O2-DSL bleibt etwas hinter den Erwartungen zurueck...

28/11/2008 - 20:40 von Christian Baer | Report spam
Hallo liebe Gruppengemeinde!

Nach drei Anlàufen (einmal war ich angeblich nicht da, einmal sei der
Anschluß fehlgeschlagen), kam heute ein Typ in einem blauen Peugeot
207cc und erzàhle mir, er sei von der Firma xyz, im Auftrag der Telekom.

Vorweg:
Mir ist es ein absolutes Ràtsel, wo die diese Typen ausgraben! Ich weiß,
jetzt, warum unbedingt ein Techniker ins Haus mußte: Die Telekom hat
beschlossen, daß die "alte TAL" auf ihrer Technik aufgeschaltet und O2
gefàlligst eine andere Nutzen soll. Deshalb wollte er an den
Hausverteiler und da den Anschluß herstellen.

Von der Ausstattung her war er doch etwas mager bestückt. Eine TAE-Dose
gibt es bei mir seit 1995 nicht mehr. Da kam ein ISDN-Anschluß und
damals wurden die TAE-Dosen von den Technikern von der Telekom entfernt.
Die Kabel wurden direkt an den NTBA angeschlossen. Man schloß die
Telefone mit RJ-45 an den NTBA an. Der Mann heute konnte aber nur TAE
oder nackte Kabel anschließen. Also habe ich ihn auf den Dachboden
geführt, wo der Splitter ist und das Patchfeld. Daraufhin entbrannte
eine Diskussion, daß die neue Leitung nicht mehr mit irgendwelcher
Telekom-Technik funktionieren würde, sondern nur mit dem Ufo von O2. Ich
habe ihm gesagt, daß ein Standard Annex-B zum Einsatz kommt, mit dem
auch eine Fritz Box klarkommt. Er wurde daraufhin recht stinkig, hat
dann aber gesagt: "Ok, wenn Sie das sagen, dann stimmt das." Ihm war
wohl offenbar entgangen, daß ich das RJ-45 Kabel, welches ich ihm anbot,
aus dem Ufo gezogen hatte. ;-)

Er meinte, noch, das alles würde zwar nicht funktionieren, aber er
schließt es dennoch mal an. Am Montag kàme er wieder für die Entstörung.

Naja, es funktioniert alles. Sowohl mit dem Ufo als auch mit meiner
Fritz Box 7270. Warum nur? :-P

Etwas verwundert bin ich aber über die Werte, die ich bekomme:
Downstream: ~9000kBit/s mit der Fritz, mit dem Ufo ca. 600kBit/s mehr
Upstream: 863kBit/s mit beiden Geràten

Mit dem Downstream bin ich zufrieden, auch wenn ich da auf mehr gehofft
hatte. Bei dem Upstream bin ich etwas enttàuscht. Da hatte ich auch mehr
gehofft.

Erst hatte ich gedacht, ich hàtte mich etwas verrechnet, bis ich auf die
Leitungswerte geguckt habe. Meine Leitung setzt sich so zusammen:

Aderndurchmesser (mm) Leitungslànge (m)
0,500 3
0,400 1958
0,350 170

Macht rechnerisch 25,9dB.

Bei der T-DSL 3000, die ich vorher hatte, zeigte die Fritz Box auch
immer diesen Wert an.

Laut der Liste[1] in der Wikipedia sollte ich einen Downstream von
15.500kBit/s bekommen. Daß das nicht stimmen muß, ist mir klar.
Allerdings hatte ich beim Upstream auf die volle Bandbreite gehofft,
weil der Upstream ja die unteren Frequenzen nutzt und diese halt von der
Dàmpfung nicht so betroffen sind wie die oberen.

Was mich richtig irritiert ist die Anzeige der Fritzbox bei der
Dàmpfung: 34dB im Downstream, 19 im Upstream. So sieht das Spektrum aus:
http://img88.imageshack.us/img88/36...128ud7.png

Ich will in erster Linie nicht meckern, sondern eine Erklàrung für
diesen Umstand suchen. In meinem Dorf gibt es nur den einen HVt -
zumindest ist mir kein anderer bekannt. Kann es sein, daß mit der neuen
TAL ein weiterer (oder schlechterer) Weg genommen wurde?

Oder waren meine Vorstellungen nur übertrieben?

Gruß
Christian

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Digita...riber_Line
siehte Punkt 9.3

Ich kam.
Ich ging.
Und ich war da gewesen.
 

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#1 Karl-Heinz Krause
29/11/2008 - 09:12 | Warnen spam
Am 28. Nov. 2008 schrieb Christian Baer:

Etwas verwundert bin ich aber über die Werte, die ich bekomme:
Downstream: ~9000kBit/s mit der Fritz, mit dem Ufo ca. 600kBit/s mehr
Upstream: 863kBit/s mit beiden Geràten



Was sagt denn die Fritzbox über die maximale DSLAM-Datenrate und über die
Leitungskapazitàt beim Upstream?


mfg
Karl-Heinz Krause

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