Nvidias Originaltreiber und aktueller openSUSE-Kernel

28/04/2015 - 13:20 von Olaf Meltzer | Report spam
Die zuletzt an diesem Thema Interessierten, weil nach einem der
vorigen Kernel-Updates ganz ohne X oder zumindest ohne die gewohnten
Bildschirmauflösungen oder vor màßigen Schriften dasitzenden
Teilnehmer dieser Newsgruppe haben, soweit ich das mitgelesen habe,
bereits durch weitere Updates oder auch Rückmigration ihre Probleme
beseitigen können bzw. auf unbestimmte Zeit verdràngt.

Ich hatte, als mir dieses Missgeschick vor geraumer Zeit passierte,
zunàchst das aktuellste Backup eingespielt und dann erst einmal auf
Kernel-Updates verzichtet.

Weitere Versuche vor einer Woche und dann noch einmal heute führten zu
denselben unerfreulichen Egebnissen. Aber nun habe ich, nachdem ich
einige Jahre ohne Selbstkompilieren der Nvidia-Kernelmodule auskam,
heute doch nur damit Erfolg gehabt. Das war etwas umstàndlich, aber
durch Hilfetexte gut unterstützt. Ich bin wie folgt vorgegangen.

1.) Von der Nvidia-Website habe ich mir das für meine Grafikkarte
passende Skript zur Erzeugung und Einbindung des Treibers

NVIDIA-Linux-x86_64-346.59.run

besorgt, und als root mittels

chmod u+x NVIDIA-Linux-x86_64-346.59.run

ausführbar gemacht.

2.) Beim Ausführen dieses Skriptes wurde sofort gemeldet, dass ein
Nvidia-Kernelmodul nvidia-XYZ (XYZ steht hier nur symbolhaft) bereits
durch den Distributor installiert sei, und empfohlen, die weitere
Ausführung des Skriptes zunàchst mal abzubrechen und das Modul mit
Bordmitteln der Distribution zu entfernen. Dazu wurde auch gleich ein
entsprechender Befehl angeboten.

zypper remove nvidia-XYZ

3.) Das Ausführen dieses Befehls rief zwar unmittelbar die Meldung
hervor, ein Paket nvidia-XYZ sei unbekannt, aber es wurde doch eine
sinnvolle Konfiguration vorgeschlagen, die naturgemàß zu etlichen
Abhàngigkeitskonflikten im Paketmanagement führte, die dann jedoch
ohne weiteres aufgelöst wurden, und nach Bestàtigung des
Konfigurationsvorschlags zur Deinstallation sàmtlicher auf Nvidia
bezogenen und stattdessen zur Installation der MESA-Pakete führte.

4.) Mit erneutem Ausführen des Nvidia-Installers konnten die Treiber-
Module dann kompiliert und eingebunden werden.

Nach dem empfohlenen Reboot lief erfreulicherweise alles wieder
normal.

HTH dem einen oder anderen.

Gruß -- Olaf Meltzer

openSUSE 13.2 (x86_64) mit Kernel 3.16.7-21-desktop || Win 8.1 Pro
KDE: 4.14.6
Tower mit Intel(R) Core(TM) i5-4430 CPU @ 3.00GHz
 

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#1 Richard Fonfara
28/04/2015 - 14:06 | Warnen spam
Am 28.04.2015 um 13:20 schrieb Olaf Meltzer:
[Selbstkompilieren der Nvidia-Kernelmodule]

HTH dem einen oder anderen.




Scheint mir recht kompliziert zu sein, zumal es nicht ohne Probleme
abging. Aber du konntest dir helfen. Meine Kenntnisse der Materie
dürften aber zu gering sein. Da ich nicht weiß, ob es bei mir genauso
ablaufen würde wie bei dir, warte ich erst mal ab.

Freundliche Grüße

Richard Fonfara

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