Notkühlsystem

17/03/2011 - 13:10 von Martin Schade | Report spam
Hallo, mir ist nicht klar, wieso die nach der Abschaltung des Reaktors
weiter anfallende Wàrme nicht zum Antrieb des Notkühlsystems vorgesehen
wird.

Nach dem Unfall auf dem Three-Miles-Island habe ich die Urania um Auskunft
nàhere gebeten, und von Amt für Atomsicherheit und Stehlenschutz der DDR die
Antwort erhalten, daß der Zerfall der Spaltprodukte etwa 4 MW Wàrme
freisetzt. Daher muß man den Reaktor kühlen. Aber damals hatte jemand ein
Ventil zugedreht und es vergessen.
Diesesmal sind - soweit ich's verstanden habe - die Dieselaggregate, die
Elektroenergie für die Kühlpumpen erzeugen sollten, erstmal angesprungen,
aber dann ausgefallen; vermußlich infolge der Flutwelle. Dann hat man einige
Stunden die Kühlung über Akkus gespeist, aber als die leer waren ...
Eigenartigerweise haben die's weder geschafft, schnell genug
Notstromaggeregate heranzuschaffen noch die Dieselmotore wieder anzuwerfen.

Oder ist die Elektrik naßgeworden?
Bei den Berichten über die Schneewinter ist mir aufgefallen, daß mehrfach
die Zugheizung ausgefallen ist, weil die Kühllüfter mit der Luft auch Schnee
angesaugt haben.
Aber wenn das die Ursache für den Ausfall der Kühlung war, dann wàren die
Akkus ja auch ausgefallen.

Vom Brutreaktor in Kalkar hab ich gehört, daß die Notstromversorung durch
m-dicke Betonwànde geschützt war ... Die Japaner haben das wohl nicht
Tsunami-sicher aufgebaut.

Aber eigentlich könnte die Restwàrme doch auf 'ne kleine Turbine oder
Dampfmaschine oder Stirlingmotor geschickt werden, der dann die Kühlung
antreibt. Das ist imer noch sicherer als ein Verbrennungsmotor, der nunmal
Luft braucht. Vielleicht kann er die Pumpen auch direkt drehen, dann hat man
auch kein Risiko mit Feuchtigkeit.

Im kalten Winter Mitte der 80ger sind ja mal Luftdruckschalter eingefroren.
Was alles so vorkommt ...

Grüße, Martin Schade
 

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#1 gunter Kühne
17/03/2011 - 19:56 | Warnen spam
Martin Schade gab zu Bedenken:

Hallo, mir ist nicht klar, wieso die nach der Abschaltung des Reaktors
weiter anfallende Wàrme nicht zum Antrieb des Notkühlsystems vorgesehen
wird.

Nach dem Unfall auf dem Three-Miles-Island habe ich die Urania um Auskunft
nàhere gebeten, und von Amt für Atomsicherheit und Stehlenschutz der DDR
die Antwort erhalten, daß der Zerfall der Spaltprodukte etwa 4 MW Wàrme
freisetzt. Daher muß man den Reaktor kühlen. Aber damals hatte jemand ein
Ventil zugedreht und es vergessen.
Diesesmal sind - soweit ich's verstanden habe - die Dieselaggregate, die
Elektroenergie für die Kühlpumpen erzeugen sollten, erstmal angesprungen,
aber dann ausgefallen; vermußlich infolge der Flutwelle. Dann hat man
einige Stunden die Kühlung über Akkus gespeist, aber als die leer waren
... Eigenartigerweise haben die's weder geschafft, schnell genug
Notstromaggeregate heranzuschaffen noch die Dieselmotore wieder
anzuwerfen.



In dem Bezug ist mir auch einiges nicht so Klar.
ein Notstromaggregat wieder zum laufen zu bringen dürfte max 2 stunden
dauern.
Wen zerstört neue kabel auch nur Paar stunden.
die werden doch für den Notfall wenigstens paar fahrbare Aggregate haben.
dann schnell provisorisch ne Ladeanlage dazwischen und einfach druff off die
Batterien.

Aber wie gesagt wir kennen die Details leider nicht.


Oder ist die Elektrik naßgeworden?
Bei den Berichten über die Schneewinter ist mir aufgefallen, daß mehrfach
die Zugheizung ausgefallen ist, weil die Kühllüfter mit der Luft auch
Schnee angesaugt haben.
Aber wenn das die Ursache für den Ausfall der Kühlung war, dann wàren die
Akkus ja auch ausgefallen.

Vom Brutreaktor in Kalkar hab ich gehört, daß die Notstromversorung durch
m-dicke Betonwànde geschützt war ... Die Japaner haben das wohl nicht
Tsunami-sicher aufgebaut.



In Reinberg war das auch so. :)

Aber eigentlich könnte die Restwàrme doch auf 'ne kleine Turbine oder
Dampfmaschine oder Stirlingmotor geschickt werden, der dann die Kühlung
antreibt. Das ist imer noch sicherer als ein Verbrennungsmotor, der nunmal
Luft braucht. Vielleicht kann er die Pumpen auch direkt drehen, dann hat
man auch kein Risiko mit Feuchtigkeit.



Möglich ist vieles aber es soll ja möglichst Störunempfindlich sein.
Normalerweise kenne ich aus Osteuropàischen AKW noch die Turbosàtze für die
Kühlung. Kleine Dampfturbine mit Pumpe auf einer Welle und einem
Gestell(Rahmen)
Als zusàtzliche, oder auch Haupt Pumpe für den Normalbetrieb.
Aber die wirst sowas ja nicht etwa mit Primàrdampf machen wollen??



Im kalten Winter Mitte der 80ger sind ja mal Luftdruckschalter
eingefroren. Was alles so vorkommt ...

Grüße, Martin Schade


MFG

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