Nullenzirkel

06/12/2013 - 14:28 von Hans-Peter Diettrich | Report spam
Über die gerade diskutierte "Quadratur des Zirkels" <igitt> bin ich zum
Nullenzirkel gekommen, dessen Anwendung mir immer schleierhaft war, und
dessen Beschreibung in Wikipedia mir auch lückenhaft vorkommt. Warum
sollte so ein Aufwand notwendig sein, um kleine Kreise zu zeichnen? Wenn
es um das Zeichnen von punktierten Kreisen ginge, müßte er ja
Punktierzirkel o.à. heißen.

Viel einleuchtender erschiene er mir für das Zeichnen von perspektivisch
verzerrten Kreisen (Nullen) - aber wie? Dazu könnte ja der Zirkel beim
Zeichnen nicht senkrecht aufgesetzt werden, sondern z.B. in Richtung
eines Fluchtpunkts. Sehe ich das so richtig, oder steckt was anderes
hinter der aufwendigen Mechanik und Benennung des Nullenzirkels?

BTW, wie berechnet oder zeichnet man eigentlich perspektivisch verzerrte
Kreise? Für Geraden kenne ich ja den Trick mit den Reisnàgeln für die
Fluchtpunkte auf dem Zeichenbrett, aber bei Kreisen geht das nicht so
einfach.

DoDi
 

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#1 Jon J Panury
06/12/2013 - 18:15 | Warnen spam
Hans-Peter Diettrich schrieb:

Über die gerade diskutierte "Quadratur des Zirkels" <igitt> bin ich zum
Nullenzirkel gekommen, dessen Anwendung mir immer schleierhaft war, und
dessen Beschreibung in Wikipedia mir auch lückenhaft vorkommt. Warum
sollte so ein Aufwand notwendig sein, um kleine Kreise zu zeichnen?



Das kam beim technischen Zeichnen - als es noch am Reißbrett stattfand
- doch recht hàufig vor. Schon allein bei Beschriftungen das
Grad-Symbol ° ist ja nicht gerade selten. Schnittflàchen von zB Stàben
o.à. sind auch oft relativ kleine Kreise.
Der Nullenzirkel macht das Zeichnen eines kleinen Kreises leicht.


BTW, wie berechnet oder zeichnet man eigentlich perspektivisch verzerrte
Kreise?



Das beschàftigt mich auch immer wieder mal.
Es gibt natürlich Ellipsenzirkel. Aber ich frage mich manchmal, ob ein
Kreis in korrekter *Punkt*perspektive tatsàchlich eine regulàre
Ellipse wàre. Schließlich sind, wenn Fluchtlinien als Tangenten an den
Kreis gelegt werden und also die Tangentenberührungspunkte die
Kreislinie in zwei Abschnitte aufteilen, diese Kreisabschnitte
ungleich groß.
Müsste also nicht die Ellipsenkrümmung in den Abschnitten
unterschiedlich sein?
Wie das aber zu konstruieren ginge - keinen Plan.

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