openSUSE 10.3: WLAN-Karten erkannt, findet aber keine WLANs

31/12/2007 - 19:27 von Patrick Ahrer | Report spam
Jetzt habe ich das nàchste Problem: Momentan muss ich immer alles
unpraktisch verkabeln, um auch mit Linux ins Netz zu kommen. Per LAN
funktioniert alles völlig problemlos, aber am WLAN scheitere ich trotz
unzàhliger Konfigurationsversuche. Dabei hat alles so schön angefangen:
Sowohl meine PCI-WLAN-Karte (D-Link DWL-G510 Rev. C mit Ralink-Chip), als
auch eine PCMCIA-WLAN-Karte (D-Link DWL-G630 Rev. E mit Ralink-Chip) wurden
sofort erkannt und können prinzipiell auch per YaST konfiguriert werden.
Auch kinternet kennt beide. Die passenden Treiber scheinen automatisch
installiert worden zu sein. Aber das Problem ist, dass mit beiden einfach
kein WLAN gefunden. Und ich habe auch das mit zwei verschiedenen Routern
probiert. Auch das sonst meistens empfangbare WLAN eines Nachbarn taucht
nicht auf. Die SSIDs werden ausgesendet und selbst eine manuelle Eingabe
aller Daten hat nichts geholfen. Auch das Abschalten von IPv6 brachte keine
Änderung.

Habt Ihr dafür irgendwelche Ideen? Ich suche schon eine Weile heftig herum
und habe schon Schilderungen von àhnlichen Problemen gelesen, aber eine
echte Problemlösung (abgesehen von "Kauf eine andere Karte!") ist mir noch
nicht untergekommen. Am fehlenden Treiber kann's ja offenbar nicht liegen.
Dann müsste das doch irgendwie funktionieren, denke ich.

Ach ja, unter Vista funktioniert die DWL-G510 tadellos. Defekt ist da also
nichts.

patrick
 

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#1 Wilhelm Spickermann
01/01/2008 - 10:17 | Warnen spam
Hi,

Patrick Ahrer schrieb:

... aber am WLAN scheitere ich trotz
unzàhliger Konfigurationsversuche. Dabei hat alles so schön
angefangen: Sowohl meine PCI-WLAN-Karte (D-Link DWL-G510 Rev. C
mit Ralink-Chip), als auch eine PCMCIA-WLAN-Karte (D-Link
DWL-G630 Rev. E mit Ralink-Chip)...



RaLink-Treiber sind ein verwirrendes Thema ...
Die Treiber gibt es dreifach.

RaLink hat seine Treiber veröffentlicht ("RaLink-Treiber") und
daran wird augenscheinlich auch noch weitergearbeitet.

Nach der ersten Veröffentlichung hat eine Gruppe die Treiber
verbessert und tut das immer noch. ("Serialmonkey legacy")

Die Gruppe hat irgendwann angefangen, zusàtzlich den ganzen Kram
einheitlich für alle RaLink-Karten von Grund auf neu zu
schreiben. ("Serialmonkey rt2x00")

Letzterer fügt sich am Besten in ein modernes Linux ein und wurde
wohl daher für 10.3 ausgewàhlt. Wenn er funktioniert ist er den
anderen m.E. klar überlegen -- er ist aber eben noch sehr neu
und musste in letzter Zeit massiv geàndert werden, weil die
Kernelunterstützung für WLANs sich heftig geàndert hat.

Ich habe für meine rt61 nach ein paar gescheiterten Versuchen mit
dem rt2x00 den rt61 legacy genommen.

Viele Hinweise stehen bei http://rt2x00.serialmonkey.com
unter "Forum". (Trotz des Namens nicht nur für "rt2x00"!)
Im Beitrag "opensuse 10.3 sequence of commands" bei "rt61 (pci)
legacy " gibt es hinten ein Rezept.

Das Ganze ist hochgradig verwirrend. So ist z.B. das Kernelmodul
rt61pci nicht das vom rt61-Treiber für pci, sondern das von
rt2x00-Treiber für rt61 pci. Das aus dem rt61-Treiber für pci
heißt dagegen rt61 ohne "pci". Und natürlich heißen die Module
aus dem Original-RaLink-Treiber wieder genauso wie die
Serialmonkey-Legacy-Treiber-Module. Beim Experimentieren mit
mehreren Treibern muss man also unheimlich aufpassen, dass nicht
gerade der falsche làuft ...

MfG
Wilhelm

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