Nochmal Strahlenschutz - Wirkung einer einzelnen Fission klinisch feststellbar?

22/10/2009 - 23:28 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin!

Wie anderweitig schon festgestellt, enthàlt der menschliche Körper ca.
0,5 ppb Uran. Natururan hat eine Aktivitàt von ca. 25 MBq/kg, woraus
eine Aktivitàt im Körper von ca. 13 mBq/kg resultiert, die gegenüber
anderen natürlichen Radionnukliden vernachlàssigbar kleine
Strahlenbelastungen hervorrufen dürfte (ca. 4 % Alpha-Aktivitàt mit
4,4 MeV aus 235U und der Rest Alpha-Aktivitàt mit 4,2 MeV aus 238U,
also in etwa das gleiche. Das sind dann ca. 0,28 µGy/a oder ungefàhr 1
µSv/a gegenüber ca. 1 mSv/a an natürlicher Belastung).

Anders sieht es aus, wenn eine seltene Fission stattfindet: Dann
werden lokal auf einmal ca. 30 pJ freigesetzt. Das wàre ausreichend,
um eine Masse von 30 ng (Kugel mit einem Durchmesser von 40 µm) mit
einer Energiedosis von 1 Gy zu bestrahlen, aber rein praktisch würde
ich eher eine konzentriertere thermische Belastung erwarten: Die
Reichweite der schweren Spaltprodukte, die den Hauptanteil der Energie
tragen, ist in kondensierter Materie sehr klein
(Submikrometerbereich). Die 30 pJ sind ausreichend, um ca. 0,75 pg,
also eine Kugel von lediglich 1 µm Durchmesser um etwa 10 K zu
erwàrmen. Das wàre dann wohl in etwa die Größe der zu erwartenden
"Todeszone" im Gewebe, darüberhinausgehende ionisierende
Strahlenwirkungen sind vermutlich vernachlàssigbar gering.

Meine Frage wàre, ob diese einzelne Gewebelàsion in der Größenordnung
von 1 µm wohl klinisch irgendwo auffallen würde.


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 Joachim Pimiskern
23/10/2009 - 07:55 | Warnen spam
Ralf . K u s m i e r z schrieb:
Wie anderweitig schon festgestellt, enthàlt der menschliche
Körper ca. 0,5 ppb Uran.



Das wird hier erwàhnt:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/...ak/495316/

Vielleicht braucht das Gehirn die Zerfàlle
als Entropiequelle.

Grüße,
Joachim

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