Notebook-Akku

17/03/2011 - 14:47 von herrdeh | Report spam
Hallo Kollegen,

habe hier ein paar "defekte" Akkus für ein altes Apple Powerbook G4
rumliegen. Wenn ich die aufmache - überall das gleiche Bild: Von den 8
Zellen (2p4s) ist immer eines der Pàrchen tot, der Rest bringt fast die
Nominalkapazitàt (ZB 1x gemessen 3582 mAh statt 3600 mAh).

So dachte ich mir, ich könnte doch aus 2-3 defekten zumindest einen
intakten Akku zusammenbauen - weil's einen ja doch àrgert, so viel
intaktes Material einfach wegzuschmeißen…


Das Problem scheint aber zu sein, daß in die Akkus ein "intelligenter"
Laderegler eingebaut ist, der erstens überwacht, daß keine der Zellen
mehr als 4,20V abbegekommt - der aber offenbar auch den ganzen Akkublock
abschaltet, wenn eine der Zellen unter einen bestimmten Schwellenwert
fàllt.

Zweitere Funktion macht mir Probleme: Ich kann zwar die Akkus separat
laden, dann an die Ladeelektronik anschließen - trotzdem behauptet der
Rechner "0 mAh Kapazitàt".

Apple sieht vor, daß man die Ladeelektronik rekalibrieren kann, wenn man
den vollgeladenen Akku einmal komplett entlàdt - dann wird die neue
tatsàchliche Kapazitàt in der Ladeelektronik gespeichert. - Leider komme
ich nicht so weit, weil die Ladeelektronik dem Rechner stets sagt "Akku
defekt" - und den Akkustrom gar nicht draufschaltet.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit diesen Schaltungen und kann mir sagen:
* Kann es sein, daß diese "Endabschaltung" gewissenmaßen "in Hardware"
realisiert ist - d.h. durch Zerstörung eines Bauelementes?
* Oder gibt es eine Möglichkeit, die Ladeelektronik unter Umgehung der
Funktionen des Rechners "direkt" rückzusetzen?
* Auch weitere konstruktive Ideen wàren mir willkommen…

In der Ladeelektronik konnte ich identifizieren:
* BP2940 - der macht wohl die Spannungsbegrenzung für die Ladung
* der größte Chip ist ein "117 1414D" - da finde ich nur einen "saw
filter", der 1414D heißt…

… aber ich glaube ja nicht, daß sich Apple hier irgendwas ganz
exotisches ausgedacht hat, also sind hoffentlich mal Erfahrungen mit
anderen Rechnern einigermaßen übertragbar…

PS.: Jaja, weiß schon, monetàr lohnt sich sowas eher nicht… - aber es
geht um's Prinzip… (-;

Mit Dank und herzlichen Grüßen

Wolf
 

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#1 Marcel Müller
17/03/2011 - 16:01 | Warnen spam
Hallo,

Wolf wrote:
Zweitere Funktion macht mir Probleme: Ich kann zwar die Akkus separat
laden, dann an die Ladeelektronik anschließen - trotzdem behauptet der
Rechner "0 mAh Kapazitàt".



möglicherweise hàtte die Ladestandsspeicherung nie vom Strom getrennt
werden dürfen. Da die Akkus eigentlich immer irgendwelche Spannung
bereitstellen, ist es gut möglich, das flüchtiger Speicher (CMOS-RAM)
benutzt wurde.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit diesen Schaltungen und kann mir sagen:
* Kann es sein, daß diese "Endabschaltung" gewissenmaßen "in Hardware"
realisiert ist - d.h. durch Zerstörung eines Bauelementes?



Davon habe ich noch nie gehört.

* Oder gibt es eine Möglichkeit, die Ladeelektronik unter Umgehung der
Funktionen des Rechners "direkt" rückzusetzen?



Mit Sicherheit. Die Frage ist wie und mit welchem Hilfsmittel.


PS.: Jaja, weiß schon, monetàr lohnt sich sowas eher nicht… - aber es
geht um's Prinzip… (-;



Wenn man es richtig macht, soll ein Zellentausch grundsàtzlich
funktionieren. Ich habe es allerdings noch nicht gemacht. Mit Messungen
an in Betrieb befindlichen Geràten habe ich kein Problem, aber Löten
unter voller Spannung und das noch mit im Kurzschlussfall brennbaren
Akkus ist nicht so meine Sache.


Marcel

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