch Lötstationen von Ayoue, teilweise für unter
30,- € die ganz ordentlich sind.

Die Lötstationen so um 130 Euro sehen vernünftig aus, werden
aber zu Mehrpreis auch als "antistatisch" angeboten. Reicht es
nicht, das zu bearbeitende Geràt mit der vorhandenen Erd-Buchse
der Lötstation zu verbinden, wenn empfindliche Sachen drauf sind?



Erd-Buchse hab ich auch an meinen WTCP. Da hab ich aber noch nie etwas
angeschlossen. Normalerweise ist Elektrostatik beim Löten kein Problem.

Warum sind soviele mit Digitalanzeige für Temperatur versehen?



Sieht schick aus.

Ich kann mir nicht recht vorstellen, daß das bei einer einfachen
an-aus-Regelung soviel bringt.



Anzeige der Solltemperatur ist eventuell sinnvoll. Die exakte
Spitzentemperatur im Betrieb kannst du eh nicht vernünftig messen. Aber
zum Einstellen der Temperatur ist das ganz praktisch. Drehknopf mit
Temperaturskala erfüllt aber denselben Zweck. Ist vieleicht sogar bequemer.

Die nàchst teurere Generation ist dann um sehr viel teurer, ohne
daß ersichtlich ist, ob da ein dem Mehrpreis entsprechender
Mehrwert reingepackt wurde und was der sein könnte.



Ich bin ein Fan von Weller und arbeite immer noch am liebsten mit nem
alten WTCP, aber wie weiter oben geschrieben, es gibt inzwischen
durchaus gute Lötstationen aus Fernost für wenig Geld.

Wie ist das mit den Lötkolben-Ablagen bei den "Stationen": Kann
man die Kolben da heiß oder noch eingeschaltet ablegen? Die
"Ablagen" aus gebogenem Draht bei den Single-Lötkolben sind
doch nur ein Witz.



Ich kenn das mit so Drahtspiralen in die man den Lötkolben reinsteckt.
Macht durchaus Sinn.

Einige Rezensenten meckern an, daß die Kabel vom Kolben zur
Station zu wenig flexibel und nicht mit hitzebestàndigem Mantel
ausgerüstet wàren.



Das ist ein wichtiger Punkt.


Bisher steht oben auf meiner Liste die 60 Watt Lötstation von Ersa.
Allerdings schreibt MaWin in der Faq, daß die Ersa-Qualiàt seit der
Übernahme (durch XY) nachgelassen habe.



Ich fand Ersa schon immer Scheiße...
Ich hab hier auch eine Ersa Lötstation, irgendwo verkramt, ist auch egal...

Die einfachen Lötkolben von Ersa, Ersa 30 oder so, die waren aber ok.

Auch Tips zum Material der Lötspitzen werden dankbar entgegen
genommen. Angesichts diverser Typen von Lot ist das wohl komlizierter



Ich hab vor einiger Zeit Ayoue Lötstationen für bleifreies Lot gekauft.
Da wird die Lötspitze inclusive Heizelement getauscht. Hat ungefàhr die
Form und Lànge eines Bleistifts. An dem kalten Ende mehrere
Isolationsringe und koaxiale Kontaktflàchen. Der Rest ist dann nur ein
Handgriff mit Kabel und Steckverbinder für die aktive Lötspitze. Dadurch
entfàllt der Wàrmeübergang zwischen Lötspitze und Heizelement. Die
Lösung fand ich ziemlich gut.

als früher. Üblicherweise verwende ich noch SnPb. Allerdings steht
hier auch ein ganz alter Tek-Kapazitàtmesser, der schon silberhaltiges
Lot haben möchte.

Wer nennt einen sinnvollen Geràte-Typ und ermutigt mich zum Kauf?



Wenns günstig sein soll Ayoue sonst Weller.

Ist aber Geschmackssache.

Gruß

Stefan

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