Open Hardware -- eine nüchterne Bilanz

03/12/2009 - 21:28 von Manuel Rodriguez | Report spam
Dank Open Source sind die Preise für Standardsoftware auf 0,00€
gefallen. Ein leistungsfàhiges unix-kompatibles Betriebssystem ist
heute für arme Studenten möglich. Versucht man dieses Modell auf die
Hardware zu übertragen wird es kompliziert. Open Hardware sollte
ebenfalls für 0,00€ verfügbar sein; aber wie soll man eine CPU so
billig produzieren? Dafür gibt es folgende Ansàtze:
- im Hobbykeller die CPU selbst zusammenlöten, so wie Konrad Zuse
die Z3
- die Bauplàne (=Logikschaltungen) unter Creative Commons stellen
- Reverse Engeneering, d.h. die neueste Intel-CPU unters Mikroskop
legen und dann nachbauen (VEB Robotron làsst grüßen)

Leider scheitern diese Vorschlàge regelmàßig. Beispielsweise ist das
Zusammenlöten von Relais ein extrem teurer Zeitvertreib, ein Relais
kostet bereits 1$. Und auch zum Raubkopieren von Marken-CPUs braucht
man extrem teure Reinràume und 1A-Wafer.
Trotzdem gibt es auch erfolgreiche OpenHardware Projekte. Der 100$-
Laptop ist ein gutes Beispiel dafür, wie man CPU-Preise drücken kann.
Die Netbooks von Asus (EEE) sind mit 300€ ebenfalls fast "umsonst". Um
den Preis noch weiter zu senken müsste man die Chipproduktion
kostengünstiger gestalten; und das könnte über den Lohn gehen.
Die meisten Chipfabriken stehen in Hochlohnlàndern (Silicon Valley
etc). Wenn man hingegen àhnlich wie die Automobil-Industrie in
Schwellenlàndern die Mikrochips fertigen würde, bràuchten nur 2-3 $
Stundenlohn gezahlt werden. Die Menschen dort hàtten dann einen Job
und könnten ihre Familien ernàhren. Und wir aus der 1. Welt könnten
Netbooks für 50$ das Stück kaufen.
 

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#1 Manfred Kuhn
03/12/2009 - 22:47 | Warnen spam
Manuel Rodriguez wrote:

Schnipp--entsorgt
Die meisten Chipfabriken stehen in Hochlohnlàndern (Silicon Valley
etc). Wenn man hingegen àhnlich wie die Automobil-Industrie in
Schwellenlàndern die Mikrochips fertigen würde, bràuchten nur 2-3 $
Stundenlohn gezahlt werden. Die Menschen dort hàtten dann einen Job
und könnten ihre Familien ernàhren. Und wir aus der 1. Welt könnten
Netbooks für 50$ das Stück kaufen.



Hallo,

sehr schön, dann haben wir zwar billige PCs, aber dafür hier die
Arbeitslosigkeit, die jetzt schon zu hoch ist. Besonders junge Leute finden
z.Zt. keinen Job.

Gruß

Manfred

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