Nutzerzahl des mobilen Internets wird in Lateinamerika bis 2020 um 50 Prozent anwachsen, so eine neue Studie der GSMA

21/09/2016 - 02:52 von Business Wire

Nutzerzahl des mobilen Internets wird in Lateinamerika bis 2020 um 50 Prozent anwachsen, so eine neue Studie der GSMAZunehmende Nutzung des mobilen Internets und Smartphone-Akzeptanz treiben Wirtschaftswachstum voran und steigern digitale Einbeziehung in ganz Lateinamerika und der Karibik.

Die Anzahl der Menschen in Lateinamerika, die mit ihren Mobilgeräten das Internet nutzen, wird bis zum Ende des Jahrzehnts voraussichtlich um 50 Prozent ansteigen, so eine neue Studie der GSMA. Prognosen zufolge kommen bis 2020 in der Region 150 Millionen neue Abonnenten des mobilen Internets hinzu1, womit die Gesamtzahl auf 450 Millionen ansteigt und zu Wirtschaftswachstum, Innovation und digitaler Einbeziehung beiträgt. Der neue Bericht mit dem Titel „The Mobile Economy: Latin America and the Caribbean 2016 (Die mobile Wirtschaft: Lateinamerika und die Karibik 2016) wurde auf der in dieser Woche in Mexiko-Stadt stattfindenden Veranstaltung „GSMA Mobile 360 – Latin America“ veröffentlicht, auf der sich hochrangige Führungskräfte der Mobilfunkbranche aus der gesamten Region versammeln.

„Die Zahl der Abonnenten des mobilen Internets ist in Lateinamerika in den letzten Jahren rapide angestiegen. Dies hat zum Aufbau einer „App-Wirtschaft“ in Bereichen wie mobiler Kommerz und mobile Inhalte beigetragen und ein blühendes Umfeld für lokale Startup-Firmen geschaffen“, erklärte Mats Granryd, Director General der GSMA. „Dies liegt in hohem Maße daran, dass lokale Mobilfunkbetreiber in der Lage sind, eine erfolgreiche Migration bestehender Abonnenten auf Smartphones und mobile Breitbandnetzwerke herbeizuführen, obwohl in vielen regionalen Märkten ein hoher Konkurrenz- und Aufsichtsdruck herrscht.“

Region mit dem zweitstärksten Wachstum der Mobilfunkbranche weltweit

Die lateinamerikanische Region wird sich für den Rest des Jahrzehnts einer starken Zunahme der Abonnentenzahlen erfreuen, da in großen Märkten wie Brasilien, Kolumbien, Mexiko und Peru Millionen neuer Abonnenten hinzukommen. Die Gesamtzahl der einzelnen Mobilfunkkunden2 in Lateinamerika soll Prognosen zufolge bis 2020 auf 524 Millionen ansteigen, während sie Ende 2015 nur 414 Millionen betragen hatte. Damit ist Lateinamerika nach Subsahara-Afrika die Region mit dem zweitstärksten Wachstum der Welt. Mobilfunknutzung wird sich von 65 Prozent der Bevölkerung der Region (Stand 2015) bis 2020 auf 78 Prozent erhöhen. In einzelnen Ländern ist das Bild jedoch sehr unterschiedlich. Beispielsweise beträgt die Mobilfunkpenetration in Kuba derzeit nur 28 Prozent, während sie in Märkten wie Argentinien, Chile und Uruguay bei über 90 Prozent liegt.

Die Smartphone-Akzeptanz ist in den letzten Jahren in Lateinamerika stark angestiegen und machte Ende 2015 die Hälfte der regionalen Anbindungen aus3. Bis zum Ende des Jahrzehnts werden in der Region voraussichtlich 262 Millionen Smartphone-Anbindungen hinzukommen4. Die Akzeptanz wird durch sinkende Smartphone-Preise und ein wachsendes Angebot an Geräten der mittleren bis niedrigen Kategorie angekurbelt. Smartphones treiben zudem auch die Migration auf 3G/4G-Breitbandnetzwerke voran. Laufende Betreiberinvestitionen in 4G sorgen dafür, dass 4G-Abdeckung heute für 60 Prozent der regionalen Bevölkerung verfügbar ist. Diese Zahl soll bis zum nächsten Jahr auf 80 Prozent ansteigen.

Mobilfunk leistet Beiträge zum BSP, Arbeitsplatzmarkt und der Staatskasse

Im vergangenen Jahr generierte die Nutzung mobiler Technologien und Dienstleistungen in Lateinamerika und der Karibik einen wirtschaftlichen Wert von 255 Milliarden US-Dollar bzw. 5 Prozent des BSP der Region5. Dieser Beitrag wird bis 2020 voraussichtlich auf mehr als 315 Milliarden US-Dollar bzw. 5,5 des erwarteten BSP ansteigen. Das mobile Ökosystem der Region unterstützte 2015 zudem auch rund 1,9 Millionen Arbeitsplätze und führte den Staatskassen über allgemeine Steuern einen Beitrag von 40 Milliarden US-Dollar zu. In diesem Betrag sind staatliche Einnahmen aus Frequenzversteigerungen, die sich 2015 auf nahezu 450 Millionen US-Dollar beliefen, nicht einbegriffen. Mobilfunkbetreiber der Region werden von 2016 bis 2020 zusammen Investitionen von mehr als 76 Milliarden US-Dollar tätigen.

„Unser neuer Bericht unterstreicht, dass Mobilfunk wertvolle soziale und wirtschaftliche Beiträge zu den Volkswirtschaften Lateinamerikas leistet und einen positiven Zyklus in Gang hält, mit dem Armut reduziert wird, Infrastrukturen und Dienstleistungen verbessert und Zugang und Nutzung des Internets weiter gesteigert werden“, sagte Granryd weiter. „Wenn dieses Wachstum anhalten soll, müssen die Mobilfunkbranche und Regierungen zusammenarbeiten und die Barrieren der digitalen Einbeziehung in diversen Bereichen abbauen, beispielsweise Netzwerkdeckung, Erschwinglichkeit, digitale Fähigkeiten und die Verfügbarkeit lokal relevanter Inhalte.“

„Die Modernisierung des bestehenden Regulierungsrahmens ist dann die nächste Herausforderung für das künftige Wachstum mobiler Dienstleistungen, die Förderung von Investitionen in der Branche und maximale Wahrnehmung von Chancen, die sich im digitalen Ökosystem in lateinamerikanischen Volkswirtschaften bieten. Die neuen Ökosysteme werden durch lokale kleine und mittlere Betriebe angekurbelt, die die verbesserte Konnektivität nutzen, um Inhalte, Apps und wertsteigernde Lösungen zu entwickeln, die das Leben von Verbrauchern und Firmen in der ganzen Region verändern“, so Granryd abschließend.

Der neue Bericht ,The Mobile Economy: Latin America and the Caribbean 2016‘ wurde von GSMA Intelligence, dem Forschungsarm der GSMA, verfasst. Den vollständigen Bericht und zugehörige Infografiken erhalten Sie unter: http://www.gsma.com/mobileeconomy/latam/.

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie nahezu 300 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Unternehmenswebseite der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA.

1 Ein Abonnent des mobilen Internets ist als einzelner Nutzer definiert, der im Lauf des Berichtszeitraums über sein(e) mobile(n) Gerät(e) auf Internetdienste zugegriffen hat. Mobile Internetdienste sind jegliche Aktivitäten, die mobile Daten konsumieren (d. h. ausgenommen SMS- und MMS-Nachrichten oder mobile Gespräche).

2 Ein einzelner Mobilfunkabonnent ist eine einzelne Person, die mehrere mobile Anbindungen (SIM-Karten) haben kann.

3 Eine mobile Anbindung bezieht sich auf eine aktive SIM-Karte, die bei einem Mobilnetz registriert ist, ausgenommen M2M-Anschlüsse. Die Gesamtzahl mobiler Anbindungen in Lateinamerika und der Karibik belief sich 2015 auf 682 Millionen und soll bis 2020 voraussichtlich auf 829 Millionen anwachsen.

4 Eine Smartphone-Anbindung ist definiert als registrierte SIM-Karte, die im Lauf des Berichtszeitraums in einem Smartphone-Gerät genutzt wird. Sie bezieht sich nicht auf die Anzahl verkaufter oder ausgelieferter Smartphone-Geräte.

5 Der BSP-Wert umfasst Beiträge von Mobilfunkbetreibern (1,0 %), verwandter Branchen wie Gerät- und Infrastrukturanbieter (0,5 %), indirekte Auswirkungen (0,4 %) und Produktivitätsauswirkungen (3,1 %).

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Source(s) : GSMA