NTMS10P02R2: Verstaendnisproblem Grenzwerte

26/03/2009 - 22:36 von j | Report spam
Ich möchte mir als Unterwegs-Akku für eine Kurzwellenfunke aus alten
LiIon-Zellen einen Batteriepack bauen, der den bisherigen Blei-Gel-
Akku 12 V / 7 Ah (der nur noch 50 % der Kapazitàt hat) ablösen soll.
Habe in der Bucht ein paar alte Laptop-Akkus erworben, 3 der 5 haben
auch noch knapp Nennkapazitàt, damit ließe sich dann ein Akku von
reichlich 12 Ah und 14...16 V ungefàhr größengleich mit dem alten
Blei-Gel-Akku aufbauen.

Nun zieht die Funke, wenn man sie auf 100 W Ausgangsleistung stellt,
bis zu 20 A. Da ich weder bei den Modellbauern bin noch bei den
Minenràumern, hàtte ich schon gern wenigstens eine einfache
Schutzschaltung da drin. In den Original-Akkupacks finden sich auf
den Platinen je ein bq29311 (Analogteil + Schutzschaltung) sowie ein
bq2085 (Tröpfchenzàhler; letztlich ein kompletter Controller). Der
bq2085 schmeckt mir nicht so recht, den würde ich wohl eher durch
einen AVR ersetzen, der dann die komplette Steuerung übernimmt (ich
habe ja eh keinen Hostcomputer, der smart battery specification
sprechen will), aber der bq29311 sieht gar nicht so schlecht aus. Der
kann die Spannungen der Einzelzellen nach oben und unten überwachen
sowie den Stromfluss in beiden Richtungen.

Nun bràuchte ich nur noch paar dicke p-Kanal-FETs, denn insbesondere
der Entladezweig sollte halt 20 A Dauerstrom abhalten können (und der
Ladezweig vielleicht 10 A). In der Kiste habe ich noch NTMS10P02R2
herum liegen. Wenn ich davon welche parallel schalte, müssten die
eigentlich ausreichend sein. Nun aber zurück zu ${subject}, ich habe
ein Verstàndnisproblem mit den dort genannten Grenzwerten:

Thermal Resistance -
Junction-to-Ambient (Note 2) RqJA 80 °C/W
Total Power Dissipation @ TA = 25°C PD 1.6 W
Continuous Drain Current @ 25°C ID -8.8 A
Continuous Drain Current @ 70°C ID -6.4 A
Maximum Operating Power Dissipation PD 0.4 W
Maximum Operating Drain Current ID -4.5 A
Pulsed Drain Current (Note 3) IDM -44 A

Was bitte ist denn der Unterschied zwischen "Continuous Drain Current"
und "Maximum Operating Drain Current"? Impliziert letzter die
Erwàrmung des Chips (auf wohl ca. 100 °C, wenn ich die anderen beiden
Zahlen extrapoliere), oder wofür ist die Unterscheidung gut? Es ist
mir am Ende vermutlich recht egal, ob ich nun drei oder vier davon
parallel schalten muss, mich wundert's nur ein wenig.

cheers, J"org .-.-. --... ...-- -.. . DL8DTL

http://www.sax.de/~joerg/ NIC: JW11-RIPE
Never trust an operating system you don't have sources for. ;-)
 

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#1 Uwe Hercksen
27/03/2009 - 10:09 | Warnen spam
Joerg Wunsch schrieb:

Was bitte ist denn der Unterschied zwischen "Continuous Drain Current"
und "Maximum Operating Drain Current"? Impliziert letzter die
Erwàrmung des Chips (auf wohl ca. 100 °C, wenn ich die anderen beiden
Zahlen extrapoliere), oder wofür ist die Unterscheidung gut? Es ist
mir am Ende vermutlich recht egal, ob ich nun drei oder vier davon
parallel schalten muss, mich wundert's nur ein wenig.



Hallo,

ich würde da genauer im Datenblatt nachlesen wie "Continuous Drain
Current" und "Maximum Operating Drain Current" bestimmt werden.

Mein Vermutung wàre das "Continuous Drain Current" ein Gleichstrom beim
voll eingeschalteten FET ist und "Maximum Operating Drain Current" beim
Schaltbetrieb gilt, aber das würde ich eben versuchen genauer aus dem
Datenblatt herauszuslesen. Wenn es da nicht drinsteht, Application Notes
dazu suchen.

Bye

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